Eine der wichtigsten Bestimmungen der kenianischen Bildungspolitik lautet, dass keinem kenianischen Kind aus irgendeinem Grund der Zugang zur Grundschulbildung verwehrt werden darf. So wichtig diese Bestimmung auch ist, weist sie doch einige Schwachstellen auf; eine davon ist die Vorstellung, alle Kinder in einen Topf zu werfen, als handele es sich um eine homogene Gruppe mit identischen Bedürfnissen. Zudem ist die Zahl der Schulanmeldungen gestiegen, ohne dass andere Ressourcen, darunter qualifiziertes Personal, in gleichem Masse ausgebaut wurden. Dies hat die Bildungsqualität im Allgemeinen und die der nomadischen Kinder im Besonderen beeinträchtigt. Im Sinne der gesellschaftlichen Integration hat die kenianische Regierung den Entwurf einer Politik zur Bildung von Nomadenkindern vorgelegt, um diesen Teil der Bevölkerung in die übrige Gesellschaft zu integrieren. Die Umsetzung dieser Politik steht jedoch noch aus. Dieses Buch analysiert das Bildungssystem in Kenia, beleuchtet das Umfeld, in dem Nomadenkinder geboren werden und leben, stellt ihre Bildungsprobleme in den Mittelpunkt und schlägt tragfähige Strategien zur Verbesserung ihres Zugangs zu Bildung vor.
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