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Sind Flüsse Lebewesen? Wie Gewässer die Welt formen, unser Denken prägen und unsere Zukunft beeinflussen | Das brillante Buch der Nature-Writing-Ikone

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1472

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20.5/13.4/3.3 cm

Gewicht

424 g

Farbe

Mint

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Is a River Alive?

Übersetzt von

Frank Sievers + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07424-5

Beschreibung

Rezension

«Das Buch rüttelt auf, inspiriert – und lässt Leserinnen und Leser mit einer Frage zurück, die mehr ist als ein philosophisches Gedankenspiel: Was schulden wir den Flüssen?» ("spektrum.de")
»In seiner Bejahung von Leben und in seiner Zugewandtheit, in seiner sprachlichen Finesse und seiner Skepsis vor der eigenen subjektiven, auch westlichen Zudringlichkeit ist Robert Macfarlanes Sind Flüsse Lebewesen? das Beste, was wir haben.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")

Produktdetails

Verkaufsrang

1472

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20.5/13.4/3.3 cm

Gewicht

424 g

Farbe

Mint

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Is a River Alive?

Übersetzt von

  • Frank Sievers
  • Andreas Jandl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07424-5

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Ist ein Fluss eine juristische Person?

drawe aus Landau am 02.08.2025

Bewertungsnummer: 2556150

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mein Lese-Eindruck: Macfarlanes Bücher bieten immer einen gewaltigen Denkanstoß, die gewohnte Welt um einen herum anders zu betrachten. Ich habe „Berge im Kopf“, „Alte Wege“ und „Im Unterland“ von ihm gelesen, und jedes Mal hat sich meine Sichtweise geändert. Das bisher scheinbar Vertraute erhält eine Eigenbedeutung, die über die gewohnte Betrachtung hinausgeht. Natur ist für Macfarlane vom Wesen her mehr als eine Staffage des menschlichen Lebens, und ihre Bedeutung erschöpft sich nicht im Gesehen-Werden. Auch in seinem neuen Buch legt Macfarlane seine Gedanken dar mit dem Ziel, dass der Leser sein Verhältnis zur Natur überdenkt. Die Ausgangsfrage ist provokant: Ist ein Fluss ein Lebewesen? Und hat er daher seine eigenen Rechte? Tatsächlich erkennen einige Staaten wie z. B. Neuseeland und Ecuador einigen Flüssen in ihrer Verfassung die Qualität eines juristischen Subjekts zu. Damit ändert sich das Verhältnis des Menschen zum Fluss grundsätzlich. Der Fluss ist nun nicht mehr nur ein Wasserlauf, der unter dem Aspekt der Bewirtschaftung missbraucht werden darf. Jeder Wasserlauf hat „komplexe soziale und metaphysische Bedeutungen“, und jeder Wasserlauf ist ein lebendiges Wesen. Daher sieht Macfarlane eine große Verantwortung des Menschen, für diesen Mitbewohner unserer gemeinsamen Erde Sorge zu tragen. Macfarlane bereist verschiedene Flüsse auf verschiedenen Kontinenten: den bedrohten Zedernfluss im Nebelwald Ecuadors, dann die bereits toten Flüsse von Chennai in Indien und einen lebenden Fluss in Kanada. Immer spürt er ihrer jeweiligen Besonderheit nach. Dabei schildert er auch die indigenen Auffassungen, die unserem westlichen Nützlichkeitsdenken entgegenstehen. Hier verliert sich der Autor gelegentlich in eigenen esoterischen Sichtweisen, denen ich nicht immer folgen konnte. Seine Reisebeschreibungen sind spannend zu lesen, v. a. die Beschreibung der überaus abenteuerlichen Fahrt auf dem Mutehekau Shipu, dem ersten als lebendes Wesen anerkannten Fluss Kanadas. Macfarlane erzählt so bildstark und packend von der Fahrt über rasante und gefährliche Stromschnellen, dass man ihm es einerseits natürlich gönnt, die Reise heil überstanden zu haben, aber andererseits das Ende dieser Reisebeschreibung bedauert. Macfarlanes Erzählweise muss man mögen. Er erzählt nicht immer linear, sondern schweift ab. Jede seiner Abschweifungen aber enthält faszinierende Gedanken aus der Philosophie, den Naturwissenschaften und der Literatur, die den Blick des Lesers erweitern und ihm die Schönheiten der Natur auf tiefere Weise zugänglich machen. Fazit: Spannend, vielfältig, gedankenreich! 4,5/5*

Ist ein Fluss eine juristische Person?

drawe aus Landau am 02.08.2025
Bewertungsnummer: 2556150
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mein Lese-Eindruck: Macfarlanes Bücher bieten immer einen gewaltigen Denkanstoß, die gewohnte Welt um einen herum anders zu betrachten. Ich habe „Berge im Kopf“, „Alte Wege“ und „Im Unterland“ von ihm gelesen, und jedes Mal hat sich meine Sichtweise geändert. Das bisher scheinbar Vertraute erhält eine Eigenbedeutung, die über die gewohnte Betrachtung hinausgeht. Natur ist für Macfarlane vom Wesen her mehr als eine Staffage des menschlichen Lebens, und ihre Bedeutung erschöpft sich nicht im Gesehen-Werden. Auch in seinem neuen Buch legt Macfarlane seine Gedanken dar mit dem Ziel, dass der Leser sein Verhältnis zur Natur überdenkt. Die Ausgangsfrage ist provokant: Ist ein Fluss ein Lebewesen? Und hat er daher seine eigenen Rechte? Tatsächlich erkennen einige Staaten wie z. B. Neuseeland und Ecuador einigen Flüssen in ihrer Verfassung die Qualität eines juristischen Subjekts zu. Damit ändert sich das Verhältnis des Menschen zum Fluss grundsätzlich. Der Fluss ist nun nicht mehr nur ein Wasserlauf, der unter dem Aspekt der Bewirtschaftung missbraucht werden darf. Jeder Wasserlauf hat „komplexe soziale und metaphysische Bedeutungen“, und jeder Wasserlauf ist ein lebendiges Wesen. Daher sieht Macfarlane eine große Verantwortung des Menschen, für diesen Mitbewohner unserer gemeinsamen Erde Sorge zu tragen. Macfarlane bereist verschiedene Flüsse auf verschiedenen Kontinenten: den bedrohten Zedernfluss im Nebelwald Ecuadors, dann die bereits toten Flüsse von Chennai in Indien und einen lebenden Fluss in Kanada. Immer spürt er ihrer jeweiligen Besonderheit nach. Dabei schildert er auch die indigenen Auffassungen, die unserem westlichen Nützlichkeitsdenken entgegenstehen. Hier verliert sich der Autor gelegentlich in eigenen esoterischen Sichtweisen, denen ich nicht immer folgen konnte. Seine Reisebeschreibungen sind spannend zu lesen, v. a. die Beschreibung der überaus abenteuerlichen Fahrt auf dem Mutehekau Shipu, dem ersten als lebendes Wesen anerkannten Fluss Kanadas. Macfarlane erzählt so bildstark und packend von der Fahrt über rasante und gefährliche Stromschnellen, dass man ihm es einerseits natürlich gönnt, die Reise heil überstanden zu haben, aber andererseits das Ende dieser Reisebeschreibung bedauert. Macfarlanes Erzählweise muss man mögen. Er erzählt nicht immer linear, sondern schweift ab. Jede seiner Abschweifungen aber enthält faszinierende Gedanken aus der Philosophie, den Naturwissenschaften und der Literatur, die den Blick des Lesers erweitern und ihm die Schönheiten der Natur auf tiefere Weise zugänglich machen. Fazit: Spannend, vielfältig, gedankenreich! 4,5/5*

Am Anfang steht eine Frage, am Ende eine tiefgreifende Botschaft!

ancla_books4life aus Schwerte am 23.02.2026

Bewertungsnummer: 3056120

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

**** Mein Eindruck **** Sprachlich empfand ich das Buch besonders zu Beginn als gewöhnungsbedürftig. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Fachsprache in einem Sachbuch – im Gegenteil. Allerdings wäre es hilfreich gewesen, zentrale Begriffe klar einzuführen und zugänglich zu machen. Das Thema betrifft uns schließlich alle, doch durch die gewählte Sprache richtet sich das Buch spürbar an eine sehr spezifische Leserschaft. Gerade auf den ersten Seiten könnten sich viele abgeschreckt fühlen – und das wäre schade, denn inhaltlich hat dieses Werk viel zu bieten. Von der Entstehung der Flüsse bis zu ihrer heutigen Entwicklung beleuchtet der Autor die Gewässer unserer Welt aus unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei bleibt das Buch keineswegs trocken oder belehrend. Es eröffnet neue Sichtweisen, haucht den Flüssen im übertragenen Sinne Leben ein und schärft unser Bewusstsein für ihre Bedeutung. Die Darstellung ist fundiert recherchiert, stellenweise überraschend humorvoll und immer wieder bildhaft erzählt. Besonders stark ist die kritische Auseinandersetzung mit unserem Umgang mit der Natur – bis hin zu der Frage, ob und wie Gesetze Lebewesen Rechte zusprechen könnten. Der Blick weitet sich dabei auf indigene Kulturen, philosophische und teils esoterische Denkweisen sowie naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Diese Vielschichtigkeit macht das Buch spannend, verlangt aber auch Konzentration. Gelegentliche textliche Umwege gehören dazu – das muss man mögen. Zudem ist das Buch keine kurze Lektüre, und durch die relativ kleine Schrift wirkt es noch umfangreicher. Positiv ist jedoch, dass sich einzelne Kapitel problemlos separat lesen lassen. Wer möchte, kann gezielt eintauchen oder weniger interessante Abschnitte überspringen. Im Vergleich zu vielen anderen Sachbüchern habe ich hier tatsächlich Neues gelernt. Das Thema wird frisch, vielseitig und mit Tiefgang behandelt. **** Empfehlung? ****
 Für Leser*innen, die sich intensiv mit Natur, Umweltethik und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen möchten und keine Scheu vor anspruchsvoller Sprache haben. Wer bereit ist, sich einzulesen und gedankliche Umwege in Kauf zu nehmen, wird hier mit neuen Perspektiven und fundiertem Wissen belohnt.

Am Anfang steht eine Frage, am Ende eine tiefgreifende Botschaft!

ancla_books4life aus Schwerte am 23.02.2026
Bewertungsnummer: 3056120
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

**** Mein Eindruck **** Sprachlich empfand ich das Buch besonders zu Beginn als gewöhnungsbedürftig. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Fachsprache in einem Sachbuch – im Gegenteil. Allerdings wäre es hilfreich gewesen, zentrale Begriffe klar einzuführen und zugänglich zu machen. Das Thema betrifft uns schließlich alle, doch durch die gewählte Sprache richtet sich das Buch spürbar an eine sehr spezifische Leserschaft. Gerade auf den ersten Seiten könnten sich viele abgeschreckt fühlen – und das wäre schade, denn inhaltlich hat dieses Werk viel zu bieten. Von der Entstehung der Flüsse bis zu ihrer heutigen Entwicklung beleuchtet der Autor die Gewässer unserer Welt aus unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei bleibt das Buch keineswegs trocken oder belehrend. Es eröffnet neue Sichtweisen, haucht den Flüssen im übertragenen Sinne Leben ein und schärft unser Bewusstsein für ihre Bedeutung. Die Darstellung ist fundiert recherchiert, stellenweise überraschend humorvoll und immer wieder bildhaft erzählt. Besonders stark ist die kritische Auseinandersetzung mit unserem Umgang mit der Natur – bis hin zu der Frage, ob und wie Gesetze Lebewesen Rechte zusprechen könnten. Der Blick weitet sich dabei auf indigene Kulturen, philosophische und teils esoterische Denkweisen sowie naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Diese Vielschichtigkeit macht das Buch spannend, verlangt aber auch Konzentration. Gelegentliche textliche Umwege gehören dazu – das muss man mögen. Zudem ist das Buch keine kurze Lektüre, und durch die relativ kleine Schrift wirkt es noch umfangreicher. Positiv ist jedoch, dass sich einzelne Kapitel problemlos separat lesen lassen. Wer möchte, kann gezielt eintauchen oder weniger interessante Abschnitte überspringen. Im Vergleich zu vielen anderen Sachbüchern habe ich hier tatsächlich Neues gelernt. Das Thema wird frisch, vielseitig und mit Tiefgang behandelt. **** Empfehlung? ****
 Für Leser*innen, die sich intensiv mit Natur, Umweltethik und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen möchten und keine Scheu vor anspruchsvoller Sprache haben. Wer bereit ist, sich einzulesen und gedankliche Umwege in Kauf zu nehmen, wird hier mit neuen Perspektiven und fundiertem Wissen belohnt.

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Sind Flüsse Lebewesen?

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