Osmanische Kriegsgefangene im Römisch-deutschen Reich im 17. und 18. Jahrhundert
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
18.09.2023
Verlag
Leipziger Uni-VlgSeitenzahl
317
Maße (L/B/H)
23.8/16.6/1.9 cm
Gewicht
542 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-96023-316-9
Muslimische Gefangene waren Fremde, die zeitlich begrenzt oder gänzlich in die gesellschaftliche Ordnung des Reiches integriert werden mussten. Waren es gewollte oder ungewollte Fremde? Und wie ging man insbesondere mit Ungewollten um? Welche Rolle spielte dabei der Faktor Religion? Da namentlich die mittellosen Gefangenen zunächst vor allem ungewollt waren, fielen sie nicht selten der Versklavung anheim; so gewann man erwünschte Arbeitskräfte, Prestigeobjekte oder – typisches Schicksal für Frauen und Kinder – Objekte der Mission.
Die hierzu von Manja Quakatz (1983–2023) erschlossenen Quellen gestatten verallgemeinerungsfähige Einsichten in Prozesse und Ereignisse, die manche bisherige Forschungshypothese korrigieren und eröffnen neue Forschungsperspektiven bis hin zu mikrohistorischen Studien zu Einzelschicksalen. Insbesondere gilt dies für den Nachweis, dass es im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation sehr wohl Sklaverei gegeben hat, und zwar nicht nur im Zuge des überseeischen Handels, sondern dass jene selbst nichtchristliche Kriegsgegner betreffen konnte.
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