Rezension
Die Beiträge zeigen, dass es beim Verhältnis von Staat, Politik und Verwaltung weniger ein "Entweder-oder" gibt, sondern feine Nuancen eines "konsultativen Staates" zwischen ratsuchend und Rat gebend. Insofern deckt der Band - auch aufgrund des breiten Spektrums der Beiträger (vom Professional bis zum Professor) - ein weites Feld ab und ist für Praktiker, die an der Verknüpfung von Wissenschaft, Politik und Sozialem interessiert sind, eine instruktive Lektüre.
Zeitschrift für Politikberatung 4/2011
Das Feld der wissenschaftlichen Politikberatung ist in Deutschland mittlerweile stark ausdifferenziert; das Spektrum der Angebotsformen reicht von strategischer Politikfeldberatung über Programmevaluationen bis zu Dienstleistungen in Fragen von Organisationsentwicklung und politischer Kommunikation. Für die Politikwissenschaft stellt diese Zusammenarbeit mit politischen Akteuren eine besondere Herausforderung dar, muss man bei ihr doch eine genaue Kenntnis der unterschiedlichen Rationalitäten von Politik und Wissenschaft unterstellen. Die Autoren des Sammelbandes lassen sich auf diese Differenzen detailliert ein und versuchen die paradoxe Konstellation, dass "Politikberatung systematisch an der Eigenlogik und Selbstbezüglichkeit von Politik, ja geradezu am Kern des Politischen zu scheitern droht" (15), aus unterschiedlichen Blickwinkel zu beleuchten.