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Tote Schwäne tanzen nicht Roman

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.03.2025

Verlag

Anthea Verlag

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

20.3/12.5/2.9 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Dunkellila / Rosé

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Baletky

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89998-442-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.03.2025

Verlag

Anthea Verlag

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

20.3/12.5/2.9 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Dunkellila / Rosé

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Baletky

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89998-442-2

Herstelleradresse

Anthea Verlag
Hubertusstraße 14
10365 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    15.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte Ausbildung

    „Vergiss das Sandmännchen und hör ab jetzt Tschaikowsky.“ Seite 23 INHALT Die Autorin beschreibt den Weg eines Kindes (bis hin zu einer jungen Erwachsenen) die in Prag zu einer Balletttänzerin ausgebildet, ja eher gedrillt wird. Die Autorin selbst wurde so ausgebildet, und teilt im Buch eigene Tagebucheinträge. Drogen, Abführmittel und Intrigen gehören so sehr dazu, wie für andere das Spielen in dem Alter. „Nur: an den Brüsten nimmst du einfach schwer ab. Die anderen binden sie ab, um nicht wie ein Truthahn oder aufgebläht aus hinzuschauen, das sagen sie über Aneta, oder damit sie das in zwei Nummern zu kleine Kostüm passen und manchmal fällt eine von euch in Ohnmacht, weil sie einfach nicht mehr atmen kann.“ Seite 14 EINDRUCK UND FAZIT Warum um Himmels Willen, kannte ich tschechische Autor*innen noch nicht? Mich hat dieses Buch so sehr berührt! Ich wusste, dass die Ausbildung hart ist, aber wie hart hat mich dann doch überrascht. Beeindruckend und schockierend zugleich. Ehrlich, stark und super intensiv! Sehr lesenswert! „Du rauchst starke Marlboro, weil du stark sein willst, du musst ja deine Zerbrechlichkeit irgendwie ausgleichen, angeblich siehst du ja aus wie eine Puppe, obwohl du schon 14 bist, und immer wie eine Ballerina, was ich angesichts der perfekten Körperhaltung, dem glatt frisierten Dutt und dem Tutu nur mühsam kaschieren lässt.“ Seite 95

  • Adele

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    19.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Weg zur Primaballerina und zur Zerstörung des Selbst

    Eindringlich schildert die Autorin in Tote Schwäne tanzen nicht die Lebenswelt eines jungen Mädchens, das sich nichts mehr wünscht als professionelle Ballerina zu werden. Für diesen Traum lebt sie bereits seit dem Kindesalter im Internat in Prag und wird am dortigen Konservatorium ausgebildet - eine Auszeichnung als zukünftige Ballettelite des Landes. In der anekdotenhaften Erzählung über 8 Jahre vermischen und potenzieren sich ganz alltägliche und alterstypische Gedanken und Sorgen immer wieder mit den sehr speziellen Anforderungen einer professionellen Tanzausbildung als Primaballerina. Ein Leben in Prag im Internat fernab der Familie bereits im Kindesalter, Schmerz und permanente Demütigungen durch Lehrpersonal, Erfolgsdruck, Konkurrenzkampf, Mobbing und Essstörungen. Ein ständiger Kampf gegen den eigenen Körper und das in einem Alter, in dem die Pubertät ohnehin herausfordernd ist. Über die Protagonistin und ihr Umfeld erhält die Leserin auch immer wieder Einblicke in die postsozialistische tschechische Gesellschaft und eine Jugend in den 90ern. Für viele Mädchen ist die Ausbildung auch eine Flucht aus dem Herkunftsmilieu, das gerade auf dem Land wenig Raum für Träume lässt und kaum Perspektiven bietet. Erzählt wird dieser Alltag in der Du-Form, was eine eigentümliche Distanz der Autorin vom Geschehen und gleichzeitig Nähe der Leserin zu diesem erzeugt. Die Autorin verarbeitet dabei ihre eigenen Erfahrungen und bereichert den Text immer wieder mit Tagebuchaufzeichnungen, die der Erzählung zusätzliche Authentizität verleihen. Bedrückend wird so geschildert, wie verloren diese Mädchen und jungen Frauen sind, mit dem Ziel der Einrichtung ihren Willen zu brechen, sie ganz und gar unterzuordnen und als Objekt formbar zu machen. Welchen Preis muss man zahlen, für die Perfektion auf der Bühne? Und ist Druck, Demütigung und Schmerz tatsächlich wirkungsvoller und in dem Maße notwendig als und statt Zuwendung, Verständnis und Ermutigung? Welche Schäden, physische wie psychische, tragen junge Frauen davon, die diesen Weg gegangen sind und wer trägt die Verantwortung dafür? Etwas ärgerlich sind leider die zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler in der Übersetzung. Für mich war dieser Einblick in die professionelle Ballettausbildung eindrucksvoll und authentisch erzählt! Ein Coming Of Age Roman der anderen Art, der mit einem 10 Jährigen Mädchen beginnt, das bereits mehr schultert als einige erwachsene Menschen und eine schmerzhafte, beeindruckende Wandlung durchmacht!

  • Tobias Krieg

    4/5

    08.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwachsen in einer Elite-Ballettakademie

    "Du bist ein Körper, nix anderes. Ein erstklassig abgerichteter, erstklassig aussehender, erstklassig dressierter Körper. Alles dreht sich um ihn. [...] Du musst dich verkaufen." (S. 229) "Was alles tust du, um erfolgreich zu sein? Alles. Wenn du keinen Erfolg hast, bedeutest du nichts, bist du nicht, existierst du nicht." (S. 148) Im Roman "Tote Schwäne tanzen nicht" der tschechischen Regisseurin und Tänzerin Miřenka Čechová berichtet eine namenlose Erzählerin von ihrer schulischen Ausbildung in einer Elite-Ballettakademie in Prag. Mit 10 Jahren verlässt sie dafür ihre Familie und zieht in ein Wohnheim in der entfernten Großstadt. Wochenends ist das Heim geschlossen und da sie nicht immer nach Hause fahren kann, muss sie sich jeweils andere Unterkunftsmöglichkeiten suchen. Die Ausbildung in der Schule ist knallhart und viele "Professoren" scheinen es geradezu zu lieben, ihre Schüler zu quälen und zu drangsalieren. Tanzen ist alles, klassische Wissensvermittlung spielt meist weniger eine Rolle. Im Wohnheim lebt sie mit einigen anderen Mädchen in einem Zimmer und ist somit nie für sich allein und muss sich immer mit den anderen arrangieren. Essen und Körperformen werden zu Dauerthemen und bald fängt sie - wie offenbar ziemlich alle in diesem Bereich - mit dem Rauchen an. Alkohol wird schon in jungen Jahren viel konsumiert und auch andere Drogen werden von vielen Mädchen, u.a. in langen Nächten in Techno-Clubs, regelmäßig eingeworfen. "Káča sagt immer, wenn sie ein halbes Kilo zunimmt, dass sie total eklig und dick ist, und dass sie kotzen könnte, dass sie nicht in den Spiegel schauen kann, ohne dass sie das ganz eklig findet und ihr sogar richtig schlecht wird, und sie auch extrem wütend wird, sodass sie sich am liebsten umbringen würde. Selbsthass, das ist es, was euch alle verbindet." (S. 235) Die Erzählerin schreibt in der Du-Form (Bsp: "Du bist siebzehn und endlich nicht mehr Jungfrau. Du verstehst nicht, was alle an diesem Sex so gut finden." (S. 127)) und der Text besteht aus kurzen Kapiteln, die jeweils eine Szene beschreiben oder ein Thema ausführen. Zu Beginn wird gelegentlich zwischen den Kapiteln in der Zeit gesprungen (was mich zunächst irritiert hat), der allergrößte Teil der Geschichte wird aber chronologisch erzählt. Die Handlung spielt in den 90er Jahren. Nach einem für mich recht holprigen Einstieg habe ich das Buch dann in nur zwei Tagen durchgelesen. Die Mischung aus Einblick-in-Elite-Ballettausbildung, Coming-Of-Age und existentieller Roman ist der Autorin aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Die Widersprüche, mit denen die Erzählerin ringt, werden deutlich (Individualität vs. Unterordnung in strikte Systeme) und es stellt sich vor allem die Frage, welche Widrigkeiten man für seine Träume in Kauf nehmen soll und ab wann wichtige Grenzen überschritten werden (Stichwort: "Ist nicht der Weg das Ziel?"). "Du wirst zur Expertin für Produkte gegen Schmerzen, Entzündungen, Muskelzerrungen, [...] und zu Weihnachten wünscht du dir Gutscheine für die Apotheke." (S. 25) 4,5 Sterne

  • Leonieliestgerade

    4/5

    04.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick hinter den goldenen Vorhang der Ballettwelt

    Tote Schwäne tanzen nicht von Mírenka Cechová hat mich sprachlos zurückgelassen. Dieses Buch trifft mitten hinein in eine Welt, die für viele von uns unerreichbar scheint. Von außen glitzern Ballett und Bühne, dahinter verbergen sich jedoch Härte, Druck, Schmerz und ein Schweigen, das viel zu lange aufrechterhalten wurde. Es ist beeindruckend und zugleich erschütternd, wie viel Cechová in so jungen Jahren schon erlebt hat. Sowohl körperlicher als auch psychischer Missbrauch, ein enormer Leidensdruck und Body Shaming auf einem ganz anderen Niveau treten hier offen zutage und zeigen, wie gnadenlos ein System sein kann, das Perfektion über Menschlichkeit stellt. Der Schreibstil von Mírenka Cechová hat eine Kraft und Direktheit, die sofort fesselt. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett drin und konnte nicht mehr loslassen. Die Sprache ist lebendig, präzise und schafft es, Schönheit und Abgrund gleichzeitig sichtbar zu machen. Besonders eindrücklich sind die Tagebucheinträge, die wie innere Stimmen wirken. Sie geben dem Erzählten noch einmal eine ganz andere Tiefe und lassen spüren, wie viel Einsamkeit, Sehnsucht und Zerrissenheit hinter der Fassade aus Spitzenschuhen und Applaus stehen. Für Menschen, die nur das Bild der eleganten Ballerina kennen, öffnet dieses Buch eine Tür in eine andere Realität. Es zeigt glasklar, dass Erfolg und Anmut oft auf einem Fundament aus Schmerz stehen. Es ist harte Kost, keine leichte Lektüre und sicher nicht für jeden geeignet. Doch wer bereit ist hinzusehen, wird mit einer bewegenden und mutigen Geschichte belohnt. Ich konnte dieses Buch nicht weglegen und werde noch lange darüber nachdenken.

  • Bewertung

    4/5

    29.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefe Abgründe

    Ballett ist meistens sehr faszinierend. Was aber wirklich dahintersteckt, davon hat man meistens keine Ahnung. Müdigkeit, Erschöpfung, Leistungsdruck, Drogen und Abführmittel – das alles gehört dazu. Ich war berührt, geschockt und traurig zugleich. Vieles konnte ich mir jetzt gar nicht vorstellen. Und ich muss ehrlich zugeben: Dieses Buch hat meine Meinung über die Welt des Balletts komplett verändert.

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