Hans Zenders Neuinterpretation von Schuberts Winterreise verwandelt einen bekannten Klavierzyklus in eine lebendige orchestrale Reise, die Intimität und Intensität miteinander verbindet. Der Tenor Allan Clayton (zuletzt gefeiert als Frankfurter Peter Grimes) und der Dirigent Nicholas Collon führen das Aurora Orchestra durch eine Landschaft zerbrochener Erinnerungen, in der volkstümliche Einfachheit auf Mahler'sche Erhabenheit und Berg'schen Expressionismus trifft. Zender bewahrt Schuberts Gesangslinie, bereichert jedoch die Klangwelt mit Gitarre, Akkordeon, Melodikas und eindrucksvollen Orchester-Effekten, die Stürme, gefrorene Tränen und flüchtige Träume heraufbeschwören.
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