Stefan Rebenich zeigt in seiner eindrucksvollen Biographie Theodor Mommsens, dass sich dessen Bedeutung nicht allein auf die Erforschung der Antike reduzieren lässt. Er erinnert an den eminent politischen Mommsen, der als junger Professor für römisches Recht wegen seines Engagements für die 48er-Revolution seines Amtes enthoben wurde, dann als liberaler Abgeordneter im deutschen Reichstag sass und sich wegen seiner demokratisch-freiheitlichen Gesinnung als Gegner Bismarcks positionierte. Ein besonderes Verdienst des Autors liegt darin, dass er in allen Teilen seiner Darstellung die Persönlichkeit Mommsens nicht hinter der Fülle der Fakten und Daten aus den Augen verliert, so dass der Leser sich auf eine echte Biographie im eigentlichen Sinne des Wortes freuen darf.
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