Ekelhafte Apathie. Über Ekel und Moralität in Gottfried Benns "Morgue" und "Gehirne"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
22.06.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
609 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346894755
Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: Im Licht der umfangreichen literaturwissenschaftlichen Forschungsvielfalt zu beiden Werken Benns lassen sich folgende Fragen stellen: Wie werden ekelerregende Szenarien geschildert? Welchen Beitrag leisten die Hauptfiguren zur Darstellung solcher Szenen? Wie wirkt sich die besondere Haltung der Protagonisten auf das Lesepublikum und dessen Wahrnehmung der Ekelszenen aus? Zusammenfassend formuliert: "Ist der Ekel ausschliesslich auf die körperliche Sphäre beschränkt oder geht er darüber hinaus?"
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Fragen zu beantworten, während von folgender These ausgegangen wird: Gerade im Kontrast zwischen den ekelerregenden Situationen und dem Apathie- bzw. Gleichgültigkeitszustand der Hauptfigur wird das Ekelgefühl des Lesers verstärkt, und zwar insbesondere durch die Zerstörung bzw. Umwertung der moralischen Werte, die konventionell - und epochenbedingt - mit dem Tod und dem Respekt vor den Verstorbenen verbunden sind.
Zu diesem Zweck orientiert sich die vorliegende Arbeit grundlegend an der Rezeptionsästhetik, besonders durch einen wirkungstheoretischen Ansatz, indem diese Methode allerdings in den ersten zwei Kapiteln durch eine Strukturanalyse eingeführt wird. Im ersten Kapitel wird die Schilderung ekelerregender Situationen in beiden Werken unter die Lupe genommen, da das Ekelgefühl Ausgangspunkt der besonderen Rezeption ist, die im Mittelpunkt dieser Arbeit steht.
Daran anschliessend dient das zweite Kapitel zur Analyse der apathischen Kälte der beiden Hauptfiguren, die als lyrisches und erzählerisches Ich besonders wichtig für die Betonung des Ekelhaften in den Werken sind. Abschliessend wird im letzten Kapitel die Wirkung der Ekelszenen auf das Lesepublikum untersucht, indem die Rolle moralischer Weltanschauungen
beim Empfinden vom Ekel in den Fokus gerückt wird. Es ist zu betonen, dass die vorliegende Analyse auf einer wertungsfreien Beschreibung des Ekels beruht, die davon ausgeht, dass diese Emotion auch als angenehm empfunden werden kann.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Fragen zu beantworten, während von folgender These ausgegangen wird: Gerade im Kontrast zwischen den ekelerregenden Situationen und dem Apathie- bzw. Gleichgültigkeitszustand der Hauptfigur wird das Ekelgefühl des Lesers verstärkt, und zwar insbesondere durch die Zerstörung bzw. Umwertung der moralischen Werte, die konventionell - und epochenbedingt - mit dem Tod und dem Respekt vor den Verstorbenen verbunden sind.
Zu diesem Zweck orientiert sich die vorliegende Arbeit grundlegend an der Rezeptionsästhetik, besonders durch einen wirkungstheoretischen Ansatz, indem diese Methode allerdings in den ersten zwei Kapiteln durch eine Strukturanalyse eingeführt wird. Im ersten Kapitel wird die Schilderung ekelerregender Situationen in beiden Werken unter die Lupe genommen, da das Ekelgefühl Ausgangspunkt der besonderen Rezeption ist, die im Mittelpunkt dieser Arbeit steht.
Daran anschliessend dient das zweite Kapitel zur Analyse der apathischen Kälte der beiden Hauptfiguren, die als lyrisches und erzählerisches Ich besonders wichtig für die Betonung des Ekelhaften in den Werken sind. Abschliessend wird im letzten Kapitel die Wirkung der Ekelszenen auf das Lesepublikum untersucht, indem die Rolle moralischer Weltanschauungen
beim Empfinden vom Ekel in den Fokus gerückt wird. Es ist zu betonen, dass die vorliegende Analyse auf einer wertungsfreien Beschreibung des Ekels beruht, die davon ausgeht, dass diese Emotion auch als angenehm empfunden werden kann.
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