Das Kind und sein Wesen Beiträge zum Verständnis der Fröbelschen Erziehungslehre
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.06.2026
Herausgeber
Matthias BrodbeckVerlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
166 (Printausgabe)
Dateigröße
1041 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783696326982
- dass das Kind als 'Kind des Menschen', 'Kind der Natur' und 'Kind Gottes' dreifach bestimmt ist;
- dass Erziehung mit dem ersten Atemzug beginne;
- dass die früheste Erziehung die wichtigste sei;
- dass körperliche und seelische Entwicklung untrennbar verbunden sind;
- dass die Natur selbst - in Antrieben und Bewegungen des Kindes - die Form der ersten Erziehung vorgibt;
- dass das Spiel die ursprüngliche Form kindlicher Selbsttätigkeit ist;
- und dass alle spätere Bildung auf frühen sinnlichen Erfahrungen fusst, die nicht dem Zufall überlassen werden dürfen.
Fröbels Spiele und Übungen sind aus dieser Sicht kein Beiwerk, sondern naturgemässes Fundament frühkindlicher Entwicklung. Sie ordnen die instinktive Tätigkeit der Sinne und Glieder, führen zur Selbsttätigkeit und bereiten jene hervorbringende Kraft vor, die Fröbel als Wesen des Menschen verstand. Marenholtz Bülow zeigt, dass diese ersten Übungen auch für die Ausbildung der Mütter und Kinderpflegerinnen entscheidend sind: Sie bilden den Ausgangspunkt jeder späteren pädagogischen Arbeit.
In einem späteren Rückblick formulierte sie ihre Beweggründe mit grosser Klarheit: Zwar habe sich der Kindergarten weit verbreitet, doch das Verständnis der Fröbelschen Grundgedanken sei nicht im gleichen Masse gewachsen. Die äussere Ausbreitung habe zu einer Veräusserlichung geführt, die den Kern der Sache verdecke. Gerade deshalb, so schreibt sie, bedürften Fröbels Gedanken wiederholter Darlegungen.
Dieses Buch ist eine solche Darlegung. Es macht den inneren Zusammenhang von Fröbels Pädagogik sichtbar: die Einheit von Körper und Seele, von Spiel, Lernen und Arbeit, von Natur und Geist, von Selbsttätigkeit und sittlicher Entwicklung. Es ist zugleich ein Plädoyer dafür, die früheste Kindheit nicht als Vorstufe, sondern als Ursprung menschlicher Bildung ernst zu nehmen.
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