Befürchtungen bezüglich der Sexualpädagogik der Vielfalt und widerlegende empirische Erkenntnisse
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
17.10.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346955050
Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Pädagogik - Sozialpädagogik, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In der folgenden Arbeit wird auf die Sexualpädagogik der Vielfalt mit Bezug zu den Zielen und möglichen Themen eingegangen. Anschliessend werden die Befürchtungen von den Gegner*innen der Sexualpädagogik der Vielfalt dargestellt, woraufhin diese durch erziehungswissenschaftliche und empirische Grundlagen widerlegt werden und ein Fazit gezogen wird.
Unsere moderne Gesellschaft unterliegt einem ständigen sozialen Wandel. Ebenso wie beispielsweise die religiöse Vielfalt, stellt die Pluralisierung der sexuellen Orientierungen, geschlechtlichen Identitäten und Lebensformen einen elementaren Aspekt des gesellschaftlichen Wandels dar. Darüber hinaus wird die Anerkennung von Minderheiten und die Überwindung der Benachteiligung von Frauen ebenfalls als wesentlicher Bestandteil des Prozesses der Modernisierung betrachtet. Diese Veränderungen gehören zur Normalität und stellen essentielle Bestandteile der Struktur unserer modernen Gesellschaft dar, wodurch die wachsende Vielfalt als Chance gesehen werden kann (vgl. ebd., S. 56). Gemäss Voss (2023) ist es angesichts sich verändernder Gesellschaftsanforderungen dringend geboten, die Sexualaufklärung anzupassen. Beispielsweise hat die Relevanz von Treue und emotionaler Verbundenheit sowie Liebe als Grundlage für Partnerschaften im Vergleich zu den 1990er Jahren stark zugenommen. Ebenso haben heutzutage mehr Jugendliche vor ihrem 18. Lebensjahr erste sexuelle Erfahrungen als noch vor 1950 bei gleichzeitiger Zunahme der Offenheit für unterschiedliche sexuelle Praktiken. Durch die verstärkte Präsenz diverser Lebensweisen und durch die zunehmende Betonung der Individualisierung entsteht eine längst überfällige Bereitschaft, die bereits in der Vergangenheit vorhandene Vielfalt bewusst anzuerkennen und wertzuschätzen. So werden die gesellschaftlichen Veränderungen nach und nach auch gesetzlich verankert. Ein Beispiel hierfür ist die Aufhebung des
175 im Jahre 1994, welcher Homosexualität diskriminierte. Trotz dieser Entwicklungen besteht in grossen Teilen der Gesellschaft ein dominierendes Verständnis von Heteronormativität, was auf einer starren Vorstellung von einer binären Einteilung der Geschlechter und auf der Idee der Heterosexualität als Norm basiert, wodurch andere Sexualitätsformen als Abweichungen betrachtet werden und somit eine hierarchische Strukturierung entsteht. Ebenso hat auch der Lehrplan zur Sexualaufklärung an Schulen nur geringfügige Anpassungen erfahren. [...]
Unsere moderne Gesellschaft unterliegt einem ständigen sozialen Wandel. Ebenso wie beispielsweise die religiöse Vielfalt, stellt die Pluralisierung der sexuellen Orientierungen, geschlechtlichen Identitäten und Lebensformen einen elementaren Aspekt des gesellschaftlichen Wandels dar. Darüber hinaus wird die Anerkennung von Minderheiten und die Überwindung der Benachteiligung von Frauen ebenfalls als wesentlicher Bestandteil des Prozesses der Modernisierung betrachtet. Diese Veränderungen gehören zur Normalität und stellen essentielle Bestandteile der Struktur unserer modernen Gesellschaft dar, wodurch die wachsende Vielfalt als Chance gesehen werden kann (vgl. ebd., S. 56). Gemäss Voss (2023) ist es angesichts sich verändernder Gesellschaftsanforderungen dringend geboten, die Sexualaufklärung anzupassen. Beispielsweise hat die Relevanz von Treue und emotionaler Verbundenheit sowie Liebe als Grundlage für Partnerschaften im Vergleich zu den 1990er Jahren stark zugenommen. Ebenso haben heutzutage mehr Jugendliche vor ihrem 18. Lebensjahr erste sexuelle Erfahrungen als noch vor 1950 bei gleichzeitiger Zunahme der Offenheit für unterschiedliche sexuelle Praktiken. Durch die verstärkte Präsenz diverser Lebensweisen und durch die zunehmende Betonung der Individualisierung entsteht eine längst überfällige Bereitschaft, die bereits in der Vergangenheit vorhandene Vielfalt bewusst anzuerkennen und wertzuschätzen. So werden die gesellschaftlichen Veränderungen nach und nach auch gesetzlich verankert. Ein Beispiel hierfür ist die Aufhebung des
175 im Jahre 1994, welcher Homosexualität diskriminierte. Trotz dieser Entwicklungen besteht in grossen Teilen der Gesellschaft ein dominierendes Verständnis von Heteronormativität, was auf einer starren Vorstellung von einer binären Einteilung der Geschlechter und auf der Idee der Heterosexualität als Norm basiert, wodurch andere Sexualitätsformen als Abweichungen betrachtet werden und somit eine hierarchische Strukturierung entsteht. Ebenso hat auch der Lehrplan zur Sexualaufklärung an Schulen nur geringfügige Anpassungen erfahren. [...]
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