Der Völkerbund und die nationale Selbstbestimmung. Die nach den Prinzipien des Völkerbundes praktizierte Politik am Beispiel der Kolonie Deutsch-Ostaf
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Produktdetails
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Nein
Erscheinungsdatum
12.07.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
90 (Printausgabe)
Dateigröße
912 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346906168
Masterarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege, FernUniversität Hagen (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen eine Beschreibung der Völkerbundverhandlungen, deren Ergebnisse und die Folgen für die kolonialisierten Völker am Beispiel der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika.
Am Ende des Ersten Weltkriegs, einem Krieg, der als erster industriell geführter "totaler" Krieg Opfer und Schäden in bisher unbekanntem Mass mit sich brachte, wurde erneut die Notwendigkeit eines internationalen Friedensbundes erkannt. Vor diesem Hintergrund wurde am 10 Januar 1920 in Paris im Zuge der Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund gegründet. Die Völkerbundsatzung wurde als Teil des Versailler Vertrags von der Vollversammlung der Pariser Friedenskonferenz angenommen. Im Völkerbund hatten sich Staaten aus allen Teilen der Welt mit dem Ziel zusammengeschlossen, mittels eines institutionalisierten internationalen Konzepts die Wahrung des Friedens zu gewährleisten.
Bei den Verhandlungen zur Gründung des Völkerbundes legte der US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson mit seinem 14-Punkte-Programm einen Entwurf zur politisch-programmatischen Ausgestaltung des Friedens- bzw. Völkerbundes vor. Dieses Konzept war allerdings nicht neu, denn schon Ende des 18. Jahrhunderts hatte Immanuel Kant in seiner Schrift "Zum ewigen Frieden" eine solche Idee zur Sicherung des Friedens entwickelt. Wilson versuchte, mit seinem Programm ein Friedenskonzept auf Basis einer Neuordnung der Welt in die politische Realität umzusetzen. Als eine wesentliche Säule dieser neuen Friedensordnung proklamierte Wilson die Rechtsgleichheit und Selbstbestimmung der Völker. Spätestens bei den Pariser Verhandlungen zeigten sich jedoch die Widersprüchlichkeit und Problematik dieses neuen, von Wilson konzipierten Ordnungsmusters.
Am Ende des Ersten Weltkriegs, einem Krieg, der als erster industriell geführter "totaler" Krieg Opfer und Schäden in bisher unbekanntem Mass mit sich brachte, wurde erneut die Notwendigkeit eines internationalen Friedensbundes erkannt. Vor diesem Hintergrund wurde am 10 Januar 1920 in Paris im Zuge der Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund gegründet. Die Völkerbundsatzung wurde als Teil des Versailler Vertrags von der Vollversammlung der Pariser Friedenskonferenz angenommen. Im Völkerbund hatten sich Staaten aus allen Teilen der Welt mit dem Ziel zusammengeschlossen, mittels eines institutionalisierten internationalen Konzepts die Wahrung des Friedens zu gewährleisten.
Bei den Verhandlungen zur Gründung des Völkerbundes legte der US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson mit seinem 14-Punkte-Programm einen Entwurf zur politisch-programmatischen Ausgestaltung des Friedens- bzw. Völkerbundes vor. Dieses Konzept war allerdings nicht neu, denn schon Ende des 18. Jahrhunderts hatte Immanuel Kant in seiner Schrift "Zum ewigen Frieden" eine solche Idee zur Sicherung des Friedens entwickelt. Wilson versuchte, mit seinem Programm ein Friedenskonzept auf Basis einer Neuordnung der Welt in die politische Realität umzusetzen. Als eine wesentliche Säule dieser neuen Friedensordnung proklamierte Wilson die Rechtsgleichheit und Selbstbestimmung der Völker. Spätestens bei den Pariser Verhandlungen zeigten sich jedoch die Widersprüchlichkeit und Problematik dieses neuen, von Wilson konzipierten Ordnungsmusters.
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