Parallelen in Hagens und Dietrichs Ethos im Nibelungenlied Eine vergleichende Textanalyse
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.04.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
454 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783389006337
Dieser Aufsatz besteht im Hauptteil aus drei Kapiteln, von welchen das erste das Nibelungenlied forschungsgeschichtlich und quellenkritisch einordnet. Kapitel drei und vier enthalten unter Bezugnahme auf die massgeblichen Forschungskonzepte eine definitorische Annäherung an die verschiedenen Ethiken sowie den Teil der Textanalyse. Dort werden die Elemente êre, leit und trûren hinsichtlich ihrer Ausprägung bei Hagen und Dietrich untersucht und verglichen. Auf dieselbe Weise wird in Bezug auf das Handeln im Rahmen der höfischen Rituale des Waffentragens und des gruozes vorgegangen. Der Schlussteil enthält eine zusammenfassende Darstellung der Figuren.
Hagen von Tronje, ein küene [helt] vil grimmes muot und Dietrich von Bern, ein vil edel ritter guot, scheinen zwei völlig konträre Figuren des Nibelungenlieds zu sein. Der eine tötet Kinder, trinkt das Blut erschlagener Feinde und scheint nichts ausser Gewalt zu kennen, während der andere versucht, jedwede Gewalt zu vermeiden und zwischen allen zu vermitteln. Die Gegensätzlichkeit beider Akteure wird bis heute von zahlreichen Literaturwissenschaftlern, Historikern und Soziologen thematisiert, weswegen ihr Bild speziell in der älteren Forschung meist sehr einseitig und auf wenige, für sie vermeintlich typische, auf den ersten Blick auszumachende Merkmale begrenzt ist.
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