Zeitenwende Mentalitätshistorische Studien 1936–1939
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- Deutsch ausgewählt
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Auflage:2. Auflage
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.05.1991
Herausgeber
Peter SchöttlerVerlag
SuhrkampSeitenzahl
247
Maße (L/B/H)
17.7/10.8/1.8 cm
Gewicht
222 g
Auflage
2. Auflage
Übersetzt von
Peter Schöttler
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-518-28492-6
Die bahnbrechende Bedeutung der 1929 von Lucien Febvre und Marc Bloch gegründeten Zeitschrift
Annales
für eine moderne Form der Geschichtsschreibung ist heute allgemein anerkannt. Auch deutsche Historiker lassen sich mittlerweile vom französischen »Paradigma« der Sozial- und Mentalitätsgeschichte inspirieren. Kaum bekannt ist dagegen, dass es in der Frühgeschichte der
Annales
eine Art Dialog mit der deutschen Geschichtswissenschaft gab, der die Genese jener neuen Methoden und Ansätze nicht unwesentlich beeinflusste. Sogar nach 1933 setzten die
Annales
ihre Auseinandersetzung mit dem deutschen Kulturkreis fort. Eine zentrale Vermittlerrolle spielte dabei eine junge Wiener Emigrantin: Lucie Varga (1904-1941). Als Assistentin Febvres hat sie die Kritik der
Annales
am nationalsozialistischen Deutschland mitformuliert und in ihren eigenen Beiträgen eine Art Mentalitätsgeschichte der nationalsozialistischen Bewegung entworfen. Ausserdem war sie die erste Frau, die überhaupt kontinuierlich in den
Annales
veröffentlichte. Das vorliegende Buch dokumentiert zum ersten Mal die wichtigsten Texte dieser ungewöhnlichen Historikerin. In einer ausführlichen Einleitung skizziert der Herausgeber den umwegigen Lebensweg Vargas und situiert ihren historiographischen Beitrag im Spannungsfeld von deutschsprachiger und französischer Geschichtswissenschaft.
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