Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.02.2026
Herausgeber
Christoph SchulerVerlag
Edition ModerneSeitenzahl
272
Maße (L/B/H)
23.9/17/2.2 cm
Gewicht
697 g
Farbe
Lichtgrau / Terracotta
Auflage
1
Übersetzt von
Christoph Schuler
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-03731-290-2
Kamil und Sjonnie trennten sich, bevor ihre Liebe überhaupt richtig beginnen konnte — ihre Vorstellungen und Bedürfnisse waren zu verschieden. Doch kurz nach der Trennung kreuzen sich ihre Wege erneut: Auf dem Schulhof von Sjonnies Tochter Joss soll eine alte Eiche gefällt werden und Joss kämpft mit aller Kraft für ihren Erhalt. Doch dann taucht Kamil auf und offenbart, dass es sich um eine sogenannte «Nazi-Eiche» (oder «Hitler-Eiche») handelt. Als Afrodeutscher ist seine eigene Familiengeschichte eng mit dieser Eiche verbunden. Und auch Schulleiterin Erika Tröwe wird von der Vergangenheit eingeholt. Sie muss sich mit der NS-Geschichte der Schule und mit der Rolle, die ihr Grossvater und Vater darin gespielt haben, auseinandersetzen.
So sehen sich durch die Eiche ganz unterschiedliche Menschen mit gegensätzlichen Überzeugungen miteinander konfrontiert: diejenigen, die den Baum aus ökologischer Überzeugung oder als Mahnmal erhalten wollen, und diejenigen, die den Baum und seine Geschichte auslöschen wollen. Doch zwischen Erinnerung und Verdrängung, Schuld und Verantwortung verschwimmen die Grenzen, und wer weiss — vielleicht findet die ungleiche Gruppe trotzdem irgendwie zusammen?
So sehen sich durch die Eiche ganz unterschiedliche Menschen mit gegensätzlichen Überzeugungen miteinander konfrontiert: diejenigen, die den Baum aus ökologischer Überzeugung oder als Mahnmal erhalten wollen, und diejenigen, die den Baum und seine Geschichte auslöschen wollen. Doch zwischen Erinnerung und Verdrängung, Schuld und Verantwortung verschwimmen die Grenzen, und wer weiss — vielleicht findet die ungleiche Gruppe trotzdem irgendwie zusammen?
Kundinnen und Kunden meinen
"Habt ihr schonmal was von Nazieichen gehört?"
Majo C. aus Wien am 24.02.2026
Bewertungsnummer: 3056441
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In diesem Buch dreht sich die Handlung rund um eine Eiche, die im Hof einer Schule steht. Die Schulleiterin verkündet, dass der Baum wegen Pilzbefalls gefällt werden muss. Joss geht dort zur Schule und wünscht sich zum Geburtstag, dass die Eiche gerettet wird. Kamil und sein Kollektiv wollen das Fällen des Baumes erzwingen, da es sich um eine sogenannte Nazieiche handelt. Joss' Vater, Sjonnie, ist in Kamil verliebt und leidet unter den gesellschaftlichen Problemen eines trans Mannes. Hannie, Sjonnies Tante, ist bekannte Aktivistin und Kamils Vorbild - will sich aktivistisch mit ihrer Nichte Joss aber dafür einsetzen, dass der Baum erhalten bleibt. Die Schulleiterin arbeitet die Nazivergangenheit ihrer Familie Stück für Stück auf und wir dürfen mitansehen wie sie mit sich ringt und nach Möglichkeiten sucht, gut zu machen, was möglich ist. Auch Kamil und sie haben eine Verbindung zueinander, die in den Familiengeschichten beider zurückgeht. Dann kommt noch dazu, dass Kamil und Sjonnie eben ineinander verliebt sind, sich aber für inkompatibel halten. Wir sehen viele verzwickte zwischenmenschliche Situationen, Probleme die Erwachsene beim Dating haben, erleben unendlich viele Missverständnisse und Miskommunikationen und am Liebsten möchte mensch ins Buch schreien, was der Charakter bitte anders machen soll. Dadurch, dass wir als die Lesenden auch sehen, wie zum Beispiel Kamil über Sjonnie spricht, wenn Sjonnie nicht dabei ist, kann man schon mal den Verstand verlieren wenn ein paar Seiten weiter Sjonnie und Kamil sich treffen und vollkommen unsympathisch aneinander vorbeikommunizieren. Ich habe selten ein Buch erlebt in dem die Charaktere sich so realistisch, eben nicht wie "in einem Buch" verhalten. Die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch ein packender 400 Seiten Roman sein können - dass es ein Graphic Novel geworden ist, ist aber sehr gut weil wir uns so die hübschen, fantastisch abgestimmten Farben ansehen dürfen, die Art, wie Lichtverhältnisse farblich impliziert werden und Geräusche visuell dargestellt sind. Selbstverständliche Abbildungen von physischen Behinderungen und Erwähnung von Lernstörungen, ohne sie ins Zentrum der Bedeutung des Charakters zu rücken, viele realistische Charaktere, die sich alle mit Pronomen vorstellen, queer Love, Aktivismus, was will man mehr?