Künstlerische Arbeit psychisch kranker Menschen. Lässt sich die künstlerische Arbeit psychisch kranker Menschen als Kunst bezeichnen?
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Produktdetails
Format
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.01.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
1255 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346995308
Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Kunst - Sonstiges, Note: 1,75, Universität Kassel (Kunstwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Ob Hervorbringnisse von psychisch kranken Menschen den Anspruch haben, als Kunstwerk betrachtet zu werden, soll in der vorliegenden Arbeit erörtert werden. Zuerst wird ein Überblick über die historische Entwicklung künstlerischer Arbeit Geisteskranker gegeben. Es werden einige Psychiater und andere Ärzte, die kreative Aktivität bei ihren Patienten beobachten konnten, kurz vorgestellt. Hierzu wurde der Aufsatz "Zwischen Krankheitssymptom und Kunst: Werke von Psychatrie-Erfahrenen" von Thomas Röske hinzugezogen. Genauere Betrachtung erfährt der Psychiater und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn, der sich in der Monographie Bildnerei der Geisteskranken mit einer Vielzahl an künstlerischen Arbeiten psychisch Kranker aus seiner eigenen Sammlung an der Universität Heideberg auseinandersetzte. Auch auf die Monographie Schizophrenie und Kunst von Leo Navratil wurde zurückgegriffen. Der Psychiater beschrieb die Bilder seiner Patienten und versuchte, einen künstlerischen Stil dieser herauszuarbeiten.
1949 kam Vanda Vieira-Schmidt in Berlin zur Welt. Sie wuchs auf Madeira auf. Im Alter von 17 Jahren kehrte sie zu ihrem Geburtsort zurück. Dort arbeitete sie zuerst als Kosmetikerin und anschliessend als Inhaberin eines portugiesischen Restaurants. Als dieses 1990 schliessen musste, geriet sie in eine Krise, welche in einem Psychiatrieaufenthalt mündete. Danach kam sie ins betreute Wohnen. Hier begann Vieira-Schmidt, DIN-A4-Blätter mit Zeichnungen gegen das Böse zu füllen. Ihrer Überzeugung nach arbeitete sie mit dem deutschen Militär zusammen. Sie glaubte, dass sich im Verteidigungsministerium ein Computer befindet, der in der Lage ist, ihre Blätter in Videos zu verwandeln, wodurch politische Probleme gelöst und allgemeiner Frieden herbeigeführt werden könnten. Häufig fertigte sie an einem einzigen Tag einige Hundert Bilder an, die sie im Keller lagerte. 2005 siedelte Vieira-Schmidt in ein kleineres Appartement um, wodurch Betreuungspersonen über 500.000 ihrer Bilder zu Gesicht bekamen. Sie wurden als Teil der in Heidelberg befindlichen Sammlung Kunst Geisteskranker, die der Kunsthistoriker und Psychiater Prinzhorn ins Leben rief, ausgestellt. Das Ganze ergänzte man mit einem kurzen Film, indem Vieira-Schmidt den Zusammenhang des Werkes erklärt. Zwei Jahre später waren ihre Arbeiten in Berlin, Bochum, Marburg und Rotterdam zu sehen. Vanda Viera-Schmidt sah von einer Bezeichnung ihres eigenen Schaffens als Kunst ab.
1949 kam Vanda Vieira-Schmidt in Berlin zur Welt. Sie wuchs auf Madeira auf. Im Alter von 17 Jahren kehrte sie zu ihrem Geburtsort zurück. Dort arbeitete sie zuerst als Kosmetikerin und anschliessend als Inhaberin eines portugiesischen Restaurants. Als dieses 1990 schliessen musste, geriet sie in eine Krise, welche in einem Psychiatrieaufenthalt mündete. Danach kam sie ins betreute Wohnen. Hier begann Vieira-Schmidt, DIN-A4-Blätter mit Zeichnungen gegen das Böse zu füllen. Ihrer Überzeugung nach arbeitete sie mit dem deutschen Militär zusammen. Sie glaubte, dass sich im Verteidigungsministerium ein Computer befindet, der in der Lage ist, ihre Blätter in Videos zu verwandeln, wodurch politische Probleme gelöst und allgemeiner Frieden herbeigeführt werden könnten. Häufig fertigte sie an einem einzigen Tag einige Hundert Bilder an, die sie im Keller lagerte. 2005 siedelte Vieira-Schmidt in ein kleineres Appartement um, wodurch Betreuungspersonen über 500.000 ihrer Bilder zu Gesicht bekamen. Sie wurden als Teil der in Heidelberg befindlichen Sammlung Kunst Geisteskranker, die der Kunsthistoriker und Psychiater Prinzhorn ins Leben rief, ausgestellt. Das Ganze ergänzte man mit einem kurzen Film, indem Vieira-Schmidt den Zusammenhang des Werkes erklärt. Zwei Jahre später waren ihre Arbeiten in Berlin, Bochum, Marburg und Rotterdam zu sehen. Vanda Viera-Schmidt sah von einer Bezeichnung ihres eigenen Schaffens als Kunst ab.
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