Baubefunde im Nordquartier des Vicus Ein Blick in die Hinterhöfe. Vitudurum 12
-
- Deutsch ausgewählt
Fr. 173.00
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
18.05.2022
Abbildungen
farbige Illustrationen
Verlag
Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe VerlagSeitenzahl
776
Maße (L/B/H)
29.7/21/8.1 cm
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7965-5025-6
Dank partieller Feuchtbodenerhaltung eröffneten die reichhaltigen organischen Befunde wertvolle Einblicke in die Siedlungsstruktur und Lebensweise der damaligen Bevölkerung. Das Augenmerk lag auf den Aktivitäten in den Hinterhöfen der neun langrechteckigen Grundstücke.
Die auf der insgesamt 90 m breiten Grabungsfläche erfassten Siedlungsspuren weisen eine kontinuierliche Entwicklung der Bebauung dieses Vicus-Quartiers von der Gründung um 4 v.Chr. bis ans Ende des 3. Jh. nach. Aus der Gründungszeit ist in den Hinterhöfen neben einigen Pfostenbauten ein erstes Drainagesystem fassbar. Ebenso sprechen Importe von Pfeffer, Feigen und Oliven aus diesem Horizont für eine von Beginn an romanisierte Bevölkerung. Im Laufe der Zeit werden Gartenlandschaften angelegt. Ab 13/14 n.Chr. manifestiert sich im Nordquartier eine auf Parzellen beruhende Bauordnung. Über die Jahrzehnte erfolgen zahlreiche Ausbauphasen mit Wirtschaftsgebäuden, Latrinen, Brunnen und einem komplexen Kanalsystem zur Be- und Entwässerung des Quartiers. Bautechnisch zeichnet sich eine Entwicklung vom Pfostenbau zum Ständerbau und weiter hin zum Steinbau ab.
Die endgültige Zerstörung der Quartierstruktur datiert ein Münzfund in die Zeit nach 268, wobei ein Zusammenhang mit den politischen Unruhen im ausgehenden 3. Jh. anzunehmen ist. Zu Beginn des 4. Jh. sind nur noch vereinzelte Siedlungsspuren nachgewiesen.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung