Produktbild: Vor allem Frauen

Vor allem Frauen Über Virginia Woolf, Sylvia Plath, Joan Didion u. a.

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Fr. 33.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18.9/12.2/1.9 cm

Gewicht

197 g

Farbe

Tanne

Auflage

1

Originaltitel

Voornamelijk vrouwen

Übersetzt von

Lisa Mensing

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07299-0

Beschreibung

Rezension

»Connie Palmen schreibt tiefsinnige Romane, die warmherzig und unterhaltsam sind – trotz messerscharfer Analysen menschlicher Gefühle.«
»Es ist selten, dass jemand mit so viel Ernsthaftigkeit und Witz, Offenheit und Intimität, Einfachheit und Intelligenz zu erzählen versteht.«
»Einfühlsam und scharfsinnig, mit Witz und Verstand portraitiert Connie Palmen sechs englische und amerikanische Autorinnen und eben – den einen Mann.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18.9/12.2/1.9 cm

Gewicht

197 g

Farbe

Tanne

Auflage

1

Originaltitel

Voornamelijk vrouwen

Übersetzt von

Lisa Mensing

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07299-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    08.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie viel Wahrheit wollen wir eigentlich wissen – über uns selbst, über andere?

    Connie Palmens Vor allem Frauen ist keine Sammlung literarischer Porträts, sondern eine tiefgehende, essayistische Selbstbefragung im Spiegel anderer Schriftstellerinnen. In intensiven Auseinandersetzungen mit Persönlichkeiten wie Sylvia Plath, Joan Didion oder Virginia Woolf verfolgt Palmen die existenzielle Frage nach Wahrheit, Selbsttäuschung und dem Zerbrechen von Vertrauen. Es geht weniger darum, Lebensläufe nachzuerzählen, sondern vielmehr darum, wie diese Lebensgeschichten in Palmens eigenes Denken und Empfinden hineinwirken. Sie untersucht die Strategien, mit denen Frauen – insbesondere Künstlerinnen – versuchen, in einer oft unbarmherzigen Welt sich selbst treu zu bleiben, zu schreiben, zu lieben, zu überleben. Mich hat vor allem der Text zu Sylvia Plath tief getroffen. Palmen zeigt auf, wie schmerzhaft und endgültig der Bruch von Vertrauen sein kann. In einer Welt, in der wir uns selbst und andere ständig belügen – aus Angst, aus Sehnsucht, aus Überlebenswillen – wirkt die Vorstellung, dass Vertrauen irreversibel zerbricht, radikal und verstörend. Und doch leuchtet sie ein: Die Wahrheit, so wie Palmen sie denkt, ist nicht stabil oder objektiv, sondern ein zerbrechliches Konstrukt – immer im Widerstreit zwischen innerem Empfinden und äußerer Darstellung. Vor allem Frauen ist ein kluges, literarisch wie philosophisch herausforderndes Buch. Es geht nicht um das Sammeln von Fakten über große Frauen der Literaturgeschichte, sondern um das existenzielle Erspüren einer weiblichen, oft zerrissenen Identität. Palmen schreibt sich durch diese fremden Leben zu sich selbst – und lädt die Leserin ein, es ihr gleichzutun.

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    11.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Inspirierend, kraftvoll, Worte die nachklingen

    **** Worum geht es? **** In diesem Buch geht Connie Palmen der Frage nach, wer ihr Leben auf unterschiedliche Art bereicherte. Eine Reise entlang der Schriftsteller*innen des 20. Jahrhunderts. Nicht verstaubt, nicht ausschweifend, stets rebellisch und inspirierend. **** Mein Eindruck **** Dies war mein erstes Buch von Connie Palmen. Ich hatte bereits die Freude sie in einem Diskurs Live zu erleben und fand es beim Lesen umso beeindruckender und inspirierend, dass während die Autorin über die Schriftsteller*innen spricht, die sie selbst gerne wäre, nicht nur selbst großartiges leistet, sondern auch ganz und gar sie selbst bleibt, sich nicht in den anderen Persönlichkeiten verliert. Ein Apell an das Stoische, das Rebellische, das Anderssein und dem Aushalten und Bewältigen von Realität und Fiktion. Ich durfte hier für mich neue Argumentationsketten verfolgen und merkte während des Lesens, dass ich genau das tat, wozu die Autorin zu inspirieren vermag. Diskutiere, hinterfrage, sei nicht klein und leise. Denke, selbst, eigenständig und in aller Ruhe! Ich habe die Zeilen verschlungen, ich habe einiges an neuer Lektüre mitgenommen und Gedanken einer Persönlichkeit verfolgt, die für mich vor allem eines geschafft hat: Authentisch und ohne Angst vor Gegenwind Einblicke in einen denkenden Geist gegeben und dabei Neugierde für sie und die vorgestellten Persönlichkeiten hervorgerufenen. Mein Buch ist nun bunt gemalt und mit meinen Gedanken durchsetzt. Die Worte der Autorin werden mich begleiten und dieses Buch bestimmt erneut aufschlagen lassen. **** Empfehlung? **** Dieses Buch repräsentiert für mich die Art von Literatur, die ich besonders genieße und im Nachgang feiere. Authentisch, echt und inspirierend, zeitgenössisch, autobiografisch. Eine klare Empfehlung an Literaturliebhaber*innen.

  • ins_lebenlesen

    aus Schleswig-Holstein

    4/5

    21.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als ich vor Jahren nach einem…

    Als ich vor Jahren nach einem Burnout verletzt und orientierungslos am Boden lag, war es u.a. Connie Palmen, die mir zurück ins Leben half. Wie für Sylvia Plath, der sie den größten Raum in ihrer Essaysammlung einräumt, galt es auch für mich, der „Vernichtung des folgsamen, passiven Mitläufers in einem selbst, des schweigenden Kollaborateurs, der sich bereitwillig den Vorschriften einer verhassten Rolle fügt“ ins Auge zu sehen. Silvia Plath stieg im Juni 1953 auf das Dach des Barbizon Hotel in New York und warf ihre „Kleider, die sie während ihres wochenlangen Praktikums beim Frauenmagazin Mademoiselle getragen hatte,“ in alle Winde (S. 150). Sie steht in Palmens erstem Essay für die WAHRHAFTIGKEIT, zu der das Abstreifen von allem Heuchlerischen, Unaufrichtigen gehört. Connie Palmen hat keinen Sinn für halbe Sachen und für Rührseligkeiten, sie plädiert für Polarisation und dafür, die Widersprüche zwischen den Polen auszuhalten. Sie nicht zu bekämpfen, sondern anzuerkennen. „Und wenn man die Fiktion, die herrliche, raffinierte Verquickung von echt und unecht nicht erträgt, erträgt man das Leben nicht.“ S.152 Sylvia Plath hat sie nicht ertragen. ICH hatte die Romane von Connie Palmen, um mir ihrer bewusst zu werden. Sie hat mich AUTONOMIE gelehrt und dass das wichtigste Wort im Leben NEIN ist. Viele NEINs für ein JA zu der, die man sein will. Sie hat mich gelehrt, dass alles einen Preis hat, dass Autonomie den Gegenspieler zu Intimität bildet und sie es trotzdem wert ist. „Ich wollte allein und zusammen sein.“ (S.13) In diesen persönlichen Essays über Schriftstellerinnen und einen Schriftsteller offenbart sie Eigenschaften, „die in deren Werk besonders hervorstechen und die zusammen die Errungenschaften der Schriftstellerin formen, die sie am liebsten wäre.“ (Motiv) Neben den genannten sind das u.a. die UNNAHBARKEIT der Joan Didion, die ERBARMUNGSLOSIGKEIT der Janet Malcolm und das REBELLISCHE des Philip Roth. Ihn als einzigen Mann hier auftreten zu lassen, halte ich für einen Geniestreich. Denn mit ihm trägt sie ihre Unabhängigkeit und ihre Standfestigkeit auf dem Präsentierteller in die Arena. Sie hält ihn für einen „anstandslosen, lüsternen, sexsüchtigen, zwanghaft masturbierenden, rachsüchtigen, des Frauenhasses bezichtigten, ehebrecherischen, durch und durch amerikanischen Schriftsteller“ (S. 116) und LIEBT ihn trotzdem, weil „er einer der intimsten, aufrichtigsten, unerbittlichsten und geistreichsten Schriftsteller ist, den sie kennt.“ Es lebe das Aushalten der Widersprüche! Ich ende mit Connie Palmens „Motto“ und Philip Roth Worten: „Ein Leben in konstanter Uneinigkeit ist die beste Vorbereitung auf den Tod, die er kennt. In seinem Unvermögen sich anzupassen, findet er seine Wahrheit.“ (S.113)

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