Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.06.2025
Verlag
MBsSeitenzahl
456
Maße (L/B/H)
21.5/13.5/3.2 cm
Gewicht
613 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-94-037-0424-1
Anfang September 1982 wird der Ludwigshafener Hauptkommissar Wilhelm Beck mit seinem Team zum pfälzischen Felsenmeer gerufen. Der Hund eines Wanderers hat die verstümmelte Leiche eines jungen Mannes aufgestöbert. Wenige Tage später wird in einer leeren Mietwohnung ein weiterer Toter gefunden, mit Genickschuss hingerichtet. Beiden Opfern sind rätselhafte Zeichen in die Haut geritzt.
Im Verlauf der nur schleppend vorankommenden Ermittlungen gerät Beck in die Fänge einer skrupellosen Rockerbande. Als er dann auch noch einer Kommandozelle der RAF in die Quere kommt, trifft er eine verhängnisvolle Entscheidung.
Zur gleichen Zeit stösst er auf eine Spur, die weit zurück in die Vergangenheit führt. Im Herbst '44 foltern und ermorden Wehrmacht und Gestapo in den Vogesen Hunderte von Widerstandskämpfern, darunter auch zwei Rheinmatrosen aus Speyer. Beck beginnt zu verstehen, warum der junge Mann am pfälzischen Felsenmeer sterben musste.
Im Verlauf der nur schleppend vorankommenden Ermittlungen gerät Beck in die Fänge einer skrupellosen Rockerbande. Als er dann auch noch einer Kommandozelle der RAF in die Quere kommt, trifft er eine verhängnisvolle Entscheidung.
Zur gleichen Zeit stösst er auf eine Spur, die weit zurück in die Vergangenheit führt. Im Herbst '44 foltern und ermorden Wehrmacht und Gestapo in den Vogesen Hunderte von Widerstandskämpfern, darunter auch zwei Rheinmatrosen aus Speyer. Beck beginnt zu verstehen, warum der junge Mann am pfälzischen Felsenmeer sterben musste.
Kundinnen und Kunden meinen
die Schatten der Vergangenheit
Kate am 06.11.2023
Bewertungsnummer: 2063281
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Im September 1982 wird Hauptkommissar Wilhelm Beck mit seinem Team zum Felsenmeer in der Pfalz gerufen, nachdem ein Wanderer die Leiche eines jungen Mannes entdeckt hat. Bald darauf wird ein weiterer Toter in einer leeren Mietwohnung mit Genickschuss gefunden, beide Opfer tragen rätselhafte Zeichen auf ihrer Haut. Während der Ermittlungen gerät Beck in Konflikt mit einer skrupellosen Rockerbande und einer RAF-Kommandozelle. Gleichzeitig stößt er auf eine Spur, die bis ins Jahr 1944 zurückführt, als Wehrmacht und Gestapo Widerstandskämpfer in den Vogesen quälten und töteten, darunter zwei Rheinmatrosen aus Speyer. Beck beginnt zu begreifen, warum der junge Mann am Felsenmeer sterben musste.
Mich hat am Anfang der dicke Wälzer etwas abgeschreckt. Meine Erfahrungen mit dicken Büchern sind nicht so gut. Meistens enthalten sie doch ziemliche Längen. Aber nach dem ich das Buch beendet habe kann ich sagen, dass das hier nicht der Fall ist. Zwar gibt es unterschiedliche Handlungsstränge die sehr detailreich beschrieben werden, bei denen man tatsächlich denken könnte, dass sie für den Ausgang der Geschichte nicht von Nöten sind, aber um die genaueren Beweggründe der Hauptprotagonisten und die Idee der Geschichte zu verstehen, ist es tatsächlich unerlässlich.
Die historischen Kapitel wechseln sich mit der "Gegenwart" ab und bringen viel Tempo in das Buch und lassen es so zum Pageturner werden. Die Spannung wird kontinuierlich gesteigert in dem sich die Zeitschienen immer mehr annähern.
Der Schreibstil ist super. Die Atmosphäre ist dadurch teilweise sehr bedrückend und beklemmend.
Kompliziert wird es beim Ermittlungsteam. Hier sind die vielen Namen etwas verwirrend. Problematisch: manchmal werden Vornamen und dann wieder Nachnamen verwendet, da fällt es manchmal schwer zu erkennen wer wer ist.
Kleine Auszüge aus dem Privatleben der Ermittler machen sie menschlich und authentisch.
Die geschichtlichen Hintergründe sind gut und schlüssig dargestellt. Erschreckend und faszinierend zu gleich...
Zwischendurch hatte ich auch Mitleid mit dem Täter und immer wieder habe ich mir die Frage gestellt ob er sich hätte anders entscheiden können ohne sich oder seine Liebsten in Lebensgefahr zu bringen.
Das Buch ist tief bewegend und regt zum Nachdenken an. Entscheidungen die getroffen werden, die sich im Nachhinein als falsch entpuppen und wie sich diese auf das ganze Leben auswirken können. Für mich war das Ende stimmig und passend. Verkorkste Leben, falsche Entscheidungen und Selbstmordgedanken...
Sehr spannend geschrieben
Bewertung aus Cottbus am 31.10.2023
Bewertungsnummer: 2058383
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mein Fazit:
Das Cover sieht sehr edel aus und das Rot assoziiere ich stellvertretend mit Blut.
"Der Kollaborateur" ist der Debütroman über Hauptkommissar Beck und sein super zusammen arbeitendes Team. Am Anfang der Geschichte hatte ich so meine Schwierigkeiten, mich in die Story hineinzufinden. Zu viele Protagonisten, Handlungen, die sich überschnitten haben und die wechselnden Perspektiven, konnte ich nicht gleich einordnen. Die Geschichte: Tote gleich am Anfang, ein Kollaborateur in der Zeit des Nationalsozialismus und Widerstandskämpfer, die grausam ermordet wurden, die Hausbesetzerszene in den 80- iger Jahren und dann noch die RAF...... einfach zu viel Perspektivwechsel für mich. Die Parallelen zu Vergangenheit und Gegenwart ist gut konstruiert und in die Geschichte eingebaut worden.
Ab der 2. Hälfte des Buches kam Fahrt in die Story. Der Part des Kollaborateurs Mutzig im 2. Weltkrieg hat mich dagegen sehr gefesselt und war spannend geschrieben. Selbst" nur" ein Mitläufer aufgrund einer Erpressung bei der SS, hat er den Tod vieler Widerstandskämpfer zu verantworten und ich frage mich, wie kann man mit so einer Schuld leben?
Kommissar Beck gefällt mir sehr gut. Er ist ein Ermittler mit starkem Charakter, der am Ende selbst in Lebensgefahr gerät.....
Die Geschichte ist gut durchdacht und für Leser mit Geschichtsinteresse ein absolutes Muss! Der Schreibstil des Autors ist flüssig, modern gehalten und spannend geschrieben.