Frank Günther wurde 1947 in Freiburg geboren und wuchs in Wiesbaden auf; Studium der Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaften in Bonn und Mainz, Regieassistenz in Bochum und Stuttgart, Lehrauftrag an der dortigen Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, dann fester Regisseur in Heidelberg; nach längerem Kanada- und USA-Aufenthalt erste Übersetzungen elisabethanischer Dramatiker, Regiearbeit u.a. in Bielefeld, Heidelberg und Basel, intensive Beschäftigung mit William Shakespeare; seit 1974 zunehmender Rückzug aufs Land, wo er am Schreibtisch Theater spielend alte und neue Dramatik übersetzt.
Verstorben im Oktober 2020
Auszeichnungen:
Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis
Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung
In seinen Sonetten drückt William Shakespeare Gefühle aus, die über die Jahrhunderte hinweg direkt zu uns sprechen. Es geht um Zuneigung und Begehren, Angst und Wut, nicht zuletzt aber um die zeitlose Schönheit der Sprache. Und um die Frage, wem Shakespeares Liebe denn galt, ob einem Mann oder einer (womöglich verheirateten) Frau, ranken sich zahlreiche Mythen.
Christa Schuenke hat Shakespeares Dichtung eine moderne, klare Form gegeben, die die ganze Intensität des Ausdrucks bewahrt. Für diese beeindruckende Arbeit wurde sie mit dem renommierten Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
»O sei du selbst! Mit dir wird alles enden Was dir in diesem Leben nur gehört.«