Hyperpräsidentialismus: Kolumbien, Álvaro Uribe Vélez 2002-2010 Beziehungen zwischen der Exekutive und dem Obersten Gerichtshof
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.08.2023
Verlag
Verlag Unser WissenSeitenzahl
104
Maße (L/B/H)
22/15/0.7 cm
Gewicht
173 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-620-6-31417-2
Seit 2006 ist das Phänomen der Parapolitik in Kolumbien aufgedeckt worden. Im September 2007 wurde Mario Uribe Escobar, der Cousin des damaligen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez, zum Verhör vorgeladen, um sich zu seinen möglichen Verbindungen zu Paramilitärs in Sucre, wo er grossen politischen Einfluss hatte, zu verantworten. Präsident Uribe war auch in Skandale und Beschwerden beim Obersten Gerichtshof und einigen seiner Richter verwickelt, und zwar wegen des Falls seines Cousins und der angeblichen Aussagen von "Tasmania", einem paramilitärischen Kronzeugen in der Untersuchung von Paramilitarismus und Parapolitik, die den Präsidenten der Unterstützung dieser Gruppen bezichtigten. Ebenso gab es Versuche, das Justizsystem zu reformieren, und die Kooptation staatlicher Kontrollorgane durch die Exekutive, die eine Folge der Wiederwahl des Präsidenten im Jahr 2006 waren, um zu verhindern, dass gegen hochrangige Beamte wegen ihrer Verbindungen zu den Paramilitärs ermittelt, sie vor Gericht gestellt und verurteilt werden. Durch diese Kooptation und Verfolgung des Obersten Gerichtshofs wurde in dem Land eine hyperpräsidiale Institutionalität geschaffen.
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