TCP ist ein im Internet weit verbreitetes Überlastungsprotokoll, das Paketverluste als Überlastungssignale nutzt. Verzögerungsbasierte Protokolle verwenden neben Paketverlusten auch beobachtete Paketverzögerungen als Überlastungssignale. Es hat sich gezeigt, dass verzögerungsbasierte Überlastungsprotokolle in homogenen Umgebungen viele Vorteile bieten, jedoch Schwierigkeiten haben, mit verlustbasierten Protokollen wie TCP zu konkurrieren. Damit verzögerungsbasierte Protokolle praxistauglich sind, müssen sie schrittweise einsetzbar sein und somit im aktuellen Internet mit TCP konkurrieren können. Dieses Buch untersucht den Entwurf eines solchen verzögerungsbasierten Protokolls, PERT (enhanced), das mit TCP konkurrieren kann, und belegt dies durch Evaluierungen. Wir zeigen, dass PERT eine geringere Drop-Rate aufweist als TCP-SACK und bei verschiedenen Mischungen aus PERT und anderen verlustbasierten Überlastungsprotokollen zu niedrigeren Gesamt-Drop-Raten führt. Wir zeigen ausserdem, dass ein einzelner PERT-Fluss eine Hochgeschwindigkeitsverbindung mit hoher Verzögerung vollständig ausnutzen kann. Wir untersuchen, ob potenzielle Störungen und Schwankungen bei Verzögerungsmessungen in Umgebungen wie Kabel- und ADSL-Zugangsnetzen das Protokollverhalten signifikant beeinflussen.
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