Joseph Wisnickis Erinnerungen „My Fight for Survival“ erscheinen mit diesem Buch erstmals in literarischer Übersetzung. Der 1916 in Częstochowa geborene jüdische Soldat überlebte Holocaust und Krieg durch waghalsige Fluchten, falsche Papiere und mutige Helfer in Polen und Vorarlberg. Nach dem Krieg heiratete er Leokadia Justman, deren Erinnerungen unter dem Titel „Brechen wir aus!“ im Tyrolia-Verlag veröffentlicht wurden. 1997 schrieb er seine Geschichte für seine Familie nieder – mit Fotos und Dokumenten, die dem Bericht eindrückliche Authentizität verleihen. Nun liegt dieser bewegende Text, geprägt vom trockenen Humor eines Überlebenden, mit fundierten historischen Anmerkungen und zahlreichen Abbildungen vor. Ein einzigartiges Zeugnis von Widerstandskraft und Überlebenswillen, das persönliche Erinnerung, Zeitgeschichte und literarische Kraft verbindet – und eine unentbehrliche Stimme im Gedenken an den Holocaust hörbar macht.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bellis-Perennis
aus Wien
5/5
03.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine klare Leseempfehlung!
Das vorliegende Buch ist die kaum zu glaubende Lebensgeschichte von Joseph Wisnicki (1916-2016), eines jüdischen Mannes, dem es zunächst gelingt, aus dem Deportationszug, der ihn nach Treblinka bringen sollte, zu springen und durch eine spektakuläre Flucht, die ihn, mit Unterstützung zahlreicher mutiger Helfer und falschen Papiere bis nach Vorarlberg bringt, wo er sich mit viel Chuzpe als „katholischer Fremdarbeiter“ ausgibt, in einer Gärtnerei arbeitet und so den Holocaust überlebt. Angetrieben ist Wisnicki immer von seinem Leitsatz „Mich kriegt ihr nicht!“. Bis auf seinen Bruder Dawid, werden alle Familienmitglieder ermordet.
In Innsbruck wird er Leokadia Justmann kennenlernen, die eine ähnliche Lebensgeschichte hat. Die beiden heiraten 1946 und lassen sich 1950 in den USA nieder.
1997 schreibt Wisnicki seine Lebenserinnerungen unter dem Titel „My Fight for Survival“ nieder, nachdem seine Frau die ihren unter dem Titel „Brechen wir aus“ bereits verfasst hat.
Ich möchte diesem Buch hier gar nicht vorgreifen, sondern empfehle, es selbst zu lesen. Das Buch ist als Hardcover mit zahlreichen privaten Abbildungen im Tyrolia-Verlag erschienen. Den Herausgebern Dominik Markl und Niko Höfinger sei an dieser Stelle für ihre ergänzenden Recherchen, die diese Lebenserinnerungen so eindringlich und lebendig machen, gedankt. Sie haben Tage und Wochen in diversen Archiven verbracht, und dabei ähnliche Schicksale entdeckt. Ihre Forschungen tragen dazu bei, die Geschichte der Überlebenden am Leben zu erhalten, auch wenn diese schon längst nicht mehr unter uns weilen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesen aufwühlenden und doch von feinem Humor durchzogenen Lebenserinnerungen 5 Sterne und eine Leseempfehlung.