Staatszerfallskriege im Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
20.02.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-638-91202-0
Bürgerkriege der letzten Jahre
Fallbeispiel Liberia
Charles Taylor, Warlord, Händler von Edelhölzern und Edelsteinen, wurde Präsident Liberias, nachdem sein Amtsvorgänger Doe 1990 vor laufenden Kameras gefoltert und ermordet worden war. Seitdem ist Liberia nicht mehr zur Ruhe gekommen. Etwa 200.000 Menschen sollen allein in den neunziger Jahren in Kämpfen getötet worden sein Heute ist Liberia "...so verkommen, dass es nicht einmal auf dem Entwicklungsindex der UNO auftaucht." Zudem wurde die ganze Region destabilisiert. "Un panel de investigación concluyó en diciembre de 2000 que el Gobierno de Taylor estaba contribuyendo a la prolongación de la guerra civil sierraleonesa..." Trotzdem wurde erst 2003 verstärkt Druck auf Taylor ausgeübt, sein Amt preiszugeben.
Besonders auf die Unterstützung der USA wird in Liberia gehofft. Diese haben ein besonderes Verhältnis zu Liberia, wurde dieses doch 1847 als Staat ehemaliger Sklaven gegründet. "Liberia war mehr als ein Jahrhundert lang ein inoffizielles Bundesland der USA. Flagge, Sprache, Namen, Benehmen - alles wurde vom grossen Bruder jenseits des Atlantiks kopiert. Und was manchen Afrikaner, der von der Renaissance und Eigenständigkeit des Kontinents träumt, wurmt: Eineinhalb Jahrhunderte später wünschen sich die Liberianer wohl nichts sehnlicher als die Rückkehr zu jenen Zeiten, als Washington sie beschützte und das Land als "Firestone - Country" galt." Zudem würde eine erfolgreiche Einflussnahme der USA in Liberia das Verhältnis zu den Vereinten Nationen, das wegen des Irakkrieges angespannt ist, beruhigen.
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