Produktbild: Bunte Tage, graue Nächte

Bunte Tage, graue Nächte

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.04.2026

Verlag

Ulrike Helmer Verlag

Seitenzahl

196

Maße (L/B/H)

21.1/13.3/1.8 cm

Gewicht

340 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89741-506-5

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.04.2026

Verlag

Ulrike Helmer Verlag

Seitenzahl

196

Maße (L/B/H)

21.1/13.3/1.8 cm

Gewicht

340 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89741-506-5

Herstelleradresse

Ulrike Helmer Verlag UG
Klosterhofstraße 3
65843 Sulzbach
DE

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  • Eva

    5/5

    23.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das eigene Leben zurückerobern

    Lena kann nicht mehr. Einst träumte sie von einem Kunststudium, aber das Leben kam dazwischen. Die Pflichterfüllung, die Erwartungen. Jetzt ist sie 35, lebt im bayrischen Bergdorf, pflegt die an Demenz erkrankte Mutter, vegetiert in ihrer Beziehung und erstickt in der konservativen Enge des Dorflebens. Etwas anders zu machen wird mit Missbilligung bestraft. Mit dem diffusen Wunsch nach Selbstbestimmung haut Lena ab nach Berlin. Doch Berlin ist voll und laut, überall sind Menschen, alle suchen. Nach sich selbst, nach der Zukunft, nach einem Ausweg. Alle können alles sein und werden. Sie ist nie alleine und völlig überfordert. Aber Berlin ist ein Neuanfang. Sie besucht Kunstausstellungen, findet Freundinnen. Und der viel zu lange aufgeschobene Wunsch nach einem eigenen Leben tönt lauter als die Schuld. Was für eine Wucht in den Sätzen steckt! Ich kann es förmlich spüren, wie die lange zurückgeschobenen Emotionen an die Oberfläche drängen. Sie laufen über, die Wut brodelt, die Scham lähmt, das schlechte Gewissen schreit. Diese Zerrissenheit. Es spricht mir aus der Seele. Selbstfürsorge ist schuldbehaftet, Freiheit erfordert, sie und sich selbst aushalten zu können. Aber Selbstverlust ist keine Option. Genau an dieser Stelle liegt die Stärke dieses Debüts. Die Sprache folgt der Protagonistin. Mal leise und still, mal laut, wütend und explosiv changiert sie zwischen Pflichtgefühl und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Mit Berlin als Spiegel der Seele, der Malerei als Ausdrucksmöglichkeit wird aus Lenas Erfahrung eine allgemeingültige. Sie ist die Erfahrung vieler Frauen. Ob im Dorf oder in Berlin, die heteronormativen Rollenbilder sitzen tief. Wer die Freiheit wählt, wird Reflektions- und Projektionsfläche. Bunte Tage, graue Nächte weist das Graue, Konservative, das Schuldbehaftete, nicht mehr Gültige in seine Schranken. Es ist Berlin als Spiegel der Seele, die Stadt als Spiegel der Seele. Es ist ein humorvolles, nachdenkliches und eloqunetes Pläydoyer für Freundinnenschaft, Mut zum Widerspruch, Verantwortung für sich selbst. Das Leben wird nicht perfekt, aber es wird Deins.

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