Eine unmögliche Diagnose Die neue Praxis Dr. Norden 84 - Arztserie
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.04.2026
Verlag
Blattwerk Handel GmbHSeitenzahl
100 (Printausgabe)
Dateigröße
781 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783693710241
Ein leiser Wind fegte an diesem Nachmittag über den Spielplatz am Isarufer, wirbelte bunte Blätter in den Sandkasten, in dem Henry sass und in sich versunken eine Burg baute. Miriam beobachtete ihren vierjährigen Sohn vom Rand der Sandkiste aus und es gefiel ihr nicht, was sie sah. Wieder hatte er dunkle Schatten unter den Augen, er war noch immer recht blass und seine Hände zitterten ein wenig, als er den mit Sand gefüllten gelben Eimer umstülpte. »Schau mal, Mama«, rief Henry mit heiserer Stimme und deutete auf seinen schiefen Sandturm. »Ein bisschen schief, aber sehr schön, mein Schatz«, entgegnete Miriam lächelnd, doch ihre Augen verrieten, dass sie sich Sorgen um ihn machte. Eigentlich liebte Henry es, mit den anderen Kindern durch den Sandkasten zu toben, die Leiter zu den beiden Türmen hinaufzuklettern, die die über den Sand gespannte Hängebrücke aus Holz begrenzten, oder sich mit den anderen an der Rutschbahn anzustellen. An diesem Nachmittag aber wagte er sich kaum ein paar Schritte von Miriam weg. Sie beruhigte sich damit, dass er sich noch eine Weile von den beiden Erkältungen erholen musste, die er sich innerhalb der letzten sechs Wochen gefangen hatte. »Papa ist da«, sagte Henry, als er aufblickte und zum Eingang des von Hecken umgebenen Spielplatzes schaute. »Hallo, ihr beiden«, begrüsste Georg seine Frau und seinen Sohn, als er zu ihnen kam und sich neben Miriam auf den Rand des Sandkastens setzte, ihr einen Kuss auf die Wange hauchte und Henry sanft über sein blondes Haar streichelte. Der grosse schlanke Mann kam gerade von der Arbeit, trug einen dunkelgrauen Anzug und eine helle Krawatte, wie es die Kleiderordnung für die leitenden Angestellten in der Verwaltung der Versicherungsgesellschaft verlangte, für die er seit fünf Jahren tätig war. »Henry sieht immer noch ein wenig blass aus«, raunte Georg Miriam zu, während er seine Krawatte lockerte. »Ja, ich weiss«, seufzte Miriam und schüttelte den Sand von dem Rock ihres knielangen blauen Kleides, den zwei vorbeistürmende Kinder aufgewirbelt hatten. »Vielleicht sollten wir mal ein Blutbild machen lassen.
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