Seit den sagenumwobenen Tagen König Artus' macht das Geschlecht der Pellinor Jagd auf »die Bestie«. Generation um Generation folgen die Pellinors ihrer Bestimmung und sind auf ewig währender Pirsch, um dem legendären Ungeheuer den Garaus zu machen… und immer wieder scheitern sie kläglich. Nun ist es an Pelli, die Fackel von seinem Grossvater zu übernehmen und sich auf die Familien-Quest zu begeben. Allein, Pelli hat zwar ein Schwert, aber ansonsten wenig von einem strahlenden Ritter, und seine Gefährtin, die Dame vom See, hat ihre Magie verloren… Frédéric Maupomé und Wauter Mannaert (YASMINA) schicken ihr schräges jugendliches Held:innenduo auf dem Rücken ihres treuen Motorrollers Geraldine auf eine fantastische Abenteuerreise in unsere heutige Welt, in der das Wunderbare längst dem Banalen gewichen ist – deren Zauber sich mit etwas Fantasie und Hartnäckigkeit jedoch an allen Ecken und Enden
aufstöbern lässt.
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Spannend und witzig - moderne Rittergeschichte auf dem Moped!
lesenmitausblick am 18.11.2025
Bewertungsnummer: 2657768
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Nachfahre aus dem Dunstkreis von König Artus, der in unserer heutigen Zeit auf der Jagd nach einer Bestie ist- auf einem Moped??? Diesen Comic musste ich mir gleich mal genauer ansehen.
Für „Quest – 1. Die Dame vom See“ haben Frédéric Maupomé und Wauter Mannaert zum ersten Mal zusammengearbeitet. Aus dem Fränzösischen hat Christiane Bartelsen übersetzt. Das Lettering ist von Olav Korth. Erschienen ist das gute Stück bei Reprodukt.
Seit der Zeit von König Artus sind die Pellinors auf der Suche nach der Bestie, es ist ihr Vermächtnis. 1000 Jahre schon haben sie es nicht geschafft, das Wesen zu besiegen. Nun ist es an Pelli, die Jagd fortzuführen. Der recht unbedarfte Junge sucht an einem morastigen See die Dame, die dort lebt. Denn diese soll ihm sein Schwert geben, damit er sich auf die Suche machen kann. Kein Schwert, keine Rüstung, nicht mal zu Pferd ist Pelli unterwegs. Die Wassernixe überreicht ihm das magische Schwert und bittet ihn, sie mitzunehmen. Sie ist an den See gebunden und nur, wenn ein Ritter sie fragt, ihm zu helfen, kann sie verschwinden. Doch plötzlich taucht Gawain, ein Ritter auf der Suche nach Ruhm, auf und begehrt das magische Schwert ebenso. Pelli, völlig unkoordiniert und überfordert wie er nun mal ist, ist nun auf die Hilfe der Dame angewiesen und nimmt sie mit. Beide entkommen in einem (Achtung!) Bus…
Eine wilde (Verfolgungs-) Jagd beginnt. Actionreiche und spannende Szenen wechseln sich mit urkomischen Momenten ab. Denn die Dame muss erstmal in der neuen Welt klarkommen. Hier prallen Welten aufeinander. Das macht für mich auch den Reiz des Comics aus. Die alten Werte der Ritter, Pelli, der irgendwie einfach so in die Sache reingeschlittert ist, magische Wesen wie ein Einhorn und dunkle Gestalten, die Pelli im Namen einer Unbekannten auf den Fersen sind – mal ganz abgesehen von der Bestie – es ist ordentlich was los. Ich verrate schon mal, dass das Ende offen ist. Zum Glück ist der nächste Band schon erhältlich. Es gilt noch eine Menge Licht ins Dunkel zu bringen.
Der Illustrationsstil lehnt sich an ältere Comics an, würde ich einschätzen. Ich kenne mich nicht so genau aus, würde aber vermuten, dass der Stil der Ligne claire zuzuordnen ist? Wer kann mich da aufklären?
Was mich richtig begeistert hat ist die Art, wie hier mit Perspektive und „Zoom“ gearbeitet wird. Die Panels verlaufen zum Teil schräg und diagonal. Einzelne Details wie die Hand am Schwert werden vergrößert und ganz nah dargestellt und auf die eigentliche Kampfszene gelegt. So bekommt das Ganze noch mehr Spannung und Lauf. Soundwörter und Speedlines geben der Geschichte zusätzlich Bewegung. Die Kampfszenen wirken sehr lebendig. Man kann förmlich das Klirren der Schwerter wahrnehmen.
Die Dialoge bauen häufig auf Situationskomik und machen auch viel Spaß.
Ich bin angesteckt und möchte jetzt natürlich wissen, wie es weitergeht.
„Quest – Die Dame vom See“ ist ein gelungener Auftakt einer modernen Version der Ritter der Tafelrunde und gefällt mir sehr. Schaut ihn euch doch mal genauer an. Es lohnt sich.