Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Altersempfehlung
18 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
27.09.2023
Verlag
EpubliSeitenzahl
208
Maße (L/B/H)
1.1/12.5/19 cm
Gewicht
250 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7584-0850-2
An einem Augustabend sitzt der Übersetzer Michael Reichmann im Garten und versinkt in Schwermut und Melancholie. Seine Frau Christine ist ausgezogen, denn er hat sie betrogen. Immer wieder betrachtet er die Sternbilder des Grossen und Kleinen Bären und empfindet ihr unterschiedliches Leuchten und Flackern wie ein Symbol für seine eigenen familiären Beziehungen. Welchen Einfluss haben die Ansichten, Handlungen, Meinungen, die Zuneigung und Ablehnung anderer Menschen auf das eigene Handeln in einer Beziehung? Ist menschliche Schwäche oder Loyalität in den Genen verankert? Eine Erblast?
Michael Reichmann beschliesst eine Fahrradtour zu machen. Eine Reise von Düsseldorf aus den Rhein hinauf, über Bonn bis Heidelberg, hin zu den Orten seiner Jugend, seiner Studienzeit und zurück zu den Anfängen seiner Ehe. Und jeder Ort, nahezu alles, was er erlebt und sieht, ruft Erinnerungen hervor, die seine teils erratische Gedankenwelt mit seinen Fehltritten in Verbindung bringt.
Als er in St. Goar von einem unachtsamen jungen Mann angefahren wird, scheint seine Reise ein frühes Ende zu nehmen, aber Michael Reichmann will nicht aufgeben. Er reist mit dem Schiff weiter. In der Auslage eines Reisebüros sieht er zufällig die Werbung für die Sterneninsel Spiekeroog, ein Ort, wo er noch nie war. In diesem Moment beschliesst er seine ursprünglichen Pläne zu ändern und an die Nordsee zu fahren. Er begibt sich auf eine sechsstündige Zugfahrt zunächst nach Bremen, um dann von dort aus weiterzufahren. Erschöpft von den Ereignissen der letzten Tage schläft er immer wieder ein. Und während dieser halbwachen Momente stellt er sich zum ersten Mal auf dieser Reise seinen beiden Fehltritten und durchlebt sie ein weiteres Mal. Seine Fantasie fügt das Ihrige hinzu. Denn sie gaukelt ihm vor, dass er sich selbst gegenübersitzt. Und in diesen Zwiegesprächen konfrontiert ihn sein Alter Ego unumwunden mit den Antworten, denen er sich bisher nicht stellen wollte.
Michael Reichmann beschliesst eine Fahrradtour zu machen. Eine Reise von Düsseldorf aus den Rhein hinauf, über Bonn bis Heidelberg, hin zu den Orten seiner Jugend, seiner Studienzeit und zurück zu den Anfängen seiner Ehe. Und jeder Ort, nahezu alles, was er erlebt und sieht, ruft Erinnerungen hervor, die seine teils erratische Gedankenwelt mit seinen Fehltritten in Verbindung bringt.
Als er in St. Goar von einem unachtsamen jungen Mann angefahren wird, scheint seine Reise ein frühes Ende zu nehmen, aber Michael Reichmann will nicht aufgeben. Er reist mit dem Schiff weiter. In der Auslage eines Reisebüros sieht er zufällig die Werbung für die Sterneninsel Spiekeroog, ein Ort, wo er noch nie war. In diesem Moment beschliesst er seine ursprünglichen Pläne zu ändern und an die Nordsee zu fahren. Er begibt sich auf eine sechsstündige Zugfahrt zunächst nach Bremen, um dann von dort aus weiterzufahren. Erschöpft von den Ereignissen der letzten Tage schläft er immer wieder ein. Und während dieser halbwachen Momente stellt er sich zum ersten Mal auf dieser Reise seinen beiden Fehltritten und durchlebt sie ein weiteres Mal. Seine Fantasie fügt das Ihrige hinzu. Denn sie gaukelt ihm vor, dass er sich selbst gegenübersitzt. Und in diesen Zwiegesprächen konfrontiert ihn sein Alter Ego unumwunden mit den Antworten, denen er sich bisher nicht stellen wollte.
Kundinnen und Kunden meinen
Ein intensives Büchlein...
Bewertung aus Rösrath am 27.11.2023
Bewertungsnummer: 2077364
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Die Dunkelheit heller Sterne" von Thomas Christen ist durchzogen von einer subtilen Melancholie. Die Hauptfigur Michael hat die Lebensmitte seit längerem hinter sich gebracht, ist seit Jahren eigentlich recht glücklich verheiratet, aus der Ehe sind zwei Kinder entsprungen, mittlerweile auf dem Sprung ins eigene Leben. Michael ist seiner Frau Christine zweimal 'fremdgegangen', die Ehe ist in einer Krise. Michael unternimmt zur Selbstklärung und um Christine einen Abstand zu gewähren eine Radtour von Düsseldorf aus rheinaufwärts durchs Rheintal. Mit Michaels Augen erleben wir die Landschaft, Kultur, Menschen und Anekdoten der Gegend - was im Roman recht viel Raum einnimmt, nach meinem Geschmack vielleicht sogar ein wenig zuviel des Guten; immer wieder sucht Michael aber auch Orte der Erinnerung auf und seine Gedanken kehren zurück zu gemeinsamen Erlebnissen mit Christine. Immer nur recht kurz gehaltene Andeutungen über die Beziehung - und erst auf den letzten Seiten wird das 'Fremdgehereignis' thematisiert. Michaels Reise der 'Selbstentdeckung' erfährt einen unerwarteten Abbruch durch einen Radunfall, der eine Fortsetzung der Tour, so wie sie geplant war, unmöglich macht. Die Geschichte lässt Vieles offen, einiges wird nur angedeutet. Immer wieder der Blick in die Sterne, diese Fixpunkte der Ewigkeit, die eine Beziehungskrise zunächst einmal winzig und unbedeutend wirken lassen. Aber ist nicht eine Sternschnuppe ein gestorbener Stern?