Die instabile internationale Ordnung und die extreme innere Labilitätder meisten europäischen Staaten kennzeichnen die Jahre zwischen denWeltkriegen. Horst Möller gelingt eine Darstellung dieser politischvielfältigen und bewegten Zeit, indem er sich auf die wesentliche Fragekonzentriert: Warum waren die beiden Jahrzehnte nach 1918 nicht alleineine Nachkriegszeit, sondern ebensosehr eine Vorkriegszeit? DerZusammenhang und die Wechselwirkung zwischen innenpolitischenSchwierigkeiten der Einzelstaaten und der sich wandelndenStaatenordnung Europas bilden den Schwerpunkt der Überlegungen. Durchdie Konzentration auf diese Fragestellung entsteht das Bild einer Zeit,die sich aufgrund der Fülle der politischen Ereignisse einer knappenDarstellung eigentlich entzieht. Die Betrachtung der sozialen undökonomischen Faktoren, der Nationalitätenproblematik und dertotalitären Ideologien stellen diese politischen Phänomene in denentsprechenden historischen Zusammenhang.
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