Die ägyptische Expedition der Athener. Athens imperialer Machtanspruch zwischen Perserkriegen und Peloponnesischem Krieg
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.10.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
20
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.2 cm
Gewicht
45 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-16093-0
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1.0, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Alte Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit untersucht die ägyptische Expedition der Athener (460-454 v. Chr.) im Rahmen der Pentekontaetie, also der fünfzig Jahre zwischen den Perserkriegen und dem Peloponnesischen Krieg. Sie beleuchtet die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Hintergründe dieses Unternehmens sowie seine unmittelbaren und langfristigen Folgen für Athen und den attischen Seebund. Ausgehend von der Vorgeschichte werden zunächst die frühen Handelsbeziehungen zwischen Athen und Ägypten dargestellt, die bis in die archaische Zeit zurückreichen und durch die persische Eroberung Ägyptens im Jahr 525 v. Chr. eine entscheidende Zäsur erfuhren. Der Aufstand des libyschen Fürsten Inaros gegen die persische Herrschaft im Jahr 460 v. Chr. bildete den Anlass für das Eingreifen Athens, das im Bündnis mit seinen Seebundpartnern eine Flotte nach Ägypten entsandte. Der Hauptteil der Arbeit behandelt den Verlauf der Expedition auf Grundlage der antiken Quellen, vor allem Thukydides, Herodot, Ktesias und Diodor. Dabei werden die Darstellungslücken und Widersprüche zwischen den Autoren aufgezeigt und mit archäologischen und epigraphischen Zeugnissen, insbesondere der Inschrift aus Samos, verglichen. Die Chronologie der Ereignisse wird kritisch rekonstruiert und in den Gesamtzusammenhang der athenischen Aussenpolitik eingeordnet. Besonderes Augenmerk gilt den Verlustzahlen und dem militärischen Ausgang: Nach anfänglichen Erfolgen endete die Expedition in einem vollständigen Desaster, als die athenische Flotte nach einer langen Belagerung auf der Nilinsel Prosopitis vernichtet wurde. Nur wenige Überlebende konnten entkommen. Im abschliessenden Teil werden die politischen und strukturellen Folgen analysiert. Die Niederlage führte zur Verlegung der Bundeskasse von Delos nach Athen und trug damit wesentlich zur Umwandlung des attischen Seebundes in ein athenisches Herrschaftsinstrument bei. Trotz der hohen Verluste blieb die Machtposition Athens im östlichen Mittelmeerraum ungebrochen, was sich in den folgenden Jahren durch neue militärische Unternehmungen und die Konsolidierung der Hegemonie zeigte. Die Arbeit stützt sich auf zentrale Primärquellen und moderne Forschungsliteratur und bietet eine quellennah rekonstruierte Darstellung eines der bedeutendsten, aber oft unterschätzten Kapitel der athenischen Frühimperialpolitik.
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