Was in der Schweiz manchmal fehlt? Der Süden. Die Wärme. Das Meer. In Ruth Loetschers grosszügigen Bildern findet man all das. Sie strotzen vor Farben, Formen, Vitalität und Lebensmut. Die Psychotherapeutin malt seit dreissig Jahren leidenschaftlich in ihrem Atelier in Zürich. Dieses Buch zeigt ihre besten Malereien und führt direkt in Loetschers Kunstwelt, begleitet von Essays und persönlichen Texten. Ihr Gespür für Menschen und deren Geschichten zeigt sich der gebürtigen Baslerin oft durch innere Bilder, die sie auf die Leinwand bringt. Figürlich erheben ihre Werke keinerlei Anspruch auf Naturalismus. Die überzeichneten Figuren strahlen Energie, Denkkraft und Lebendigkeit aus. Angeregt durch die Körpergefühlsbilder von Maria Lassnig und den kühnen Umgang mit Farben von Henri Matisse, hat Ruth Loetscher ihren eigenen Stil gefunden, der sich von einer expressiven Ausdrucksmalerei hin zu reflektierten Kompositionen entwickelt hat. Ihre Werke erzählen Geschichten, und nicht selten stehen Frauen im Zentrum der Gemälde. Frauen mit roten Lippen und High Heels. Frauen, die kräftig sind und so ihre verdiente Stimme in der Gesellschaft erhalten. Serge Pinkus, Kunstschaffender und langjähriger Begleiter Loetschers, sagt: «Diese Bilder sind authentisch und verletzlich, wie die menschliche Natur oder wie Ruth Loetscher auch.»
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