Die Freundschaft in der Antike war eine zentrale Achse des philosophischen Denkens, die von Traditionen wie denen von Platon, Aristoteles, den Stoikern und den Epikureern aufgegriffen wurde, welche sie mit dem tugendhaften Leben verknüpften. Mit dem Aufkommen des Christentums wurde dieses Konzept neu gedeutet, woraus die "Freundschaft in Christus" entstand - eine durch das Göttliche vermittelte und mit neuen theologischen sowie sozialen Elementen ausgestattete Bindung. Diese Untersuchung analysiert diese Transformation anhand des Briefwechsels zwischen Augustinus von Hippo und Paulinus von Nola und beleuchtet sowohl die Kontinuitäten als auch die Brüche im Vergleich zur griechisch-römischen Tradition. Ebenso untersucht sie die philosophischen und philologischen Grundlagen dieser neuen Form der Freundschaft und integriert das Studium von Briefen, Chronologie und epistolaren Mitteln, die typisch für das spätantike Christentum sind. Es wird der Schluss gezogen, dass die christliche Freundschaft die klassischen Grenzen erweitert und sogar über den Tod hinausreicht.
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