Bei der Lektüre von Kamel Daouds Werk erscheint der Roman Robinson Crusoe von Daniel Defoe als ein wichtiger Bezugspunkt für das Verständnis von Einsamkeit, Exil und Überleben. Über seinen erzählerischen Wert hinaus hat dieser Klassiker der englischen Literatur das Konzept der Robinsonade hervorgebracht, das sich durch die literarischen, soziologischen und kulturellen Felder zieht. In dieser Studie wird das Konzept der Robinsonnade als analytisches Instrument eingesetzt, um die Mechanismen der literarischen Anerkennung von Kamel Daoud und die Prozesse zu hinterfragen, durch die sich sein Werk in den literarischen und intellektuellen Kreis Frankreichs und, weiter gefasst, in ein weltweites Bezugssystem einfügt. Er bietet auch ein Prisma, um zu untersuchen, wie der Autor mit dem klassischen Erbe in Dialog tritt, es neu erfindet und unterwandert, während er seine Einzigartigkeit behauptet. Anhand dieses Ansatzes werden wir zeigen, wie der Autor mit dem klassischen Erbe in Dialog tritt, es neu erfindet und unterwandert und dabei seine auktoriale Haltung im französischen und westlichen literarischen Panorama behauptet.
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