Trappe, T: Der doppelte Nutzen: Das Rezeptionsverhalten deut
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.11.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.2 cm
Gewicht
60 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-638-75528-3
In der Untersuchung wird gezeigt, dass der Medienkonsum von Arbeitern im Kaiserreich eine in zwei Richtungen zielende Kommunikationsleistung darstellte. Die eine war eine nach aussen gerichtete: Das Gefühl, der Klasse des Proletariats anzugehören und der Wunsch nach Eingebundenheit in dieses soziokulturelle Umfeld führte zu dem Drang, durch die bewusst kommunizierte Rezeption von an das Proletariat gerichteten Medien sich in dieses Umfeld zu integrieren. Da diese "proletarischen" Medien bestimmte Rezeptionsbedürfnisse nur mangelhaft erfüllten, ergab sich die Notwendigkeit, zusätzlich andere Medien zu rezipieren. Hierbei wiederum handelte es sich um eine nach innen gerichtete Kommunikationsleistung, die vor allem der Information und der Unterhaltung diente. Es soll in der Arbeit die Diskrepanz zwischen beiden Kommunikationsleistungen dargestellt werden. Auf der einen Seite das von der proletarischen und sozialdemokratischen Elite geforderte und sozial erwünschte Rezeptionsverhalten, das vor allem zum Bekenntnis zu proletarischen Medien seitens der Arbeiterschaft führte. Auf der anderen Seite die von den Arbeitern massenhaft konsumiertem unterhaltenden und über den Alltag informierenden Medien, deren Rezeption aber kaum nach aussen kommuniziert wurde, eben weil es im soziokulturellen Umfeld als dem Proletarier nicht angemessenes Rezeptionsverhalten bewertet werden konnte. Die Diskrepanz ergibt sich aus der Tatsache, dass die Medien, die von den Arbeitern am häufigsten rezipiert wurden, in der Kommunikationsleistung nach aussen nur eine geringe Rolle spielten, während die, die offensichtlich weniger Bedeutung für das eigene Rezeptionsverhalten hatten, verstärkt nach aussen dargestellt wurden.
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