Produktbild: Die erste halbe Stunde im Paradies

Die erste halbe Stunde im Paradies

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2025

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20.4/12.8/3 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

2. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-0011-3

Beschreibung

Rezension

»Einfühlsam widmet Janine Adomeit sich der Darstellung der einstigen Familienbande, klug komponiert sie den Wechsel zwischen dem teilweise verdrängten Gestern und dem herausfordernden Heute.« Torben Rosenbohm, Nordwest Zeitung ("NWZ Nordwest-Zeitung")
»Janine Adomeit hat mit DIE ERSTE HALBE STUNDE IM PARADIES eins jener Bücher geschrieben, die man eigentlich nonstop ans Herz drücken möchte – was aber nicht geht, da man ja unbedingt weiterblättern und ein Kapitel nach dem anderen verschlingen will.« Timothy Sonderhüsken ("rababumm - Blog über Bücher")
»Ein berührender und auch tröstlicher Roman, der leicht und sehr gut lesbar ist.« Kulturette ("Kulturette")
»Ein tröstlicher Roman, zutiefst emotional und feinfühlig.« Cornelia von Forstner, Evangelischer Buchberater ("Der evangelische Buchberater")
»Janine Adomeits Roman ›Die erste halbe Stunde im Paradies‹ macht auf berührende Art das ganze Dilemma deutlich, wenn Angehörige – und erst recht Kinder – die schwere Krankheit einer Person auffangen wollen oder vielmehr auch gezwungenermassen auffangen müssen.« Manuela Braun, booknerds.de ("booknerds")
»Ein einfühlsames und ein lesenswertes Buch!« Sylvia Paschert, Ruhr Nachrichten ("Ruhr Nachrichten")
»Janine Adomeit erzählt mit lakonischer Klarheit, bis an den Rand der Satire. Und sie schafft es, in den Kindheitsszenen das Schöne und dessen Unmöglichkeit berührend auszubalancieren.« Ruth Bender, Redaktionsnetzwerk Deutschland ("RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)")
»Der Roman geht darauf ein, was passiert, wenn man jemanden pflegt, der einem nahesteht. Das wird so vorsichtig, behutsam, aber so eindringlich und realistisch erzählt. Und gleichzeitig ist es die Geschichte von Geschwistern, das hat mir an dem Buch sehr, sehr gut gefallen.« Margarete von Schwarzkopf, Domradio Köln ("Domradio")
»Ein Roman, der nachdenklich macht, der berührt, ohne zu dramatisieren. Ein Roman um eine eigentlich glückliche, weil voller Liebe steckende Familie, die dann aber doch an den Verhältnissen, an der Erkrankung der Mutter zerbricht. Unbedingt lesenswert.« Renas Wortwelt ("Renas Wortwelt")
»Die Sprache von ›Die erste halbe Stunde im Paradies‹ ist nüchtern, aber voller Wärme und feinem Humor. Trotz des ernsten Themas gibt das Buch Trost und schafft es, dass du dich in den Figuren wiederfindest. Ein aussergewöhnlicher Roman, der lange nachhallt.« Johanna Steinschulte, Hörzu ("Hörzu")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2025

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20.4/12.8/3 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

2. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-0011-3

Herstelleradresse

Zeitfracht GmbH
Ferdinand-Jühlke-Str. 7
99095 Erfurt
DE

Email: kas-va@kolibri360.de

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  • Bewertung

    5/5

    05.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie Geschwisterdynamik funktioniert

    Anne ist Anfang 30 und Pharmareferentin. Ihre Karriere geht steil & sie scheint ihr Leben im Griff zu haben. Schmerzmittel, insbesondere starke Opioide wie Fentanylpflaster sind ihre Expertise. Ihre Kindheit hat daraus bestanden, gemeinsam mit ihrem Bruder Kai deren schwer kranke Mutter zu pflegen, die an einer degenerativen Krankheit litt. Da diese jegliche Hilfe von außen ablehnte, mussten die Geschwister viel zu früh in eine verantwortungsvolle, nicht altersgerechte Rolle schlüpfen. Annes & auch Kais von der Krankheit der Mutter geprägte damalige Kindheit forderte ihren Tribut, denn wo die beiden damals ein inniges Verhältnis zueinander hatten, besteht heute nicht mal mehr Kontakt zwischen ihnen! Anne befindet sich auf einer wichtigen Tagung, um der Firma ihr neues Projekt vorzustellen, als sie unverhofft nach all den Jahren Funkstille mehrere Anrufe von Kai erhält: Ob sie ihn aus einer Entzugsklinik abholen könnte. Widerwillig stimmt sie zu. Warum ist ausgerechnet sie seine einzige Option? Weshalb hat Kai sie damals verlassen & mit Mutter allein zurück gelassen? Eigentlich hat Anne keinerlei Ambitionen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch wenn man zu zweit mit unausgesprochenen Wahrheiten in einem Auto feststeckt, kann man vor drängender Kommunikation nicht so leicht fliehen. ✨ So ein tiefgründiger, einfühlsamer Roman über Familie, Verantwortung & die Folgen schwieriger Kindheitserfahrungen. Nicht nur die Thematiken wurden sehr realistisch dargestellt. Ebenso Anne & Kai sowie auch ihre Mutter. Annes Rationalität, die für mich stellenweise sehr humorvoll rüberkam, hat mich in ihren Bann gezogen. Aber auch Kai als Figur des großen Bruders mit seiner Vorbildfunktion & Empathie. Der Schreibstil ist sehr flüssig, ruhig, zugleich mitreißend. Auf übertriebene Dramatik schafft die Autorin, zu verzichten. Geliebt habe ich den Wechsel zwischen Vergangenheit & Gegenwart, durch den die seelischen Hintergründe der Figuren nach & nach sichtbar wurden. Die größte Stärke des Buches lag für mich in seiner psychologischen Tiefe. Die Autorin zeigt auf, wie unterschiedlich Menschen auf Belastungen reagieren können & wie schwer es sein kann, alte Wunden überhaupt zu erkennen oder gar aufzuarbeiten. Eine emotionale, fesselnde Story, die zum Nachdenken über Schuld & Vergebung zwischen Geschwistern anregt & die ich nie wieder vergessen werde!

  • Nicole Kleber

    aus Eisenberg

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive Geschichte über Young Carer

    „Ihr müsst keine Angst haben. Ich bin nicht sterbenskrank. Es ist nur - also, meine Hände, die zittern manchmal, das ist euch bestimmt schon aufgefallen. Und meine Füße, in denen kribbelt es. Dann stolpere ich. Irgendwann könnte es dazu kommen, dass ich nicht mehr so gut Treppen steigen und keine weiten Strecken mehr laufen kann.“ Anne ist 8, ihr Bruder Kai sechs Jahre älter, als ihre Mutter die Diagnose Multiple Sklerose erhält. Nur zwei Jahre später verschlechtert sich der Zustand der Erkrankten rapide, doch statt sich Hilfe zu holen, beansprucht diese Mutter die Hilfe und Pflege, die sie benötigt, von ihren Kindern. Und damit meine ich alle Pflege, die jemand benötigt, der nicht mehr mobil ist, seinen Körper nicht mehr selbst pflegen kann, eigentlich gar nichts mehr machen kann. Anne und Kai, die nicht den gleichen Vater haben und auch keinen oder nur sehr wenig und sporadischen Kontakt zu Selbigen haben, lieben ihre Mutter sehr und folgen ihrem Apell der Zusammenhalt und Verantwortung füreinander tragen beschwört, ohne die Situation auch nur im Geringsten in Frage zu stellen. Immer wieder stellt sie auch in den Raum, dass Anne vom Jungendamt geholt wird, sollte etwas von ihrer Erkrankung nach außen dringen. Dass die Kinder damit an Grenzen stoßen, die sie gar nicht kennen sollten, ist klar. „Doch es ergab keinen Sinn, ihr das zu sagen, meine Gefühle waren angesichts ihrer Krankheit und ihrer Einschränkungen klein und unwichtig.“ Beide haben großen Halt aneinander, Anne sieht zu Kai auf, der wiederum kümmert sich um das Mädchen, das die Aufgaben einkaufen, kochen und waschen übernommen hat. Er begleitet die Mutter zum Arzt, übernimmt das Duschen und Toilettengänge, nimmt erste Jobs an, als das Geld knapp wird und schreibt „nebenbei“ Abitur. Der Roman beginnt 20 Jahre später. Anne, die Ich-Erzählerin, ist Pharmareferentin und gerade auf einer Tagung, als sie einen Anruf von ihrem Bruder erhält, zu dem sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Er bittet sie, ihn aus einer Entzugsklinik in Pellworm abzuholen und für eine Nacht zu beherbergen. Sie zögert, denn sie wütend auf ihn und das, was damals passiert ist ... „Er ist einmal alles für mich gewesen - alles, worauf ich mich verlassen und woran ich glauben konnte. Für mich hat er die ganze Welt zusammengehalten. Und dann ist er aus ihr herausgefallen und auf einem fremden Planeten gelandet, während ich zurückgeblieben bin." Auf diesen zwei Zeitebenen erzählt Janine Adomeit ein eindringliches Porträt zweier Geschwister, einer eigentlich sehr liebevollen Familie und ihrem Zusammenhalt und dem tragischen Zerbrechen aller beteiligten Personen durch eine wirklich sehr komplexe Dynamik. Das wird ganz ohne Drama, ohne Pathos erzählt, im Ton sogar recht nüchtern - aber auch sehr einfühlsam. Kapitel für Kapitel dröselt sich auf, was damals passiert ist und was aus Anne und Kai und ihrer Mutter geworden ist. Durch die Zeitwechsel ist das sehr spannend und ich bin nur so durch die Seiten gerauscht - auch wenn's mich sehr mitgenommen hat.

  • Bewertung

    5/5

    17.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei sind eine Party

    Eine interessante Konstellation, die beiden unzertrennlichen Geschwister Anne und Kai und die alleinerziehende Mutter, die Multiples Sklerose bekommt und sich von der fröhlichen, musikalischen und temperamentvollen Frau zum Pflegefall entwickelt. Die Kinder werden im Laufe der Zeit überfordert, als es der Mutter immer schlechter geht, denn sie müssen sich kümmern und die Kranke pflegen. Die Krankheit übernimmt die Regie, die Mutter wird immer abhängiger und die Geschwister können weder die Bedürfnisse der Kranken stillen noch werden ihre eigenen Bedürfnisse erfüllt. Es ist schmerzhaft zu sehen, wie die anfangs enge und positive Dreierbeziehung nach und nach auseinanderbricht, da die Aufgabe zu groß wird und die Situation zu sehr belastet. Aus der Fürsorge für die geliebte Mutter entsteht eine totale Überforderung, die emotionale Reife ist (noch) nicht vorhanden und die Jugendlichen können die Ansprüche nicht erfüllen. Und dann entsteht auf einmal die große Entfremdung, der Verlust der Nähe und der Liebe. Der Leser möchte wissen, warum? Was hat den Bruch ausgelöst? Der Umgang mit der Scham, mit der Krankheit? Eifersucht? Verlorenes Vertrauen? Hoffnungslosigkeit? Aus dem Wir entsteht ein Ich, das jeweils unglücklich ist und nicht ausreichend gesehen wird. Die Loyalität wird auf die Probe gestellt, Schuldgefühle entstehen und Kommunikation bzw. die Suche nach Lösungen findet nicht statt, ein umfassendes Dilemma für alle drei Protagonisten. Der Stil ist passend, unprätentiös, fast lakonisch erzählt erfahren wir den Handlungsstrang aus der Perspektive der Schwester / Tochter. Nach Annes Kindheit gibt es einen großen Sprung in die Zeit ihrer Berufswelt, der Bruch mit Kai hat stattgefunden und wir erleben eine junge Erwachsene, die mit dem jungen Mädchen kaum etwas gemein hat. Sie hat in der Zwischenzeit aufgrund der gestörten Beziehungen eine totale Unabhängigkeit von sozialen Bindungen entwickelt, sie will sich vor Nähe und damit einhergehend vor möglichen Schmerzen und Enttäuschungen schützen. Dadurch ist sie immer bedürfnis- und kontaktloser geworden, ehrgeizig und erfolgreich im Beruf wirkt sie unabhängig und unnahbar. Aber Kai, der abwesende Bruder, taucht nach jahrelanger Stille plötzlich in ihrem Leben wieder auf, hilfesuchend und bedürftig bedroht er ihren Perfektionismus, ihre Abgeklärtheit und selbstgewählte Einsamkeit. Wird Anne dieses Eindringen in ihre Privatsphäre zulassen? Kann es eine Wiederannäherung und eine Versöhnung geben? Oder ist zu viel passiert, was nicht vergessen werden kann? Ein wichtiges Thema, das sozialkritisch anspricht, was die Gesellschaft gerade auch in der Zukunft verstärkt leisten muss: Die Pflege alter oder kranker Menschen, entweder in Heimen oder privat zuhause durch Angehörige. Es geht um die Würde des Alters und der Krankheit, schwierige, schmerzhafte Prozesse, Themen, die aktuell und von allgemeinem Interesse sind, aber kaum im Rampenlicht stehen, sondern häufig kaschiert werden. Ein spannendes, emotional mitreißendes Buch, das Augen öffnet und Probleme sichtbar macht.

  • ElliP

    aus Hessen

    5/5

    17.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei sind eine Party Eine…

    Drei sind eine Party Eine interessante Konstellation, die beiden unzertrennlichen Geschwister Anne und Kai und die alleinerziehende Mutter, die Multiples Sklerose bekommt und sich von der fröhlichen, musikalischen und temperamentvollen Frau zum Pflegefall entwickelt. Die Kinder werden im Laufe der Zeit überfordert, als es der Mutter immer schlechter geht, denn sie müssen sich kümmern und die Kranke pflegen. Die Krankheit übernimmt die Regie, die Mutter wird immer abhängiger und die Geschwister können weder die Bedürfnisse der Kranken stillen noch werden ihre eigenen Bedürfnisse erfüllt. Es ist schmerzhaft zu sehen, wie die anfangs enge und positive Dreierbeziehung nach und nach auseinanderbricht, da die Aufgabe zu groß wird und die Situation zu sehr belastet. Aus der Fürsorge für die geliebte Mutter entsteht eine totale Überforderung, die emotionale Reife ist (noch) nicht vorhanden und die Jugendlichen können die Ansprüche nicht erfüllen. Und dann entsteht auf einmal die große Entfremdung, der Verlust der Nähe und der Liebe. Der Leser möchte wissen, warum? Was hat den Bruch ausgelöst? Der Umgang mit der Scham, mit der Krankheit? Eifersucht? Verlorenes Vertrauen? Hoffnungslosigkeit? Aus dem Wir entsteht ein Ich, das jeweils unglücklich ist und nicht ausreichend gesehen wird. Die Loyalität wird auf die Probe gestellt, Schuldgefühle entstehen und Kommunikation bzw. die Suche nach Lösungen findet nicht statt, ein umfassendes Dilemma für alle drei Protagonisten. Der Stil ist passend, unprätentiös, fast lakonisch erzählt erfahren wir den Handlungsstrang aus der Perspektive der Schwester / Tochter. Nach Annes Kindheit gibt es einen großen Sprung in die Zeit ihrer Berufswelt, der Bruch mit Kai hat stattgefunden und wir erleben eine junge Erwachsene, die mit dem jungen Mädchen kaum etwas gemein hat. Sie hat in der Zwischenzeit aufgrund der gestörten Beziehungen eine totale Unabhängigkeit von sozialen Bindungen entwickelt, sie will sich vor Nähe und damit einhergehend vor möglichen Schmerzen und Enttäuschungen schützen. Dadurch ist sie immer bedürfnis- und kontaktloser geworden, ehrgeizig und erfolgreich im Beruf wirkt sie unabhängig und unnahbar. Aber Kai, der abwesende Bruder, taucht nach jahrelanger Stille plötzlich in ihrem Leben wieder auf, hilfesuchend und bedürftig bedroht er ihren Perfektionismus, ihre Abgeklärtheit und selbstgewählte Einsamkeit. Wird Anne dieses Eindringen in ihre Privatsphäre zulassen? Kann es eine Wiederannäherung und eine Versöhnung geben? Oder ist zu viel passiert, was nicht vergessen werden kann? Ein wichtiges Thema, das sozialkritisch anspricht, was die Gesellschaft gerade auch in der Zukunft verstärkt leisten muss: Die Pflege alter oder kranker Menschen, entweder in Heimen oder privat zuhause durch Angehörige. Es geht um die Würde des Alters und der Krankheit, schwierige, schmerzhafte Prozesse, Themen, die aktuell und von allgemeinem Interesse sind, aber kaum im Rampenlicht stehen, sondern häufig kaschiert werden. Ein spannendes, emotional mitreißendes Buch, das Augen öffnet und Probleme sichtbar macht.

  • Bewertung

    5/5

    05.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman, der mich restlos begeistert und überzeugt hat! Für mich ein absolutes Highlight!

    Die Autorin nimmt sich Themen an, die in Romanen eher selten vorkommen, die auch in der Öffentlichkeit kaum stattfinden. Was passiert, wenn eine alleinerziehende Mutter krank wird? So krank, dass sie zunächst physisch nach und nach abbaut, dass ihre Kinder bis zur Selbstaufgabe unterstützen. Was macht so etwas mit einem Kind? Mit einem Jugendlichen? Wie steht es um die Beziehung zur Mutter? Wie entwickelt sich die Beziehung von Geschwistern? Und: Können Kinder/Jugendliche eine solche Bürde überhaupt (er-)tragen? Dieser Roman handelt von Schmerz in allen Facetten. Alleine dafür, wie klug die Autorin dieses Thema umkreist und an verschiedenen Stellen greift, muss man den Hut ziehen. »Gemeinsam empfundener Schmerz ist oft der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen« Immer wieder lief es mir kalt den Rücken hinunter, Gänsehaut wurde während des Lesens irgendwann Dauergast. So sehr packt einen diese Geschichte! Zudem ist dieser Roman handwerklich unglaublich gut gestaltet. Erleichtert und beglückt durfte ich feststellen, dass Janine Adomeit mit der Ich-Perspektive Präsens souverän umzugehen weiß (was nicht bei allen Autor*innen der Fall ist). Die alternierenden Zeitebenen in den verschiedenen Kapiteln greifen wie Zahnräder ineinander, tragen die Handlung gekonnt voran. Die Figuren sind in sich angenehm authentisch und bleiben im Gedächtnis. Ich wünsche mir sehr, dass Janine Adomeit für diesen Roman die ein oder andere Auszeichung und/oder Nominierung erhält! Wenn dieser Roman nicht preiswürdig ist, dann weiß ich nicht welcher …

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