Produktbild: Zähe Hunde

Zähe Hunde Roman

10

Fr. 36.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

31247

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

21.9/13.5/2.9 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rouwdouwers

Übersetzt von

Andrea Kluitmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04277-6

Beschreibung

Rezension

»Spannend.« Christian Oscar Gazsi Laki ("Westdeutsche Zeitung")
»Falun Ellie Koos hat eine bewegende Geschichte über Trauer, Schuldgefühle, wütende Verzweiflung und die Suche nach Zugehörigkeit geschrieben.« Claudia Cosmo ("NDR Kultur")
»[...] Kraftvoll, intensiv und nervenaufreibend von einer gnadenlosen Kindheit, transgenerationalen Traumata und der Kraftanstrengung, ein eigener Mensch mit eigener Stimme zu werden. Trotz allem.« ("Instagram")
»Ein tiefgründiges Buch über die Prägungen unserer Kindheit und darüber, wie sehr sie unser weiteres Leben bestimmen können.« ("Instagram")
»Dieser Roman konnte mich durch die beeindruckende Sprache und die psychologische Tiefe überzeugen. Empfehle ich euch gern weiter.« ("Instagram")
»Falun Ellie Koos’ Debütroman ist beklemmend und einfühlsam zugleich.« Linn Könnecke ("emotion")
»Dieses Buch hat eine Gefühlskaskade in mir losgetreten, wie ich es selten erlebe. Ekel, Wut, Hass, Erschrecken, Trauer und Mitgefühl.« ("Literaturblog")
»Koos stellt [...] ein feinsinniges Gespür für Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Identitätsfindung unter Beweis. Ein souverän erzählter, glaubwürdiger, schmerzender und zuweilen auch komischer Roman.« Robert Schwerdtfeger ("Berliner Morgenpost")
»Kein Wort zu viel. Sprachlich aussergewöhnlich, schmerzhaft, manchmal unerträglich.« ("Instagram")

Produktdetails

Verkaufsrang

31247

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

21.9/13.5/2.9 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rouwdouwers

Übersetzt von

Andrea Kluitmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04277-6

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Eva

    5/5

    08.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Suche hinter den Worten nach der eigenen Sprache

    Ada und ihr kleiner Bruder Broos wachsen bei ihrem Vater im Trailerpark auf. Sie besitzen nicht viel, ihr Leben ist nachhaltig geprägt von der unnachgiebigen Härte des Vaters. Sie ist Ausdruck von Liebe und Zorn zugleich. Er will sie stählen, unzerbrechbar machen. Harte Arbeit, Überlebenstraining und die Abwertung der Schwächeren sind seine Lebenslektionen. Broos kann dem übermächtigen Vater in der bedrückenden Enge des Wohnwagens nichts entgegensetzen, Ada arrangiert sich, strebt danach, ein zäher Hund zu werden. Genau wie ihr Vater. Der Stil ist rau, ehrlich und nüchtern. Schweigen ist ein zentrales Motiv des sprachlich brillanten Debüts von Falun Ellie Koos. In der Enge zwischen Trailer, Autobahn und Zäunen ist nicht viel Raum für Worte. Mit dem Ende der Kindheit erfolgt die Vertreibung aus dem Trailerpark. Ada geht nach Amsterdam, passt nicht in die Welt der Kunsthochschule, sucht die Stille in der Abgelegenheit Galiziens. Auf dem Hof des schweigsamen Molinas kehrt sie zurück zu harter Arbeit und macht sich auf die Suche nach einer eigenen Identität. Die Vergangenheit allerdings kommt mit nach Galizien. Schmerzlich erkennt sie im Umgang Molinas mit seinen Hunden ein Spiegelbild der eigenen Erziehung. Faszinierend gelingt es Falun Ellie Koos, einen Ausdruck jenseits der Sprachlosigkeit zu finden. Gesten, Berührungen, Bewegung und Topografie treten an die Stelle von Dialogen, reißen Schutzwälle ein. Stück für Stück beginnt Ada, sich ihr Leben zurückzuerobern und den ihr zugeschriebenen Rollen zu widersprechen. Zähe Hunde erzählt kraftvoll, intensiv und nervenaufreibend von einer gnadenlosen Kindheit, transgenerationalen Traumata und der Kraftanstrengung, ein eigener Mensch mit eigener Stimme zu werden. Trotz allem. Ein außergewöhnlich mitreißenden Roman, der nie den Humor verliert, vor sprachlicher Schönheit leuchtet und tief bewegt. Ein phänomenales Debüt!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    08.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiges Buch!

    ZÄHE HUNDE Falun Ellie Koos ET: 15.04.26 Ada lebt bei einem fremden Mann in Galizien. Unterhalten können sie sich aufgrund der Sprachbarriere kaum. Schweigend und in stillem Einverständnis arbeiten sie Hand in Hand nebeneinander her. Für Ada ist dies ein Rückzugsort – von ihrem Studium, von ihrer Freundschaft zu Frédérique, die ihr zu eng geworden ist. Hier findet sie die Muße und die Zeit, sich an die Vergangenheit zu erinnern und darüber nachzudenken, was in ihrer Kindheit alles falsch lief. Vor allem bei den Erziehungsmethoden ihres Vaters. In Rückblicken nimmt Ada uns mit: Nach dem frühen Tod ihrer Mutter ziehen Ada und ihr Bruder Boos zu ihrem Vater, der auf einem Caravan-Park in einem winzigen Wohnmobil lebt, das diesen Namen aufgrund seiner Größe kaum verdient. Der Vater arbeitet von morgens bis abends, an Wochenenden und in jeder freien Minute. Menschen, die nicht so hart arbeiten wie er, begegnet er mit Verachtung. Stolz bezeichnet er sich selbst als einen „zähen Hund“ – und genau diese Werte möchte er auch seinen Kindern vermitteln oder aufzwingen, je nachdem, wen man fragt. Seine Ex-Frau, Adas und Boos' Mutter, die ihre Tage meist im Bett verbrachte und oft nur im Schlafanzug herumlief, ist für ihn das abschreckende Beispiel. Die vermeintlich verweichlichten Werte, die er mit ihrer Erziehung einherging, will er seinen Kindern austreiben. Ada und Boos haben weder Freunde noch Familie und sind vollkommen auf ihren Vater fixiert. Sie buhlen um seine Aufmerksamkeit und Anerkennung, während er seine Erziehungsmethoden mit voller Härte und patriarchalen Strukturen durchsetzt. Zwischen den Geschwistern entsteht ein Konkurrenzkampf, der beide weit über ihre Kindheit hinaus prägen wird. Wie sich diese Erziehung auf ihr weiteres Leben auswirkt, müsst ihr natürlich selbst lesen. Ufff, keine leichte Kost. Ein Roman, der unter die Haut geht und mich mitten ins Herz getroffen hat. Sprachlich ist das Buch unglaublich stark – fast zu schön für den derben und oft schonungslosen Inhalt. Düster und bedrückend erzählt, habe ich es trotzdem regelrecht verschlungen. Fazit: Ein tiefgründiges Buch über die Prägungen unserer Kindheit und darüber, wie sehr sie unser weiteres Leben bestimmen können. Eine Geschichte, die noch lange nachwirken wird. 5/5

  • Bewertung

    5/5

    04.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos

    Ada wächst mit ihrem kleinen Bruder Broos in schwierigen Verhältnissen auf. Nach dem Tod der Mutter, leben sie mit ihrem Vater zusammen in einem Wohnmobil. Er will ihnen Härte vermitteln, sie „unertrinkbar“ und stark machen. Broos leidet sehr unter diesen Umständen, doch Ada versucht sich die Werte ihres Vaters anzunehmen. Später verlässt sie ihren Vater und beginnt ein Kunststudium. Doch auch hier holt sie immer wieder ihre Vergangenheit ein, leidet sie unter den Prägungen ihrer Kindheit. Sie zieht sich in eine Hütte im Wald in Galizien zurück. Dort reflektiert sie, versucht zu verstehen. Ein harter Roman über die Narben der Kindheit, familiäre Abhängigkeit und sozialer Ungleichheit. Erzählt wird ganz klar, schonungslos ehrlich und doch so emotional. Die emotionale Wucht entfaltet sich im Alltäglichen. Gespräche, Erinnerungen, Gesten. Auf Dramatik wird weitestgehend verzichtet, der Leser erkennt das selbst in den alltäglichen Situationen. Besonders stark ist die Zeichnung der Protagonisten. Ada ist kein typisches Opfer. Der Schmerz ist für sie Normalität geworden, sie ist stolz darauf ein „zäher Hund“ zu sein. Lange kann sie nicht erkennen wie sehr sie darunter gelitten hat. Auch der Vater wird sehr differenziert dargestellt. Er ist selbst enttäuscht vom Leben, hat Ängste und ein anderes Bild von Liebe. Diese Ambivalenz macht den Roman so besonders und eindringlich und verleiht ihm eine psychologische Tiefe. Dieser Roman konnte mich durch die beeindruckende Sprache und die psychologische Tiefe überzeugen. Empfehle ich euch gern weiter.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Kindheit keine weiche Erinnerung ist

    Manche Bücher kommen nicht leise daher, sie treten die Tür ein, stellen sich mitten in den Raum und zwingen einen hinzusehen. Zähe Hunde war für mich genau so ein Buch. Rau, schmerzhaft, kantig und trotzdem voller Mitgefühl für Figuren, die viel zu früh lernen mussten, dass Liebe manchmal wie Härte aussieht. Ada wächst mit einem Vater auf, der Erziehung mit Abhärtung verwechselt. Dieses Wohnmobil, diese Schwimmlektionen bis zur Erschöpfung, diese ständige Forderung, stark zu sein, haben sich mir beim Lesen richtig unter die Haut geschoben. Da ist nichts weichgezeichnet, nichts bequem gemacht. Falun Ellie Koos schreibt mit einer Wucht, die fast körperlich spürbar ist. Besonders stark fand ich, wie Ada später versucht, sich aus diesem alten Leben herauszuschälen. Kunststudium, Rückzug, Wald, Galizien, eine Hütte fernab von allem. Und doch reist die Vergangenheit einfach mit. Genau das hat mich berührt, weil dieses Buch so ehrlich zeigt, dass man nicht automatisch frei ist, nur weil man weit genug weggeht. Für mich ist Zähe Hunde kein Wohlfühlroman, sondern ein literarisch intensives Buch über Prägung, Überleben, Wut, Familie und die Sehnsucht danach, endlich anders atmen zu können. Nicht leicht, aber beeindruckend.

  • MarieOn

    5/5

    05.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verzweifelte Suche nach Identität

    „Sie hat nicht geheult“ scheint der Hauptteil ihrer Entstehungsgeschichte, das, was sie ausmacht, keine Heulsuse zu sein. Es waren die Worte ihres Vaters, nachdem sie geboren wurde. Weder heulte sie, noch kackte sie der Mutter in den Schoß. Ihr Bruder hingegen hatte zwei Jahre später geschrien wie ein Ferkel, das langsam durch den Fleischwolf gedreht wird. Ihre Eltern waren schon mit zwanzig kaputt gearbeitet, als Ada auf die Welt kam. Und damit sie keine verzogene Göre wurde, machten sie noch ein Kind, den mageren Broos. Nachdem die Eltern sich getrennt hatten, holte ihr Vater Ada und Broos jeden Freitag mit dem Lkw ab und fuhr sie zum Trailerpark, wo sein Wohnwagen stand. Ada erinnert sich an die staubige Enge, wenn sie zu dritt auf der Matratze im hinteren Teil des Wagens schliefen, immer Broos zwischen Ada und ihrem Vater. Ada ist erwachsen und macht was mit Kunst, eigentlich Holzschnitzarbeiten. Sie hatte sich eingeschrieben, weil Frédérike ihr dazu geraten hatte. Frédérike lernte sie in der Fleischfabrik kennen, in der Ada arbeitete, seit sie neunzehn war. Frédérike hielt es genau zwei Stunden aus bei vier Grad Celsius, dann ging sie einfach und nahm Adas Telefonnummer mit. Nach Adas erster Ausstellung hat ihr Vater sie in die Verbannung geschickt. Sie wäre ihm in den Rücken gefallen, seitdem lebt sie bei Frédérike. Von ihr hat sie die Adresse in Galizien „In the middle of f* nowhere“, wo Ada seit zwei Wochen ist. Hier lebt ein maulfauler Spanier mit seinen beiden Hündinnen, ein paar Schafen und drei Hühnern in einer verfallenen Hütte ohne Strom mit Plumpsklo. Sie fällen von morgens bis abends Bäume und sammeln Holz. Fazit: Falun Ellie Koos, Schriftstellerin und Filmemacherin, hat in ihrem mehrfach nominierten Debüt eine etwas andere Familie erzählt. Ihre Icherzählende Protagonistin lebt mit ihrem Bruder bei der Mutter. Der Vater holt die Kinder jedes Wochenende. Er ist ein zäher Hund, der Gefühlsduseleien verachtet und seine Kinder ebenso stählen will, wie er einst gehärtet wurde. Sein Erziehungsstil beginnt früh und ist gnadenlos. Die beiden traumatisierten Kinder suchen als junge Menschen ihre Einzelteile, um sich neu zusammenzusetzen, aber Adas Bruder scheitert kläglich. In der Einsamkeit in Galizien erlebt Ada mit größerer Distanz etwas Ähnliches wie bei ihrem Vater, doch jetzt kann sie das besser einordnen und aktiv werden. Falun Ellie Koos hat mir mein Herz aus der Brust gerissen, vor die Wand geschleudert und versucht mich wiederzubeleben. Zwischendurch hätte ich schreien und das Buch in den Mülleimer werfen mögen, so wütend haben mich einige Szenen gemacht. Und das liegt nicht an der besonderen Brutalität der Szenen, sondern daran, dass sie die Gabe hat, dass dumme Gegebenheiten sich ohne Vorbereitung zu Horror entwickeln. Dieses Buch hat eine Gefühlskaskade in mir losgetreten, wie ich es selten erlebe. Ekel, Wut, Hass, Erschrecken, Trauer und Mitgefühl. Die Charaktere sind alle extrem gut gezeichnet, ebenso wie die Umstände. Der letzte Absatz hat mir gezeigt, was ich für eine Heulsuse bin und ich bin froh, dass ich meine Gefühle rauslassen kann. Um nicht zu spoilern, das hier ist kein Leid-Porn, keine Geschichte, die mit aller Gewalt an mein Mitgefühl appelliert. Hier geht es um innere Kämpfe, um die fast verzweifelte Suche nach Identität und um Resilienz.

Kundinnen und Kunden meinen

5

6

4

4

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (10)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Zähe Hunde