Band 96
Jemand neidet dir dein Glück Fürstenkinder 96 - Adelsroman
Aus der Reihe
Fürstenkinder
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Sprache:Deutsch
Fr. 3.50
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.10.2023
Verlag
Blattwerk Handel GmbHSeitenzahl
100 (Printausgabe)
Dateigröße
729 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783989364820
In der völlig neuen Romanreihe "Fürstenkinder" kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sowohl die Leserin der Adelsgeschichten als auch jene, die eigentlich die herzerwärmenden Mami-Storys bevorzugt.
Ihre Lebensschicksale gehen zu Herzen, ihre erstaunliche Jugend, ihre erste Liebe - ein Leben in Reichtum, in Saus und Braus, aber oft auch in grosser, verletzender Einsamkeit.
Grosse Gefühle, zauberhafte Prinzessinnen, edle Prinzen begeistern die Leserinnen dieser einzigartigen Romane und ziehen sie in ihren Bann.
»Oma kommt!« Der Jubelschrei aus zwei Kinderkehlen empfing Graf Markus von Erftingen schon an der Haustür, als er heimkam. Die Zwillinge, Katharina und Robert, waren beide ganz atemlos von ihrem raschen Lauf durch das Schloss. Die Kinder waren sieben Jahre alt, hatten beide ein fein gezeichnetes, schmales Gesicht und wilde blonde Locken, wobei die Haare von Katharina weit in den Rücken herunterhingen und meist in einem Pferdeschwanz oder Zöpfen gebändigt wurden. Jetzt aber flogen die Haare, die sich aus dem Band gelöst hatten, wild umher, und einzelne Strähnen legten sich über das Gesicht des Mädchens. Unwillig pustete sie, um die Haare zu entfernen, und Graf Markus fühlte sich an seine Frau erinnert. Regina von Erftingen, die Mutter der beiden, war vor rund einem Jahr gestorben. Auch sie hatte dieses leuchtend blonde Haar besessen, und mit der gleichen übermütigen Geste hatte sie es oft aus dem Gesicht gepustet. Graf Markus vermisste seine Frau noch immer sehr, es war die grosse Liebe zwischen den beiden gewesen. Und die Existenz der Kinder erinnerte den Mann immer wieder schmerzlich an seinen Verlust, wobei er nicht bedachte, dass auch die Kinder ihre Mutter vermissten. So aber auch jetzt. Die Miene des gutaussehenden Mitvierzigers verdüsterte sich, und die Kinder wurden augenblicklich ruhig, als sie seinen Ausdruck bemerkten. Wenn Vaters Miene sich so verschloss, hatten die beiden gelernt, dann war mit ihm nicht gut zu reden, und er würde jetzt auch keinen Lärm oder gar Streiche tolerieren. Robert, der längst nicht so mutig war wie seine Schwester Ka-tharina, griff nach der Hand des Mädchens, und gemeinsam standen die beiden dann still und blickten erwartungsvoll in das Gesicht ihres Vaters. Dem ging gerade im letzten Moment auf, dass er die Kinder dafür büssen lassen wollte, wie sehr er den Schmerz empfand. Er fasste sich, und sein Gesicht verzog sich zu einem Lächeln. Er ging in die Hocke und zog die beiden liebevoll an sich. »So? Oma kommt? Woher wisst ihr das?«
Ihre Lebensschicksale gehen zu Herzen, ihre erstaunliche Jugend, ihre erste Liebe - ein Leben in Reichtum, in Saus und Braus, aber oft auch in grosser, verletzender Einsamkeit.
Grosse Gefühle, zauberhafte Prinzessinnen, edle Prinzen begeistern die Leserinnen dieser einzigartigen Romane und ziehen sie in ihren Bann.
»Oma kommt!« Der Jubelschrei aus zwei Kinderkehlen empfing Graf Markus von Erftingen schon an der Haustür, als er heimkam. Die Zwillinge, Katharina und Robert, waren beide ganz atemlos von ihrem raschen Lauf durch das Schloss. Die Kinder waren sieben Jahre alt, hatten beide ein fein gezeichnetes, schmales Gesicht und wilde blonde Locken, wobei die Haare von Katharina weit in den Rücken herunterhingen und meist in einem Pferdeschwanz oder Zöpfen gebändigt wurden. Jetzt aber flogen die Haare, die sich aus dem Band gelöst hatten, wild umher, und einzelne Strähnen legten sich über das Gesicht des Mädchens. Unwillig pustete sie, um die Haare zu entfernen, und Graf Markus fühlte sich an seine Frau erinnert. Regina von Erftingen, die Mutter der beiden, war vor rund einem Jahr gestorben. Auch sie hatte dieses leuchtend blonde Haar besessen, und mit der gleichen übermütigen Geste hatte sie es oft aus dem Gesicht gepustet. Graf Markus vermisste seine Frau noch immer sehr, es war die grosse Liebe zwischen den beiden gewesen. Und die Existenz der Kinder erinnerte den Mann immer wieder schmerzlich an seinen Verlust, wobei er nicht bedachte, dass auch die Kinder ihre Mutter vermissten. So aber auch jetzt. Die Miene des gutaussehenden Mitvierzigers verdüsterte sich, und die Kinder wurden augenblicklich ruhig, als sie seinen Ausdruck bemerkten. Wenn Vaters Miene sich so verschloss, hatten die beiden gelernt, dann war mit ihm nicht gut zu reden, und er würde jetzt auch keinen Lärm oder gar Streiche tolerieren. Robert, der längst nicht so mutig war wie seine Schwester Ka-tharina, griff nach der Hand des Mädchens, und gemeinsam standen die beiden dann still und blickten erwartungsvoll in das Gesicht ihres Vaters. Dem ging gerade im letzten Moment auf, dass er die Kinder dafür büssen lassen wollte, wie sehr er den Schmerz empfand. Er fasste sich, und sein Gesicht verzog sich zu einem Lächeln. Er ging in die Hocke und zog die beiden liebevoll an sich. »So? Oma kommt? Woher wisst ihr das?«
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