Die Beziehungen zwischen den "historischen Zwillingen" Deutschland und Frankreich spielten in der europäischen Staatengeschichte stets eine besondere Rolle. Obwohl sie durch die Verheerungen zweier Weltkriege einen Tiefpunkt erreicht hatten, entwickelten sie sich in den Jahren 1949 bis 1963 zu einer "Entente élémentaire" (Willy Brandt). Auf der Basis umfassender Recherchen in deutschen und französischen Archiven sowie der Auswertung der vorliegenden Literatur liefert die umfangreiche Monographie in zwei Teilbänden eine erste Gesamtdarstellung dieses schwierigen Prozesses aus gleichgewichtiger deutscher und französischer Perspektive. Dabei berücksichtigt die Untersuchung die europäischen, atlantischen und globalen Verflechtungen der Bonner und Pariser Aussenpolitik und arbeitet neben dem politisch-diplomatischen Handeln Wechselwirkungen von Innen- und Aussenpolitik, wirtschaftliche Aspekte der "Grossen Politik" und den Einfluss administrativer Strukturen heraus.
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