Durch die Erfahrungen von Ländern, die ihre Müttersterblichkeitsrate drastisch gesenkt haben, haben wir viel über die notwendigen politischen Massnahmen und Interventionen gelernt. Der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene zu Hause und in der Klinik spielt eine Schlüsselrolle bei der Senkung der Müttersterblichkeit. Jedes Jahr sterben 290.000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft, der Geburt und der Neugeborenenphase; schätzungsweise 10 bis 20 Millionen Frauen leiden unter damit verbundenen gesundheitlichen Komplikationen. Fast 90 % der Todesfälle bei Müttern ereignen sich in Subsahara-Afrika und Südasien. Ein Grossteil davon könnte durch seit langem etablierte Hygienepraktiken verhindert werden. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl um ein Drittel zurückgegangen. Dies ist zum Teil auf die Zunahme sicherer Entbindungen durch qualifiziertes Personal, eine geringere Geburtenrate und eine verbesserte Schwangerschaftsvorsorge zurückzuführen. Leider sind arme Menschen nach wie vor überproportional von Mortalität und Morbidität betroffen, was in Ländern mit geringen Ressourcen eine grosse Herausforderung darstellt. Dieses Buch richtet sich an politische Entscheidungsträger und Ärzte in der Primärversorgung, die in ressourcenarmen Umgebungen arbeiten, und dient als Leitfaden für die Förderung der Hygiene in der Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern.
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