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Das Archiv der Gefühle Erkennen wir im Leben unsere Chancen? — Roman

39

Fr. 33.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2021

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20.5/13/2.3 cm

Gewicht

302 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397402-7

Beschreibung

Rezension

Der Leser wird Zeuge einer grossen Sehnsucht, einer unerfüllten Liebe, eines verpassten Lebens und [...] eines möglichen Neuanfangs. ("Tagblatt der Stadt Zürich")
[...] ein Roman über die Liebe und verpasste Chancen. ("Thurgauer Zeitung")
Der Autor verzichtet auf Nebensätze, die beschreiben könnten, was Leser ohnehin kennen: Den Schmerz, den unerwiderte Liebe hinterlässt. ("Die Rheinpfalz")
Es ist eine Geschichte über das Festhalten an Dingen, die die Zeit vielleicht längst überholt hat und Einsamkeit. ("Schwetzinger Zeitung")
das Psychogramm eines verunsicherten Mannes, der seine Verunsicherung reflektiert ("Sächsische Zeitung")
ein ganz ruhiger, stiller, unspektakulärer und deshalb doch eindringlicher Text über Einsamkeit ("Reutlinger Nachrichten")
ein ganz ruhiger, stiller, unspektakulärer und deshalb doch eindringlicher Text über Einsamkeit ("Südwest Presse")
Von existenziellen Fragen erzählt dieses Buch, im fein austarierten Peter-Stamm-Sound. ("Chrismon")
ein Wechselspiel, das berührt ("Nordbayern")
allen Leserinnen und Lesern zu empfehlen [...], die sich auf den suggestiv, melancholisch schönen Peter-Stamm-Sound einzulassen wissen. ("Literaturkritik")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2021

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20.5/13/2.3 cm

Gewicht

302 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397402-7

Herstelleradresse

S. FISCHER Verlag GmbH
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt am Main
Deutschland
Email: bestellung@hgv-online.de
Url: www.fischerverlage.de
Telephone: +49 69 60620
Fax: +49 69 6062214

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Peter Stamm in Hochform

Bewertung am 24.08.2022

Bewertungsnummer: 1773007

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für mich seit langem der beste "Stamm": Ein Archivar klammert sich nach dem Verlust seiner Arbeit an seine Tätigkeit, indem er die wegzuwerfenden Akten (nun digitalisiert) kurzum in seinem Keller lagert und akribisch jede Information sammelt, die mit seiner Jugendliebe Franziska, nun eine bekannte Sängerin, zu tun haben. Eine schrullige Hauptfigur, die in seiner Eigenheit faszinierend authentisch bleibt. Das kann keiner besser als Peter Stamm.

Peter Stamm in Hochform

Bewertung am 24.08.2022
Bewertungsnummer: 1773007
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für mich seit langem der beste "Stamm": Ein Archivar klammert sich nach dem Verlust seiner Arbeit an seine Tätigkeit, indem er die wegzuwerfenden Akten (nun digitalisiert) kurzum in seinem Keller lagert und akribisch jede Information sammelt, die mit seiner Jugendliebe Franziska, nun eine bekannte Sängerin, zu tun haben. Eine schrullige Hauptfigur, die in seiner Eigenheit faszinierend authentisch bleibt. Das kann keiner besser als Peter Stamm.

Sammeln und ordnen als Lebensaufgabe

Klara am 29.10.2021

Bewertungsnummer: 1596692

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Peter Stamms neuem Roman geht es um einen sehr skurrilen Charakter. Der namenlose Protagonist war früher Archivar, wurde aber arbeitslos, als man Dokumente nicht mehr in Papierform speicherte. Er lebt allein in dem von der Mutter geerbten Haus, wo er das von seinem Arbeitgeber übernommene Archiv täglich viele Stunden lang ergänzt. Er beachtet strenge Regeln, ohne die geringsten Veränderungen zuzulassen, weil er in einer ewigen Gegenwart leben möchte. Das Chaos der Welt macht ihm Angst. Er sieht seine Aufgabe darin, es zu ordnen und nicht darin, etwas Neues, Eigenes zu schaffen. So hat er auch fast 40 Jahre lang an der Liebe seines Lebens festgehalten, ohne dass daraus jemals eine Beziehung wurde. Es ist die Mitschülerin Franziska, die unter dem Namen Fabienne als Sängerin Karriere machte. Er nahm aus der Ferne an ihrem Leben Anteil und las die Artikel über ihre Beziehungen in der Boulevardpresse. In all den Jahren hatte er Kontakt zu zwei Frauen, einer ehemaligen Arbeitskollegin und einer Mitschülerin 25 Jahre nach dem Schulabschluss, als er eigentlich hoffte, Franziska zu treffen. Er liebte diese Frauen nicht, ließ die Dinge einfach geschehen, ohne jemals die Initiative zu ergreifen. Seine einzige Liebe war und ist Franziska, die ihm immer wieder in den Fantasien seiner Parallelwelt erscheint, die für ihn realer ist als die Wirklichkeit. Mit Mitte 50 wird ihm jedoch bewusst, dass das wirkliche Leben mehr zu bieten hat als das passive Abwarten, das er praktiziert, und er nimmt Kontakt zu Franziska auf. Nach mehreren Anläufen steht er ihr endlich gegenüber und erfährt, dass es in der Vergangenheit zwei Situationen gab, wo er auf sie hätte zugehen müssen, und ihr Leben wäre anders verlaufen. Er beschließt, sich von seinem Archiv zu trennen, weil es ihn unwiderruflich an die Vergangenheit bindet und jegliche Neuorientierung unmöglich macht. Am Ende wagt er tatsächlich einen Neuanfang. Er kann zwar die verflossene Zeit nicht zurückholen, aber für die ihm verbleibende Lebensspanne ein anderer werden. Mir hat dieser ruhig erzählte, sprachlich anspruchsvolle und zum Nachdenken über die eigene Lebensplanung anregende Roman gut gefallen. Er vermittelt die Botschaft, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern. Besonders beeindruckt hat mich, wie gekonnt der Autor reales Geschehen und Fantasien ineinander übergehen lässt. Ein empfehlenswertes Buch.

Sammeln und ordnen als Lebensaufgabe

Klara am 29.10.2021
Bewertungsnummer: 1596692
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Peter Stamms neuem Roman geht es um einen sehr skurrilen Charakter. Der namenlose Protagonist war früher Archivar, wurde aber arbeitslos, als man Dokumente nicht mehr in Papierform speicherte. Er lebt allein in dem von der Mutter geerbten Haus, wo er das von seinem Arbeitgeber übernommene Archiv täglich viele Stunden lang ergänzt. Er beachtet strenge Regeln, ohne die geringsten Veränderungen zuzulassen, weil er in einer ewigen Gegenwart leben möchte. Das Chaos der Welt macht ihm Angst. Er sieht seine Aufgabe darin, es zu ordnen und nicht darin, etwas Neues, Eigenes zu schaffen. So hat er auch fast 40 Jahre lang an der Liebe seines Lebens festgehalten, ohne dass daraus jemals eine Beziehung wurde. Es ist die Mitschülerin Franziska, die unter dem Namen Fabienne als Sängerin Karriere machte. Er nahm aus der Ferne an ihrem Leben Anteil und las die Artikel über ihre Beziehungen in der Boulevardpresse. In all den Jahren hatte er Kontakt zu zwei Frauen, einer ehemaligen Arbeitskollegin und einer Mitschülerin 25 Jahre nach dem Schulabschluss, als er eigentlich hoffte, Franziska zu treffen. Er liebte diese Frauen nicht, ließ die Dinge einfach geschehen, ohne jemals die Initiative zu ergreifen. Seine einzige Liebe war und ist Franziska, die ihm immer wieder in den Fantasien seiner Parallelwelt erscheint, die für ihn realer ist als die Wirklichkeit. Mit Mitte 50 wird ihm jedoch bewusst, dass das wirkliche Leben mehr zu bieten hat als das passive Abwarten, das er praktiziert, und er nimmt Kontakt zu Franziska auf. Nach mehreren Anläufen steht er ihr endlich gegenüber und erfährt, dass es in der Vergangenheit zwei Situationen gab, wo er auf sie hätte zugehen müssen, und ihr Leben wäre anders verlaufen. Er beschließt, sich von seinem Archiv zu trennen, weil es ihn unwiderruflich an die Vergangenheit bindet und jegliche Neuorientierung unmöglich macht. Am Ende wagt er tatsächlich einen Neuanfang. Er kann zwar die verflossene Zeit nicht zurückholen, aber für die ihm verbleibende Lebensspanne ein anderer werden. Mir hat dieser ruhig erzählte, sprachlich anspruchsvolle und zum Nachdenken über die eigene Lebensplanung anregende Roman gut gefallen. Er vermittelt die Botschaft, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern. Besonders beeindruckt hat mich, wie gekonnt der Autor reales Geschehen und Fantasien ineinander übergehen lässt. Ein empfehlenswertes Buch.

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