Zwischen Monolog und Dialog Zur Theorie, Typologie und Geschichte des Zwischenrufs im deutschen Parlamentarismus
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.01.2004
Abbildungen
36 b/w tbl.
Verlag
De GruyterSeitenzahl
668
Maße (L/B/H)
23.6/16/4.1 cm
Gewicht
885 g
Auflage
Reprint 2013
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-484-31250-0
Ein charakteristisches Phänomen der Plenarkommunikation im Parlament ist der Zwischenruf, dessen herausragende Exemplare Journalisten und Publizisten immer wieder zu lustvollen Kommentaren und erheiternden Sammlungen reizen. Die vorliegende Studie gibt Einblick in Variabilität und Geschichte solcher parlamentarischen Zwischen-Kommunikation ausserhalb des Rederechts: Einer Darstellung der Forschungslage und der Analysemethoden folgt zunächst eine theoretische Bestimmung. Aus authentischen Debattentexten, wie sie die Stenographischen Berichte präsentieren, werden sodann charakteristische Techniken, syntaktische Strukturen, Provokationsanlässe und Sprechhandlungsformen des Zwischenrufens herausgefiltert und typisiert. Die so gewonnenen Typologien ermöglichen es, die Vielfalt tatsächlicher Zurufe zu klassifizieren und quantitativ zu erfassen. Damit ist zugleich ein Werkzeug gefunden, mit dessen Hilfe sich der Wandel der Zwischenrufkommunikation in deutschen Parlamenten - von der Paulskirche bis zum Bundestag - historisch-vergleichend nachzeichnen lässt. In entsprechender Weise werden auch die "Mini-Dialoge" zwischen Redner und Zwischenrufer sowie die Zwischenfragen typologisiert und in ihrer historischen Entwicklung beschrieben. An den Veränderungen des Zwischenruf- und Zwischenfrageverhaltens sowie des Replizierens wird der historische Wandel des Parlaments vom Diskussions- über das Arbeits- bis hin zum Schaufensterparlament sichtbar. Dem innerparlamentarischen Umgang mit Rednerinnen ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
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