Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
27.02.2026
Verlag
Dielmann, AxelSeitenzahl
240
Maße (L/B/H)
21.3/13.3/1.9 cm
Gewicht
328 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-86638-474-3
Könnte es sein, dass die Erzählerin, der wir hier folgen wollen, ihre Zeiten, indem sie sie wechselt, sie auswechselt, in den vielen Jahrzehnten und Lebensumgebungen durcheinander gerät, sie verwechselt, wo sie sie doch in so vielen »Krakelheften« festzuhalten versucht hat? – Ja, das dürfte ein freches Spiel sein, aber:
Können wir sicher sein, von welchem Potsdam, von welchem Friedrich ein ums andere Mal die Rede ist, dem Staufer, dem Grossen, einem II., und von welchem Land denn, welcher Regierung, welcher Gesellschaft, welcher Stadt, welchem Frankfurt, von welchem Staat die Rede, die Erinnerung ist, die sie nicht verlassen wollte, will, wollen wollte – in der Sie wirken, Lehrerin sein wollte, die sie vielleicht doch verlassen, in der sie aber unbedingt schreiben wollte? – Was denn? So viel Ungewissheit.(?)
Müssen es nicht richtige, verlegte, hochgelobte Bücher sein, die etwas festhalten – genügen denn »Krakelhefte«, die einfach nicht aufhören, sich nicht eindeutig verorten zu lassen, in einer Kammer, einem Schrank, einem Keller, einem Zimmer, einer Wohnung liegen, und wo denn ist diese Wohnung über die langen Zeiten eines epochen-überdauernden Lebens und über 90jährigen Erinnerns?
Ja, wir brauchen andere Lesegewohnheiten – hört Ihr! –, um solchem Erzählen und Erinnern und Leben zu folgen, versteht Ihr! Wollen wir es also einige 200 Seiten weit versuchen, es üben?
Können wir sicher sein, von welchem Potsdam, von welchem Friedrich ein ums andere Mal die Rede ist, dem Staufer, dem Grossen, einem II., und von welchem Land denn, welcher Regierung, welcher Gesellschaft, welcher Stadt, welchem Frankfurt, von welchem Staat die Rede, die Erinnerung ist, die sie nicht verlassen wollte, will, wollen wollte – in der Sie wirken, Lehrerin sein wollte, die sie vielleicht doch verlassen, in der sie aber unbedingt schreiben wollte? – Was denn? So viel Ungewissheit.(?)
Müssen es nicht richtige, verlegte, hochgelobte Bücher sein, die etwas festhalten – genügen denn »Krakelhefte«, die einfach nicht aufhören, sich nicht eindeutig verorten zu lassen, in einer Kammer, einem Schrank, einem Keller, einem Zimmer, einer Wohnung liegen, und wo denn ist diese Wohnung über die langen Zeiten eines epochen-überdauernden Lebens und über 90jährigen Erinnerns?
Ja, wir brauchen andere Lesegewohnheiten – hört Ihr! –, um solchem Erzählen und Erinnern und Leben zu folgen, versteht Ihr! Wollen wir es also einige 200 Seiten weit versuchen, es üben?
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