Waldeck

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Kriminalroman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

37632

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.03.2024

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ePUB 3

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Verkaufsrang

37632

Erscheinungsdatum

18.03.2024

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

3206 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783293311381

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Politkrimi

clematis am 10.05.2024

Bewertungsnummer: 2198315

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Deutschland, 1964: Journalist Ferdinand Broich braucht nach der letzten Niederlage eine erfolgversprechende Geschichte. Als eine alte Frau anruft und erzählt, dass sie einen ehemaligen SS-Arzt gesehen hätte, entwickelt sich jedoch alles anders als erwartet. Silvia, in wenigen Tagen volljährig, entdeckt ein Geheimnis aus der Vergangenheit ihres Vaters und steckt in der Zwickmühle, wie sie auf seine Lügen reagieren soll. Und schließlich geht es auch noch um Mine, die ihre Schwangerschaft verheimlicht, um nicht aus dem Elternhaus gejagt zu werden. Etliche historisch belegte Details geben diesem Kriminalroman seine ganz besondere Note. Eine Welt zwischen Aufbruch und Schwelgen in Vergangenem lässt Heimbach hier lebendig werden, eine Welt, in der Hitleranhänger auf Kommunisten und sogenannte „Gammler“ treffen, eine Welt, in der sich Konflikte zwischen Generationen ergeben, zwischen jenen, die immer noch Kriegszeiten verherrlichen und anderen, die sich mit Gitarre und Gesang von den Alten abgrenzen. Die Ruine Waldeck mit einem der Realität nachempfundenen Festival und bekannten Namen wie Reinhard Mey oder Katja Ebstein passt gut ins Geschehen, stellt sie doch eine Zuflucht dar für die beiden jungen Frauen auf der Suche nach Freiheit und Unabhängigkeit. Bestens gewählt sind auch alle anderen Personen, die der Handlung Authentizität und Glaubwürdigkeit verleihen und wie nebenbei vieles aus der damaligen Zeit erzählen. Der Krimi in seinen unterschiedlichen Handlungssträngen ist komplex und tiefgründig, grenzt sich ab vom Üblichen, indem er ohne Ermittler auskommt und einfach einen Spiegel der Zeit darstellt. Ein hervorragendes Buch mit spannendem Inhalt – Geschichte auf den Punkt gebracht, und das in formvollendeter Sprache. Interessante und wahrlich vergnügliche Lesestunden darf man mit Waldeck verbringen, weshalb ich gerne eine Empfehlung für diesen ganz besonderen Kriminalroman ausspreche.

Politkrimi

clematis am 10.05.2024
Bewertungsnummer: 2198315
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Deutschland, 1964: Journalist Ferdinand Broich braucht nach der letzten Niederlage eine erfolgversprechende Geschichte. Als eine alte Frau anruft und erzählt, dass sie einen ehemaligen SS-Arzt gesehen hätte, entwickelt sich jedoch alles anders als erwartet. Silvia, in wenigen Tagen volljährig, entdeckt ein Geheimnis aus der Vergangenheit ihres Vaters und steckt in der Zwickmühle, wie sie auf seine Lügen reagieren soll. Und schließlich geht es auch noch um Mine, die ihre Schwangerschaft verheimlicht, um nicht aus dem Elternhaus gejagt zu werden. Etliche historisch belegte Details geben diesem Kriminalroman seine ganz besondere Note. Eine Welt zwischen Aufbruch und Schwelgen in Vergangenem lässt Heimbach hier lebendig werden, eine Welt, in der Hitleranhänger auf Kommunisten und sogenannte „Gammler“ treffen, eine Welt, in der sich Konflikte zwischen Generationen ergeben, zwischen jenen, die immer noch Kriegszeiten verherrlichen und anderen, die sich mit Gitarre und Gesang von den Alten abgrenzen. Die Ruine Waldeck mit einem der Realität nachempfundenen Festival und bekannten Namen wie Reinhard Mey oder Katja Ebstein passt gut ins Geschehen, stellt sie doch eine Zuflucht dar für die beiden jungen Frauen auf der Suche nach Freiheit und Unabhängigkeit. Bestens gewählt sind auch alle anderen Personen, die der Handlung Authentizität und Glaubwürdigkeit verleihen und wie nebenbei vieles aus der damaligen Zeit erzählen. Der Krimi in seinen unterschiedlichen Handlungssträngen ist komplex und tiefgründig, grenzt sich ab vom Üblichen, indem er ohne Ermittler auskommt und einfach einen Spiegel der Zeit darstellt. Ein hervorragendes Buch mit spannendem Inhalt – Geschichte auf den Punkt gebracht, und das in formvollendeter Sprache. Interessante und wahrlich vergnügliche Lesestunden darf man mit Waldeck verbringen, weshalb ich gerne eine Empfehlung für diesen ganz besonderen Kriminalroman ausspreche.

Packende Geschichtsstunde

Bewertung am 26.04.2024

Bewertungsnummer: 2187278

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1964, der Journalist Ferdinand Broich ist bei seiner letzten Story falschen Informationen aufgelaufen und braucht nun dringen einen neuen Job, um seine Reputation wieder herzustellen. Sein Spezialgebiet – das Aufspüren von ehemaligen Kriegsverbrechern, die, meist unter einer falschen Identität, nach wie vor unbehelligt in Amt und Würde sind. Da kommt ihm der Anruf einer Überlebenden des Holocausts gerade recht, die in München einen ehemaligen Zahnarzt aus dem Lager Majdanek wiedererkannt haben will. Doch bei Broichs Eintreffen ist die alte Dame bereits verstorben. Zufall? Silvia will sich nicht ihrem Vater beugen, der ihr verbietet, Kunst zu studieren, sie stattdessen mit einem wohlhabenden Juristen verheiraten will. Außerdem hat sie herausgefunden, dass ihr Vater ein schreckliches Geheimnis verbirgt. Wenige Tage bevor sie großjährig wird, überschlagen sich die Ereignisse, und sie muss früher fliehen als geplant. Ihr Ziel ist das Waldeck-Festival, wo sie sich mit einem jungen Mann treffen will. Währenddessen versucht Mine auf einem Dorf im Hunsrück, ihre ungeplante Schwangerschaft vor ihrer Familie zu verheimlichen. Auch sie soll einen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Sollte sie sich weigern, bliebe ihr nur eine Zukunft als bessere Magd auf dem elterlichen Hof, unter der Knute ihres strengen Großvaters, eines glühenden Hitleranhängers, bei dem alle in Schweigen versinken, wenn er an der sonntäglichen Kaffeetafel ins Schwadronieren über die guten alten Zeiten vor 45 gerät. Heimbach erzählt in seinem multiperspektivischen (Kriminal)Roman von einem Generationenkonflikt, der exemplarisch für die 60er Jahre ist. Obwohl die eigentliche Handlung nur acht Tage umfasst, gelingt ihm ein außerordentlich stimmungsvolles Bild, das den Zeitgeist eines Aufbegehrens perfekt widerspiegelt. Eine Jugend, die sich gegen den Mief ihrer Elterngeneration auflehnt, was sich im Besonderen in der Musik niederschlägt. Heimbach wählt dafür das erste Festival auf der Burgruine Waldeck als Kulisse, aus dem sich eine neue Kultur, die der Liedermacher entwickelte, wie z.B. Hannes Wader oder Katja Ebstein. Die jungen Menschen, die sich dort versammeln und über neue Ideale diskutieren, sind als Gammler und Kommunisten den Vorgenerationen ein Dorn im Auge. Die, die eine neue linke Gefahr und sich in ihren Werten bedroht sehen. Was für eine erschütternde Parallele zur heutigen Zeit! »Aber ich fürchte, … dass die Ideen der Nazis weiterleben, dass Zeiten kommen werden, in denen vergessen sein wird, was passiert ist, in denen man es wahrscheinlich sogar als lästig ansieht, dass immer wieder aufs Neue an die Gräueltaten der Nazis erinnert wird. Ein Vogelschiss in der Geschichte, werden sie sagen, sei das gewesen.« S.147 Gleichzeitig möchten die Alten über die Kriegsjahre und die damit begangenen Verbrechen den Mantel des Schweigens ausbreiten, nach dem Motto: Jetzt muss aber auch mal gut sein. Und das in dem Wissen, dass nicht wenige der Täter unbehelligt unter ihnen leben. Auch in angesehener Stellung, wie im Roman der Zahnarzt Fischer. Ihm zur Seite stellt Heimbach den pensionierten BND-Mann Winter, einen Mann fürs Grobe, der hinter Fischer aufräumt. Denn durch die 1963 begonnenen Auschwitz-Prozesse in Frankfurt werden manche von ihnen äußerst nervös. Mit Mine und Silvia zeichnet der Autor zwei sehr authentische Frauenfiguren, die es satthaben, nach den alten Vorstellungen ihrer Väter zu leben, die sich nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sehnen und voller Zuversicht und Glauben an sich selbst die ersten Schritte in ein freies Leben gehen. Ein Buch, das mir einiges an Geschichte vermittelt hat, bin ich doch später und auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs aufgewachsen. Die Sehnsucht einer neuen Generation, Gerechtigkeit walten zu lassen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und den Opfern Wiedergutmachung zukommen zu lassen. Denn auch heute redet man nicht gern davon, wie viele Nazis sich in Wirtschaft, Justiz und Politik nie zur Verantwortung gezogen wurden und gesellschaftliches Ansehen genießen konnten.

Packende Geschichtsstunde

Bewertung am 26.04.2024
Bewertungsnummer: 2187278
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1964, der Journalist Ferdinand Broich ist bei seiner letzten Story falschen Informationen aufgelaufen und braucht nun dringen einen neuen Job, um seine Reputation wieder herzustellen. Sein Spezialgebiet – das Aufspüren von ehemaligen Kriegsverbrechern, die, meist unter einer falschen Identität, nach wie vor unbehelligt in Amt und Würde sind. Da kommt ihm der Anruf einer Überlebenden des Holocausts gerade recht, die in München einen ehemaligen Zahnarzt aus dem Lager Majdanek wiedererkannt haben will. Doch bei Broichs Eintreffen ist die alte Dame bereits verstorben. Zufall? Silvia will sich nicht ihrem Vater beugen, der ihr verbietet, Kunst zu studieren, sie stattdessen mit einem wohlhabenden Juristen verheiraten will. Außerdem hat sie herausgefunden, dass ihr Vater ein schreckliches Geheimnis verbirgt. Wenige Tage bevor sie großjährig wird, überschlagen sich die Ereignisse, und sie muss früher fliehen als geplant. Ihr Ziel ist das Waldeck-Festival, wo sie sich mit einem jungen Mann treffen will. Währenddessen versucht Mine auf einem Dorf im Hunsrück, ihre ungeplante Schwangerschaft vor ihrer Familie zu verheimlichen. Auch sie soll einen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Sollte sie sich weigern, bliebe ihr nur eine Zukunft als bessere Magd auf dem elterlichen Hof, unter der Knute ihres strengen Großvaters, eines glühenden Hitleranhängers, bei dem alle in Schweigen versinken, wenn er an der sonntäglichen Kaffeetafel ins Schwadronieren über die guten alten Zeiten vor 45 gerät. Heimbach erzählt in seinem multiperspektivischen (Kriminal)Roman von einem Generationenkonflikt, der exemplarisch für die 60er Jahre ist. Obwohl die eigentliche Handlung nur acht Tage umfasst, gelingt ihm ein außerordentlich stimmungsvolles Bild, das den Zeitgeist eines Aufbegehrens perfekt widerspiegelt. Eine Jugend, die sich gegen den Mief ihrer Elterngeneration auflehnt, was sich im Besonderen in der Musik niederschlägt. Heimbach wählt dafür das erste Festival auf der Burgruine Waldeck als Kulisse, aus dem sich eine neue Kultur, die der Liedermacher entwickelte, wie z.B. Hannes Wader oder Katja Ebstein. Die jungen Menschen, die sich dort versammeln und über neue Ideale diskutieren, sind als Gammler und Kommunisten den Vorgenerationen ein Dorn im Auge. Die, die eine neue linke Gefahr und sich in ihren Werten bedroht sehen. Was für eine erschütternde Parallele zur heutigen Zeit! »Aber ich fürchte, … dass die Ideen der Nazis weiterleben, dass Zeiten kommen werden, in denen vergessen sein wird, was passiert ist, in denen man es wahrscheinlich sogar als lästig ansieht, dass immer wieder aufs Neue an die Gräueltaten der Nazis erinnert wird. Ein Vogelschiss in der Geschichte, werden sie sagen, sei das gewesen.« S.147 Gleichzeitig möchten die Alten über die Kriegsjahre und die damit begangenen Verbrechen den Mantel des Schweigens ausbreiten, nach dem Motto: Jetzt muss aber auch mal gut sein. Und das in dem Wissen, dass nicht wenige der Täter unbehelligt unter ihnen leben. Auch in angesehener Stellung, wie im Roman der Zahnarzt Fischer. Ihm zur Seite stellt Heimbach den pensionierten BND-Mann Winter, einen Mann fürs Grobe, der hinter Fischer aufräumt. Denn durch die 1963 begonnenen Auschwitz-Prozesse in Frankfurt werden manche von ihnen äußerst nervös. Mit Mine und Silvia zeichnet der Autor zwei sehr authentische Frauenfiguren, die es satthaben, nach den alten Vorstellungen ihrer Väter zu leben, die sich nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sehnen und voller Zuversicht und Glauben an sich selbst die ersten Schritte in ein freies Leben gehen. Ein Buch, das mir einiges an Geschichte vermittelt hat, bin ich doch später und auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs aufgewachsen. Die Sehnsucht einer neuen Generation, Gerechtigkeit walten zu lassen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und den Opfern Wiedergutmachung zukommen zu lassen. Denn auch heute redet man nicht gern davon, wie viele Nazis sich in Wirtschaft, Justiz und Politik nie zur Verantwortung gezogen wurden und gesellschaftliches Ansehen genießen konnten.

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Waldeck

von Jürgen Heimbach

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