Band 403
Wer sind meine Eltern? Der Bergpfarrer 403 - Heimatroman
Aus der Reihe
Der Bergpfarrer
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.09.2023
Verlag
Blattwerk Handel GmbHSeitenzahl
100 (Printausgabe)
Dateigröße
797 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783989362482
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Es fiel Kathrin furchtbar schwer, die Wohnung ihrer verstorbenen Mutter zu betreten, aber sie wusste, dass es sein musste. Vier Wochen nach der Beisetzung erwartete der Hauswirt nun, dass endlich alles ausgeräumt wird. Die Handwerker warteten darauf, renovieren zu können, und ein Nachmieter stehe auch schon fest. Die Dreiundzwanzigjährige atmete tief durch und schloss auf. Drinnen erwartete sie der typische Geruch, den sie seit ihrer Kindheit kannte. Schliesslich hatte sie selber zwanzig Jahre hier gewohnt, und ihr altes Zimmer hatte immer noch dieselbe Tapete, wie bei ihrem Auszug. Das junge Madel sah sich um. Nichts hatte sich verändert, sei es das letzte Mal hier gewesen war, ausser, dass die Mutter nicht mehr da war. Nie war Kathrin sich einsamer vorgekommen, als in diesem Augenblick. Sie war froh, als es an der Tür klingelte. Das konnten nur die Leute von der Caritas sein. Sie hatte dieser Einrichtung das Mobiliar, und alles, was sie selber nicht mehr brauchen konnte, zukommen lassen. In deren Werkstatt würden die besten Stücke überholt und aufgearbeitet werden und dann an Bedürftige weitergegeben. Kathrin hatte keine Verwendung für die Hinterlassenschaft. Zum einen passte sie nicht zu ihrem Geschmack, mit den Kleidern ihrer Mutter konnte sie ohnehin nichts anfangen, und für Möbelstücke hatte sie in der kleinen Zweizimmerwohnung, die sie bewohnte, keinen Platz. Ausser einigen persönlichen Dingen, etwas Schmuck, ein paar Fotoalben und ein Bild, das immer über dem Sofa hing, wollte sie nichts davon behalten. Das Ölgemälde hatte Kathrin schon als Kind fasziniert. Es zeigte eine Berglandschaft. Stundenlang konnte sie davor sitzen und es betrachten. Sie sah grosse, majestätisch wirkende Berge, eine Almhütte, darunter, viel kleiner, einen einsamen Bauernhof, auf der anderen Seite eine Sägemühle, deren Wasserrad von einem Gebirgsfluss gedreht wurde.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Es fiel Kathrin furchtbar schwer, die Wohnung ihrer verstorbenen Mutter zu betreten, aber sie wusste, dass es sein musste. Vier Wochen nach der Beisetzung erwartete der Hauswirt nun, dass endlich alles ausgeräumt wird. Die Handwerker warteten darauf, renovieren zu können, und ein Nachmieter stehe auch schon fest. Die Dreiundzwanzigjährige atmete tief durch und schloss auf. Drinnen erwartete sie der typische Geruch, den sie seit ihrer Kindheit kannte. Schliesslich hatte sie selber zwanzig Jahre hier gewohnt, und ihr altes Zimmer hatte immer noch dieselbe Tapete, wie bei ihrem Auszug. Das junge Madel sah sich um. Nichts hatte sich verändert, sei es das letzte Mal hier gewesen war, ausser, dass die Mutter nicht mehr da war. Nie war Kathrin sich einsamer vorgekommen, als in diesem Augenblick. Sie war froh, als es an der Tür klingelte. Das konnten nur die Leute von der Caritas sein. Sie hatte dieser Einrichtung das Mobiliar, und alles, was sie selber nicht mehr brauchen konnte, zukommen lassen. In deren Werkstatt würden die besten Stücke überholt und aufgearbeitet werden und dann an Bedürftige weitergegeben. Kathrin hatte keine Verwendung für die Hinterlassenschaft. Zum einen passte sie nicht zu ihrem Geschmack, mit den Kleidern ihrer Mutter konnte sie ohnehin nichts anfangen, und für Möbelstücke hatte sie in der kleinen Zweizimmerwohnung, die sie bewohnte, keinen Platz. Ausser einigen persönlichen Dingen, etwas Schmuck, ein paar Fotoalben und ein Bild, das immer über dem Sofa hing, wollte sie nichts davon behalten. Das Ölgemälde hatte Kathrin schon als Kind fasziniert. Es zeigte eine Berglandschaft. Stundenlang konnte sie davor sitzen und es betrachten. Sie sah grosse, majestätisch wirkende Berge, eine Almhütte, darunter, viel kleiner, einen einsamen Bauernhof, auf der anderen Seite eine Sägemühle, deren Wasserrad von einem Gebirgsfluss gedreht wurde.
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