Die Idee der Schriftstellerin, die Romanfiguren aus ihren elf Büchern zu einem fiktiven Dinner einzuladen, finde ich grandios. Anlässlich ihres 70. Geburtstages lädt sie die Gäste zu ihrer Tafelrunde ein. Sie werden wohlüberlegt an sechs Tischen platziert und schon kann die Party losgehen:
Meine Meinung zu diesem Buch:
Ich habe noch nichts von der Autorin Birgit Rabisch gelesen und hatte zu Beginn Bedenken, dass ich in dieses Werk nicht hineinfinde. Doch es ist so leicht verständlich und mich in angenehmer Weise einnehmend in einem humorvollen Sprachstil geschrieben. Mir gefällt es, wie sie ihre Figuren nacheinander vorstellt und mit dem verstorbenen Mann kommuniziert, der ab und zu recht lebhaft ihre Gedankengänge mitbestimmt. Sie betreibt eine kluge Gesprächsführung, die durch die wohldurchdachte Sitzordnung unterstützt wird.
Meine anfänglichen Bedenken wurden schnell zerstreut. Auf geeignete Art und Weise beginnt sie mit der Vorstellung ihrer Romanfiguren, gibt nach und nach Einblicke ins eigene Leben. Erstaunlich und für mich sehr interessant die Vielfalt der Genres ihrer Romane. Gefällt mir außerordentlich und trifft in besonderem Maße meinen Lesegeschmack!
Das schönste Geburtstagsgeschenk zum 70. macht sie sich selbst. Die geliebte Oma Rosa hat sie ebenfalls eingeladen. Was für eine Überraschung für mich. Die Oma Rosa und ihre reale dunkle deutsche Vergangenheit. Das Buch muss ich als Fan historischer Lektüre unbedingt lesen!
Mich beeindruckte wie die Autorin die verschiedensten Themen mit ihren fiktiven Gästen diskutiert, die vielseitigen Tischgespräche lenkt, leitet und versteht diese in ihr eigenes Leben einzubinden.
Es geht um die kleinen wie die großen Dinge, um Persönliches wie um die Weltgeschichte, es wird diskutiert und philosophiert. Dabei werden auch die speziellen Frauenthemen nicht ausgelassen. Die Politik spielt oft eine Rolle und dabei lassen sich die Bezüge zu den aktuellen Ereignissen für mich leicht herleiten. Es entwickeln sich Gespräche über viele Arten der Liebe, zu vielen Gebieten der Wissenschaft wie z. B. der Gentechnologie und nicht zuletzt über Religion.
Birgit Rabisch empfinde ich als sehr nahbar durch ihre Ansichten, die meinen sehr ähnlich sind.
So selbstverständlich und unaufdringlich wie die Autorin zu Beginn und im Verlaufe des Dinners mit ihren Gästen auf dem Fest zu ihrem 70. Geburtstag plauderte, so leise und (fast) unbemerkt verschwindet sie wieder aus ihrer gedachten Tafelrunde und geht müde und wahrscheinlich erkenntnisreich ins Bett. So ist meine Erklärung für den Titel.
Ich kann den Klappentext nur bestätigen: „Tod der Autorin" ist ein kurzweiliges und bereicherndes Leseerlebnis! Dafür gebe ich meine Lese- und Kaufempfehlung mit fünf von fünf Sternen!
Hennie
aus Chemnitz
5/5
17.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Das fiktive Universum der…
Das fiktive Universum der Autorin Die Idee der Schriftstellerin, die Romanfiguren aus ihren elf Büchern zu einem fiktiven Dinner einzuladen, finde ich grandios. Anlässlich ihres 70. Geburtstages lädt sie die Gäste zu ihrer Tafelrunde ein. Sie werden wohlüberlegt an sechs Tischen platziert und schon kann die Party losgehen: Meine Meinung zu diesem Buch: Ich habe noch nichts von der Autorin Birgit Rabisch gelesen und hatte zu Beginn Bedenken, dass ich in dieses Werk nicht hineinfinde. Doch es ist so leicht verständlich und mich in angenehmer Weise einnehmend in einem humorvollen Sprachstil geschrieben. Mir gefällt es, wie sie ihre Figuren nacheinander vorstellt und mit dem verstorbenen Mann kommuniziert, der ab und zu recht lebhaft ihre Gedankengänge mitbestimmt. Sie betreibt eine kluge Gesprächsführung, die durch die wohldurchdachte Sitzordnung unterstützt wird. Meine anfänglichen Bedenken wurden schnell zerstreut. Auf geeignete Art und Weise beginnt sie mit der Vorstellung ihrer Romanfiguren, gibt nach und nach Einblicke ins eigene Leben. Erstaunlich und für mich sehr interessant die Vielfalt der Genres ihrer Romane. Gefällt mir außerordentlich und trifft in besonderem Maße meinen Lesegeschmack! Das schönste Geburtstagsgeschenk zum 70. macht sie sich selbst. Die geliebte Oma Rosa hat sie ebenfalls eingeladen. Was für eine Überraschung für mich. Die Oma Rosa und ihre reale dunkle deutsche Vergangenheit. Das Buch muss ich als Fan historischer Lektüre unbedingt lesen! Mich beeindruckte wie die Autorin die verschiedensten Themen mit ihren fiktiven Gästen diskutiert, die vielseitigen Tischgespräche lenkt, leitet und versteht diese in ihr eigenes Leben einzubinden. Es geht um die kleinen wie die großen Dinge, um Persönliches wie um die Weltgeschichte, es wird diskutiert und philosophiert. Dabei werden auch die speziellen Frauenthemen nicht ausgelassen. Die Politik spielt oft eine Rolle und dabei lassen sich die Bezüge zu den aktuellen Ereignissen für mich leicht herleiten. Es entwickeln sich Gespräche über viele Arten der Liebe, zu vielen Gebieten der Wissenschaft wie z. B. der Gentechnologie und nicht zuletzt über Religion. Birgit Rabisch empfinde ich als sehr nahbar durch ihre Ansichten, die meinen sehr ähnlich sind. So selbstverständlich und unaufdringlich wie die Autorin zu Beginn und im Verlaufe des Dinners mit ihren Gästen auf dem Fest zu ihrem 70. Geburtstag plauderte, so leise und (fast) unbemerkt verschwindet sie wieder aus ihrer gedachten Tafelrunde und geht müde und wahrscheinlich erkenntnisreich ins Bett. So ist meine Erklärung für den Titel. Ich kann den Klappentext nur bestätigen: „Tod der Autorin" ist ein kurzweiliges und bereicherndes Leseerlebnis! Dafür gebe ich meine Lese- und Kaufempfehlung mit fünf von fünf Sternen!
Bewertung
aus Wertingen
5/5
28.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Tod der Autorin
Da ich fast alle Bücher von Birgit Rabisch gelesen habe, sind mir die Protagonisten und deren Hintergründe in dem Buch bekannt und ich konnte mir da so eine Meinung bilden. Eine Autorin lädt zu ihrem 70 Geburtstag die Hauptfiguren aus ihren elf Büchern zu einem Fest ein. Sie verteilt ihre Gäste auf sechs Tischen und es wird ein vorzügliches Mahl serviert. Als musikalische Unterhaltung stehen natürlich die Beatles zur Verfügung. An den Tischen sitzen z.B. Jonas, Martha, Emma, Rosa, Ilka, Rena, Leander, Irene, Hauke, um nur einige zu nennen, Im Laufe des Abends unterhält sie sich mit jedem ihrer Gäste. Und mit dabei als unsichtbarer Gast ist ihr verstorbener Ehemann Giferto. Es werden verschiedene Themen angeschnitten, teilweise auch recht unangenehme. Es geht hier um Liebe, Feminismus, Mutterschaft und Geburt, Gentechnologie, Politik, Kriege, Nuklearwissenschaften, Krankheit und Demenz. Da ich die Figuren ja aus den Büchern schon kannte, war es für mich ein Remake, deren Geschichten zu hören. Die Autorin äußert sich auch dazu, warum sie das Leben der in dem Buch beschriebenen gerade so und nicht anders verlaufen hat lassen. Ich habe das Buch sehr genossen, jedoch war es nicht einfach zu lesen, viele Themen, die aufgenommen und dann wieder vergessen wurden. Irgendwie hat sich vieles bewahrheitet, was damals nur Utopie war, die Geschehnisse haben sich weiter entwickelt. Trotz allem hängt über der ganzen Feier sehr viel Melancholie, denn die fiktiven Gäste sind für kurze Zeit aus den Büchern getreten. Der Schluß zeigt uns dann, dass die Autorin eine mehr als eine ausufernde und überbordende Fantasie hat. Birgit Rabisch ist es phänomenal gelungen, ihre ganzen Bücher in einem einzigen zu vereinen. Das Cover zeigt uns sogleich, wer die Autorin ist, denn sie gleichen sich alle in ihrer Aufmachung.
Bewertung
5/5
21.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein besonderes Dinner
Anläßlich ihres 70. Geburtstags hat die von mir sehr geschätzte Autorin, zu einem literarischen Dinner der besonderen Art eingeladen. Ihre Gäste sind die Protagonisten/Protagonistinnen all ihrer Bücher, die sie an sechs Tischen platziert hat.Zu jedem Tisch gibt es neben einer Gästeliste, kulinarische Köstlichkeiten vom Feinsten.Die Autorin widmet sich jeder Gästegruppe im Einzelnen, lässt die Ereignisse ihrer Bücher Revue passieren und verknüpft sie mit aktuellen Themen.Obwohl eine große Vielfalt unterschiedlicher Themen wie z. Bsp.Feminismus,Mutterschaft ,optimierte Fortpflanzung,Gentechnologie,politische Gewalt ,behandelt werden,war das Buch an keiner Stelle überladen.Ein verbindendes Element war die Liebe in all ihren Facetten.
Dass die Autorin ihr Handwerk versteht,wird auf jeder Seite deutlich.Realismus gepaart mit Emotionalität ,sowie Humor mit einer Prise Ironie , machen dieses Buch zu einem wirklichen Highlight,
angeliques.leseecke
aus Nübbel
4/5
22.06.2025
Buch (Taschenbuch)
ein ungewöhnlicher Roman, der den Leser neugierig macht
"Tod der Autorin - Ein Leben in elf Romanen" von Birgit Rabisch ist ein ungewöhnlicher Roman basieren auf einer interessanten und witzigen Idee. Seinen 70.Geburtstag mit seinen Protagonisten zu feiern hat mich sehr neugierig gemacht.
Bei der Partyplanung hat sich die Autorin viele Gedanken gemacht, was soll es zu essen geben und wer soll mit wem an welchem Tisch sitzen. Es gibt sechs Gänge und auch sechs Tische, an denen die Protagonisten aus den unterschiedlichen Büchern sitzen. Bei jedem Gang wechselt die Autorin ihren Platz, so kommen immer wieder andere Gespräche zu Stande. Es wird über die Liebe und Beziehungen, über Familie und dem Feminismus aber auch über Politik und Gentechnologie gesprochen.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, er ist humorvoll und leicht verständlich.
Als ich den Klappentext gelesen habe, hat mich das Buch und die Thematik sofort angesprochen. Doch schnell tauchen die ersten Bedenken auf, genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich festgestellt habe, dass es diese Bücher und deren Charaktere tatsächlich gibt. Werden mir die Informationen zu den Geschichten fehlen?
Doch ich werde schnell eines Besseren belehrt, die Autorin stellt jeden einzelnen am Tisch vor und weist den Leser auf die Zusammenhänge deren Geschichte hin. Somit komme ich schnell in den Lesefluss. Was mir auch besonders gut gefällt, sind die Zwiegespräche mit ihrem verstorbenen Mann.
Es ist beeindruckend wie viele verschiedene Themen die Autorin hier in diese Geschichte mit einbringt ohne Überladen zu wirken. Es sind die kleinen persönlichen Themen wie die Liebe und die Beziehungen, dann einige verschiedene Frauenthemen wie auch politische und auch gesellschaftliche Themen, die nie langweilig sind. So ist die Stimmung an jedem Tisch eine andere.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses ungewöhnliche Buch und vier Sterne.