"Das was bleibt, sind die Narben an meinen Unterarmen und das zierliche Abbild einer Sanduhr am rechten Fussgelenk. Es sind die Albträume und Panikattacken, die mich davon abhalten in den Schlaf zu fallen. Die Erinnerungen, die mich in jedem alltäglichen Moment überfallen können, meistens unerwartet und heftig. Das was bleibt, ist der Schmerz im Herzen und der Bruch in der Seele. Adrik ist weg und kommt nicht mehr zurück. Denn er hatte nie vor zu bleiben." Dieses Buch basiert auf einer wahren Begebenheit. Es ist mein Versuch, endlich die Dämonen der Vergangenheit hinter mir zu lassen und anderen Überlebenden Mut zu schenken. Bevor du dich zu stark von einem anderen Menschen abhängig machst, empfehle ich dir dieses Buch zu lesen. Denn wenn sich die Wahrheit mit Lügen vermischt und du nicht mehr weisst, wem du vertrauen kannst, musst du auf dich selbst zählen können. Gehen oder bleiben? Lüge oder Wahrheit? Leben oder sterben? Und was ist es, das dir am Ende bleibt?
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Dieses Buch verleiht allen Kiras da draußen eine Stimme.
Tina Flocke am 14.10.2023
Bewertungsnummer: 2043580
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Manchmal gibt es kein Zurück mehr. Manchmal musst du dich mitten durch alles schreckliche kämpfen, wovor du dich jemals gefürchtet hast."
Kira und Adrik sind Freunde; beste Freunde sogar, das glaubt Kira zumindest sehr lange. Lyssa möchte diese Freundschaft zerstören und Adriks verzweifelte Panik vor ihr überträgt sich auch auf Kira. Doch Adrik verheimlicht etwas und Kira wird sehr bald an ihrer eigenen Wahrnehmung zweifeln.
"Das was bleibt" widmet sich eindrücklich ernsten Themen wie psychische Gewalt, Gaslighting, destruktive Beziehungen, selbstverletztendes Verhalten, emotionale Abhängigkeit. Ihre eigenen Emotionen, von tiefer Verzweiflung bis hin zu grenzenloser Hoffnung, sind in jeder Zeile, jedem Wort nicht nur erkenn- sondern auch fühlbar. Unerschrocken ehrlich beschreibt Dyani, wie die seelischen Abgründe eines nahestehenden Menschen einen selbst (fast) komplett zerstören können. Beim Lesen hatte ich eine besondere Verbindung zu Kira, denn vor langer Zeit bin ich selbst in ihren Schuhen gelaufen. Es gibt unzählige Kiras da draußen und dieses Buch verleiht ihnen eine Stimme. Danke für dein Vertrauen, liebe Dyani, deine Geschichte mit der Welt zu teilen.
Ein gelungener Debütroman!
Bewertung am 28.09.2023
Bewertungsnummer: 2032529
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Das was bleibt“ beschreibt die Erlebnisse von Kira mit ihrem besten Freund Adrik. Bester Freund? »Bis vor 48 Stunden hätte ich darauf schwören können, dass er mein bester Freund ist, jetzt bin ich mir nicht mehr sicher.«
Was ist geschehen? Weshalb sitzt Kira völlig verängstigt in einer fremden Wohung in einer fremden Stadt? Und wer ist Lyssa, deren Name wie ein Schreckgespenst in der Luft hängt?
»Das was bleibt« hat einen der stärksten Prologe, die ich während des Young Storyteller Awards gelesen habe. Sofort habe ich mich gefragt: Wie ist es dazu gekommen? Und: Wozu eigentlich? Das ist die Kunst der Spannung!
Das stärkste Element dieses Buches war der Realismus der Geschichte, da sie auf realen Tatsachen basiert. Wir erleben die Geschichte ausschließlich aus Kiras Sicht und es wird nicht ganz klar, wie vertrauenswürdig dieser personelle Erzähler* tatsächlich ist. Beziehungsweise: Wir erhalten Inneneinsicht in einen Geist am Abgrund. Ein Geist, der bisweilen Entscheidungen trifft, bei denen ich tatsächlich laut »Nein!« gerufen habe.
Das Buch ist ein Plädoyer, das Schweigen zu brechen, das auf Themen wie emotionaler Abhängigkeit, Selbstverletzung und Narzissmus lastet. Und es bricht dieses Schweigen. Authentisch, ungeschönt, mutig.
Ein gelungener Debütroman!
*Mir ist klar, dass Kira eine Frau ist; aber in der Literatur spricht man vom personellem Erzähler als einem spezifischen Erzählperspektive.