Mali leidet an Makrozephalie, einer charakteristischen Abmagerung, die darauf zurückzuführen ist, dass der gesamte Körper nicht ausreichend mit Proteinen versorgt wird, wo er sie benötigt. Herz und Kopf, die dem gesamten Organismus dienen sollten, haben Mühe, zusammenzuarbeiten, um der gesamten Gesellschaft Wohlstand zu bringen, insbesondere dem Humankapital "den weissen Blutkörperchen" dieses sozialen Organismus. Die politischen Eliten reissen den unrechtmässig erworbenen Reichtum an sich und berauben Tausende von Menschen der Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen. Es kommt zu einer Verkümmerung der Mitglieder, einer Schwächung ihrer Fähigkeit zur Schaffung von Wirtschaftskapital und einer Hypertrophie der "Governance". Die Regierung setzt weiterhin ein vom IWF empfohlenes Strukturanpassungsprogramm um, das der nationalen Wirtschaft helfen soll, sich zu entwickeln, zu diversifizieren und ausländische Investoren anzuziehen. Doch der grösste Trumpf des Landes, nämlich die inländischen Ersparnisse, die mit der Dynamik des Handels und der grossen Diaspora zusammenhängen, bleiben ungenutzt, da sie wenig organisiert sind. Was die Armut betrifft, so hat sie sich in Mali verstärkt und der Terrorismus hat sich in der westafrikanischen Subregion ausgebreitet.
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