Infrastrukturpolitik in der Industrialisierung. Der Chausseebau in der preußischen Provinz Sachsen und dem Herzogtum Braunschweig vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts.
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.01.2000
Abbildungen
Tabellen, Abbildungen
Verlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
585
Maße (L/B/H)
23.3/15.9/3 cm
Gewicht
785 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-09772-2
Die Analyse der zahlreichen Wechselbeziehungen zwischen der Verbesserung der Strassenverkehrsinfrastruktur und den wirtschaftlichen Strukturveränderungen, vor allem den regionalen Industrialisierungsprozessen, stellt einen Schwerpunkt der Darstellung dar. Dabei kann die Entwicklung im Herzogtum Braunschweig und in der preussischen Provinz Sachsen in vielfältiger Hinsicht als exemplarisch für andere deutsche Staaten und preussische Provinzen angesehen werden. So bildeten die Chausseen die wesentliche infrastrukturelle Voraussetzung für die Intensivierung des Güterverkehrs in den zwanziger und dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts. Nach dem Beginn des Eisenbahnbaus beschränkte sich die unmittelbare Wirkung des Strassengüterverkehrs auf die Konstituierung lokaler Märkte. Gerade weil der Landstrassentransport zum Engpassfaktor im Verkehrssystem wurde, waren Unterschiede und Veränderungen der hier anfallenden Kosten und der produzierten Qualität von zentraler Bedeutung für die Marktintegration auf volkswirtschaftlicher Ebene, wie eine Analyse der provinzialsächsischen Kreisdaten über Chausseenetzdichte, industriellen Beschäftigungsgrad sowie Bevölkerungswachstum zeigt.
Ausführlich werden die Veränderungen von Zielen und Instrumenten der Strassenbaupolitik sowie deren Stellenwert im Rahmen der allgemeinen Wirtschafts- und Sozialpolitik dargestellt. Generell sind im Zuge der Liberalisierung und Modernisierung der Wirtschaftspolitik macht- und fiskalpolitische Motive durch wohlfahrtsökonomische Intentionen zurückgedrängt worden. Die Strassenbaupolitik wird ausserdem unter ordnungs- und finanzpolitischen Gesichtspunkten, im Rahmen der Verwaltungsgeschichte sowie hinsichtlich ihrer Stellung im allgemeinen gesellschaftlichen Transformationsprozess untersucht.
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