Das Sonne-und-Mond-Gleichnis: Über das Verhältnis zwischen Papst und Kaiser im Mittelalter
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.11.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-20255-3
Dieses Märchen beschrieb das jüdisch-theologische Wissen, dass augenscheinliche Grösse täuschen kann. Doch dieses Wissen, dass der Mond eine innere Grösse hat, die die äusserliche Grösse der Sonne überragt, ging in der Kirche des Mittelalters und im besonderen in der Frage des Machtverhältnisses zwischen Papst und Kaiser bald verloren, und dies obwohl früh kirchliches Quellen die Kirche noch mit dem Mond vergleichen, die ihren Glanz von Gott empfängt.2 Spätestens seitdem die Kirche einen politischen Machtfaktor darstellte, war dieser Vergleich nicht mehr haltbar, weil es nun nicht mehr um ein theologisches Gleichnis ging, sondern um politischen Machterhalt, mittels einer weit hergeholten theologischen Begründung. So musste, nach kirchlicher Ansicht, um den weltlichen Einfluss der Kirche zu gewährleisten, die Sonne die Kirche darstellen und der Mond den Kaiser.
Im Folgenden werde ich der Geschichte und den verschiedenen Interpretationen des Sonne-Mond-Gleichnisses im Mittelalter nachgehen und diese in den jeweiligen zeitlichen Kontext einordnen.
1 Vgl. Heda Janson (Hrg.), Märchen aus Israel, S. 6.
2 Vgl. Hugo Rahner, Symbole der Kirche, S.98-173.
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