Auswirkungen ethischer Legitimationen auf die Selbstbestimmung am Lebensende
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.07.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-346-91229-9
217 StGB (Verbot der geschäftsmässigen Hilfe zur Selbsttötung). Mit diesem Urteil wurde die ethische Neutralität des Staates verlassen und eine Gewichtung zugunsten des Rechtsgutes Autonomie durch den BGH vorgenommen. Assistierter Suizid, der bis zu diesem Zeitpunkt als Recht zur Leidensabwehr begriffen werden konnte, ist seit diesem Urteil auch Ausdruck personaler Autonomie. Individuelle Autonomie wird gebildet durch Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Person. Sie findet auf personaler und moralischer Ebene statt. Jedes Individuum ist aber auch Teil der Gesellschaft und muss das Verhalten gegenüber dieser verantworten. Jeder Mensch ist ein Teil des Ganzen und muss die individuelle Autonomie auch immer in Relation zu anderen Werten setzen. Das zuvor angesprochene Urteil des Bundesgerichtshofes wirft die Frage auf, inwieweit Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Tod gehen darf. Es ist ausserdem zu hinterfragen, ob ethische Legitimationen die Selbstbestimmung des Individuums höher einstufen als den Wert des Lebensschutzes.
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