Gertrude Bells Buch ist kein Reisebericht im herkömmlichen Sinn, es beschreibt nicht zahllose Sehenswürdigkeiten; vielmehr sind es bunte, lebendige Momentaufnahmen einer längst untergegangenen Welt. Eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe, gepaart mit einem umfassenden historischen Wissen und einer grossen Aufgeschlossenheit gegenüber fremden Kulturen machen die Reiseerinnerungen von Gertrude Bell zu einem besonderen Lesevergnügen.
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2.0/5.0
Asti
2/5
26.11.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
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Gertrude Bell entstammt einer wohlhabenden englischen Familie. Durch pers. Beziehungen schafft sie es, was für eine Frau in ihrer Zeit relativ ungewöhnlich ist, alleine Bekannte im osmanischen Reich und in Persien zu besuchen und mehrere Monate bei diesen zu verbringen. In ihren kurzen Erinnerungen beschreibt sie Episoden ihres täglichen Lebens und Erlebens aus dieser Zeit.
Leider erfährt man relativ wenig über die Region zu dieser Zeit oder über politische Entwicklungen, die sie mitbekommen hat.
vielmehr zeichen die kurzen Erzählungen nur ein Bild einer wohlhabenden Frau, die - gegen alle Konventionen - alleine auf Reisen geht und die im mittleren Osten eine minderwertige Kultur zu sehen glaubt, die sie nichts desto trotz ein Leben lang fasziniert.